Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Der virtuelle Taxitreff.

Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Guter_Kollege » 30.10.2015, 17:21

Löwenzahn hat geschrieben:Taxifahren ist ein schwammiger Beruf. Zu einem Festlohn gehört eine feste Erwartung. Bei einem Provisionslohn ist die Erwartung variabel.
Der Mindestlohn fordert auf die Arbeitszeit einen Festlohn. Das Auftragsaufkommen gewährleistet keinen festen Erwartungsschnitt.
Lohnrigiditäten können
auf die Preise drücken, bzw. den Unetrnehmensgewinn: das ist klar.
Aber welcher Lohn drückt wohl mehr: der Zeit-, bzw. Stundenlohn oder die %uale Umsatzbeteiligung?
Natürlich Letzteres, weil die wächst in der Summe auf den Umsatz bezogen, mit.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Wattwurm » 30.10.2015, 17:52

am hat geschrieben:@Wikinger
Es wurde auch nichts anderes behauptet. Der Umsatzlohn ist Unternehmerwille, die Schwarzanmelderei geschieht wohl in den meisten Fällen auf Wunsch von Arbeitnehmern. Dabei darf man nicht vergessen, dass hier der Unternehmer entscheidend ist, der sich dann erpressen lässt.


Unternehmer die sich von Fahrern erpressen lassen stehen mit einem Bein im Knast!
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon taxipost » 30.10.2015, 20:01

Löwenzahn hat geschrieben:Woher soll ich das wissen?

Vor dem Mindestlohn habe ich nicht darauf geachtet, wie lange ich Pause mache. Da zählte nur der Umsatz.

du kannst nicht sagen wieviel stunden, ca., du früher im monat gearbeitet hast?
wie geht das?!
egal.

hat sich dein arbeitsverhalten 2015 geändert?
hast du jetzt andere arbeitszeiten?

wenn alles, mehr oder weniger, gleich geblieben ist, dann...
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Löwenzahn » 30.10.2015, 20:39

Guter_Kollege hat geschrieben:
Löwenzahn hat geschrieben:Taxifahren ist ein schwammiger Beruf. Zu einem Festlohn gehört eine feste Erwartung. Bei einem Provisionslohn ist die Erwartung variabel.
Der Mindestlohn fordert auf die Arbeitszeit einen Festlohn. Das Auftragsaufkommen gewährleistet keinen festen Erwartungsschnitt.
Lohnrigiditäten können
auf die Preise drücken, bzw. den Unetrnehmensgewinn: das ist klar.
Aber welcher Lohn drückt wohl mehr: der Zeit-, bzw. Stundenlohn oder die %uale Umsatzbeteiligung?
Natürlich Letzteres, weil die wächst in der Summe auf den Umsatz bezogen, mit.


So natürlich ist das nicht. Wenn nichts eingefahren wird, kann auch nichts drücken. :D

Ich meine nicht, wie sich der Lohn auf den Tarif auswirkt. Sondern wie der Umsatz die Erwartungen des Chefs beeinflussen. Jemand der prozentual entlohnt wird, da sind die Erwartungen auch dementsprechend gering. Klar, für unter zwei Riesen Fahrerumsatz wird kein Unternehmer einen Angestellten beschäftigen. Aber das ist dennoch eine Erleichterung gegenüber 3,5 Riesen.

Mindestlohn, Mindestumsatz ... bla bla bla... das sind hier im Forum gerade diese Themen, die den meisten schon zum Hals raushängen. Wir haben auch viele, die sich sagen: "Ich bin davon nicht betroffen, es interessiert mich nicht." Fragt man denen, welche Schicht sie fahren: "Ja ich bin Nachtfahrer." oder "Ich habe das Taxi für mich alleine."

Die Tagfahrer lässt man am Rande mit ihren Problemen stehen. Was die sich nicht alles anhören müssen...
"Arbeite mehr!"
"Mach weniger Pause."
"Das Gaspedal ist rechts, mach Gang."
"Dann stell dich nicht an die unlukrativen Taxihalten."
"Benutze doch mal das PDA und tippe auf Auftragsannahme."

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Habe ich so von ANDEREN gehört.

Der Punkt ist, dass Erwartungen der Unternehmer und die gängige Praxis zwei völlig unterschiedliche Dinge sind.

Vielleicht brauchen wir keine Subvention, müsste man untersuchen. Aber was soll denn dieses Betrachten jedes einzelnen Taxifahrer?

