Fahrradfahrer

Der virtuelle Taxitreff.

Fahrradfahrer

Beitragvon CPL5938 » 29.09.2015, 20:26

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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Poorboy » 29.09.2015, 21:59

Der hier hatte den Kick schon:

http://mobil.mopo.de/polizei/bahrenfeld ... 40018.html

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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Sascha1979 » 29.09.2015, 22:13

Poorboy hat geschrieben:Der hier hatte den Kick schon:

http://mobil.mopo.de/polizei/bahrenfeld ... 40018.html

Poorboy

Witzig, einen Linienbus als Mercedss zu bezeichnen. Aber stimmt ja.

Von so einem Moment würde ich ein Leben lang zerren.
Das würde mein Gerechtigkeitsempfinden ein Leben lang ausgleichen.

Aber irgendwann schaffe ich es...
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Löwenzahn » 29.09.2015, 22:20

... von mir geändert.
Zuletzt geändert von Löwenzahn am 30.09.2015, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon alsterblick » 29.09.2015, 23:49

Ehrlich gesagt fällt es mir bei so manchen bikern auch nicht immer leicht, gelassen zu bleiben und nicht auszusteigen. :roll: Denn auszusteigen genügt mir manchesmal bereits für Fahrgäste und wenn es zum Rausschmeissen ist. :roll: :mrgreen:
Aber vielleicht sind es auch gerade die, die mt-gesperrt aufs Fahrrad umgestiegen sind. :shock:
Oh nee , dann bleibe ich doch ruhig sitzen. :| :mrgreen:
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon N8tfahrer » 30.09.2015, 01:27

2 Tonnen SUV

passt in´s bild....ich bin ein voreingenommener, schubladendenkender DrexKutscher, gell Säschele
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon CPL5938 » 30.09.2015, 04:39

Der Witz ist doch, dass laut Artikel zur Vermeidung von verkehrstoten Fahrradfahrern Polster an den Autos und an den Gehirnen der Öffentlichkeit angebracht werden sollen, anstatt der Realität ins Auge zu blicken. Und diese Realität ist, dass um Fahrrad zu fahren eine ebenso strikte Disziplin, Vernunft und Selbst-Beherrschung nötig ist, wie Auto zu fahren. 90% der Fahrradfahrer (zumindest in den Großstätten) haben diese charakterliche Reife nicht, bzw. sind nicht bereit diese auf dem Fahrrad zur Anwendung zu bringen. Stattdessen findet eine Regression ins Kindliche statt:

- Sie halten sich zu 90% an keine Verkehrsregel.
- Reagieren empört, wenn sie eine Regel nicht kennen, nicht verstehen oder mißachten.
- Fahren aggressiv, rücksichtslos und nehmen Unfälle billigend in kauf.
- Schlagen oder treten nach Autos, wenn sie ihnen im Weg sind.
- Beschimpfen andere Verkehrsteilnehmer oder machen obzöne Gesten, die einen Autofahrer 400 € kosten würden.

Da Fahrradfahren gerade voll im Zeitgeist ist - es ist gesund, nachhaltig, scheinbar antikapitalistisch und macht schlank und schön - ist die Politik heiß auf die Stimmen der Fahrradfahrer. Da diese Wähler für die Politik eine äusserst wertvolle Ressource sind, welche in ihrem Narzismus äusserst empfindlich und labil ist, werden Entscheidungen getroffen, die eine Lösung des Problems nur simulieren.

Diese Vorgehensweise ist praktisch, dient dem Fortschritt und ist zutiefst demokratisch. Und falsch.
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Mehr Radfahrertote...eine undifferenzierte Phase

Beitragvon alsterblick » 30.09.2015, 10:18

Der einleitende SPO Aufmacher

„Unfall-Studie: Mehr Radfahrer unter den Verkehrstoten“
........
…..Anteil ist in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Insgesamt kamen im Jahr 2014 knapp 400 Radfahrer auf Deutschlands Straßen ums Leben. „

ist schon deshalb eine Phase, weil keine entsprechende Zahl der Zunahme von Radfahrern genannt wird. Ich vermute nämlich, dass der Anteil von Radfahrern um ein vielfaches mehr (als nur 50% in 10J) zugenommen hat. Somit hätte sich der Anteil verkehrstoter Radfahrer vielmehr verringert.

`Denke, die allermeisten Radfahrer gehen sogar sehr sorgsam mit ihrem Leben im Straßenverkehr um. Einige Radfahrer sind gedankenverloren sicherlich auch mal ungenügend aufmerksam, andere auch schon mal rüpelhaft und auch nicht nur gegenüber Autofahrern, sondern auch gegenüber Fußgängern. Diese wenigen spiegeln jedoch auch nur ein Abbild unseres alltäglichen Miteinanders wieder.