Meint ihr, jeder Verkäufer, der mir einen Telefonvertrag andreht, wird nach Provision bezahlt in Abhängigkeit von dem, was der Kunde durch diesen alles bezahlen muss? Der wird auch nur den Mindestlohn bekommen und fertig.

Schmeißt doch alle Umsätze in ein Topf, bezahlt jedem seinen Mindestlohn und gut ist. Und wenn das nicht reicht, dann könnt ihr euch über eine Subvention schlau machen.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Löwenzahn » 30.10.2015, 20:45

taxipost hat geschrieben:du kannst nicht sagen wieviel stunden, ca., du früher im monat gearbeitet hast?


GENAU: CA. !

Und exakt dieses CA. macht im Stundenschnitt einen Unterschied von 10 Euro. Unter Provisionslohn da habe ich auch gerne mal 2 Stunden Pause gemacht, da konnte man noch bequem im Restaurant Essen gehen. Heute reicht es nicht einmal um sich eine Currywurst reinzustopfen.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon taxipost » 31.10.2015, 11:14

verstehe nicht was du meinst.

wenn du früher 100,- euro, in der 8.00-18.00 und bei 2 studen mittagspause gemacht hast, dann hast du 100,- in 8 stunden gemacht.

das mal deine % und schon kannst du stundenlohn ausrechnen.

oder willst du mit sagen, dass du nicht sagen kannst,
ob du früher zb. 150 oder 250 stunden gearbeitet hast?
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Löwenzahn » 31.10.2015, 11:48

Wenn du es nicht verstehst, dann interpretiere weiterhin irgendwas rein.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Poorboy » 08.11.2015, 21:01

Heuchelei pur:

http://mobil.fr-online.de/cms/frankfurt ... FitMl.html

Diese Kohle werden sich größtenteils die Vielwagen-Vermieter einstecken! :twisted:

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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Löwenzahn » 08.11.2015, 22:37

Was soll daran Heuchelei sein?

Ich finde das echt witzig, dass überall der Mindestlohn gezahlt werden soll, aber dennoch unterschiedliche Tarife in der Bundesrepublik gibt. In Berlin liegt der Grundtarif bei 3,90 Euro.

Wenn man überall den Mindestumsatz garantieren will, müsste man einen Grundpreis von 25 Euro ansetzen, jedoch 10 km inklusive bevor eine Weiterschaltung stattfindet einprogrammieren.

Erst dann sollte jeder Taxifahrer in der Lage sein, 22 Euro Stundenumsatz zu garantieren.

Alternativ könnte man auch gleich die Taxibranche abschaffen und alles auf Mietwagen setzen. Dann besteht das Leben eines Chauffeur zwar nur noch aus Rufbereitschaft und 80 effektiven Arbeitsstunden pro Monat, aber hey! der Mindestlohn funktioniert.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Sascha1979 » 09.11.2015, 07:17

Poorboy hat geschrieben:Heuchelei pur:

http://mobil.fr-online.de/cms/frankfurt ... FitMl.html

Diese Kohle werden sich größtenteils die Vielwagen-Vermieter einstecken! :twisted:

Poorboy


70 Cent mehr / Fahrt um statt 5,5 jetzt 8,5 EUR ML zu bezahlen und die selbstständigen vor der altersarmut zu schützen?

Wie viele Fahrten hat solch ein Fahrer im Schnitt / Monat?

200-300?

Also 300 x 0,7 = 210 EUR reichen aus um 160 Arbeitsstunden 8,5 statt 5,5 EUR zu bezahlen?

Also 210 EUR > 480 EUR? (160x3)

Oder welche Zahl ist in meiner Rechnung falsch?
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon Löwenzahn » 09.11.2015, 08:37

200 bis 300 Touren, schön wär's.

170.
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Re: Mindestumsatz 22 Euro pro Stunde???

Beitragvon schleicher » 09.11.2015, 15:19

Sascha1979 hat geschrieben:
70 Cent mehr / Fahrt um statt 5,5 jetzt 8,5 EUR ML zu bezahlen und die selbstständigen vor der altersarmut zu schützen?

Wie viele Fahrten hat solch ein Fahrer im Schnitt / Monat?



Mehrkosten seit ML pro Stunde: 8,5-5,5=3Euro .
Mit Lohnnebenkosten: ca.4Euro
=> Fahrtenzahl pro Stunde= 4Euro:0,7Euro=5,7(!)
=> Fahrtenzahl pro Monat=ca.9800!
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