Ich möchte bei der Gelegenheit auch mal zu bedenken geben, dass Radfahrer gegenüber den Autofahrern einen entscheidenden Vorteil haben. Sie können ihre unmittelbare Umgebung nämlich entschieden besser sehen / hören / nahezu 100%ig wahrnehmen und „erlaubt“ es ihnen, sich z.B. über Ampellichter auch mal „pedalkraftenergieeinsparend“ hinwegsetzen zu können idealerweise ohne andere dabei zu gefährden. Das erlaube ich mir übrigens auch insbesondere nachts und nötige andere dabei niemals ... oder dergleichen und wurde auch noch niemals von irgendjemanden dafür zur Rechenschaft gezogen (auch nicht Polizei). Vor rd. 5 Jahren habe ich mir übrigens Nabendynamo eingebaut, so dass ich verlässlich immer mit (schalterlosem) Licht fahre nun.


PS
Und ja, die im Artikel vorgestellte Sensor- und Airbagtechnik zur Abhilfe von Radfahrertoten ist in der Tat eine lächerliche industiegeleitete Technikvernatiker-Übersteuerung und gerne in Kauf nimmt, die Autofahrer noch idiotisch-hilfloser zu machen.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Löwenzahn » 30.09.2015, 10:30

Ja Fahrradfahrer würden applaudieren, wenn die Technik so ausgereift ist, dass das Auto ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h binnen 2 Meter zum Stillstand kommt, der Autofahrer samt Sitz durch die Frontscheibe geschleudert wird und sich dabei das Genick bricht, nur weil der Radfahrer selbst bei Rot über die Ampel gefahren ist.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon RaimundHH » 30.09.2015, 13:16

Moin,

https://dejure.org/gesetze/StVO/1.html §1Stvo beeinhaltet leider nicht, daß die gegenseitige
Vorsicht und Rücksichtnahme paritätisch aufgeteilt werden muß, also werde ich auch weiterhin
"Fahrradleben" retten und mich dafür auch noch beschimpfen lassen :lol:

Sich darüber aufzuregen lohnt nicht.

Grüße
Zuletzt geändert von RaimundHH am 30.09.2015, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon LRKN » 30.09.2015, 14:25

Sorry aber ihr habt alle einen an der Waffel.

Ich bin selber privat hauptsächlich Fahrradfahrer. In meinen 15 Jahren, die ich Taxi fahre habe ich noch keine Verkehrssituatuion erlebt, die mich in irgendeiner Form um mein Leib und Leben hat fürchten lassen. Kein Fahrradfahrer oder anderer Autofahrer bedrohte mein Leben.

Als Fahrradfahrer habe ich 3-5 Situationen im JAHR wo ich um haaresbreite an schweren Verletzungen oder gar Verlust meines Lebens herum komme. Beispiele:

Im Frühjahr für ich über eine Kreuzung bei GRÜN. Ein links abbiegendes Auto achtete nur auf den Gegenverkehr von Autos aber nicht ob dahinter noch Fußgänger und Fahrradfahrer die Kreuzung überqueren. Also fuhr er einfach los und stieß mich von Fahrrad. Zum Glück hat er noch eine Vollbremsung gemacht, so dass der Stoß nicht gravierend war. Hätte er nicht rechtzeitig gebremst wäre ich sicherlich nicht nur mit ein paar Schrammen und blauen Flecken weggekommen.

Oder vor ca. 4 Wochen. Ich fahre am Holstenkamp richtung Schnacke. An der Kreuzung Rondenbarg gibt es einen "Grünen Pfeil". Ich warte an der Kreuzung weil ich Rot habe. Während der Rotphase fahren 3 Autos ohne an der Haltelinie anzuhalten mit mind. 30 km/h rechts in den Rondenbarg (alles 1 Monat Fahrverbot). Als ich Grün bekomme will ich losfahren und da kommt noch ein Benz um die Ecke geschossen ohne anzuhalten. Nur mit einer Notbremsung konnte ich es schaffen, dass er nur mein Vorderrad weggeschlagen hat. Wäre ich eine halbe Sekunde vorher losgefahren wäre ich auf seiner Motorhaube gelandet und anschließend auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden. Dort kam grad ein Kipplaster angefahren. Also hätte ich gute Chancen von einem LKW überrollt zu werden.

Überlegt euch mal wie oft ihr als Autofahrer von Fahrverhalten eines Fahrradfahrers so bedroht worden seid, dass ihr um Leib und Leben habt fürchten müssen. Noch nie. Und wie oft habt ihr Fahrradfahrer in deren Gesundheit bedroht? Schon oft. JEDER! GARANTIERT!

Ihr seid Teilnehmer am Straßenverkehr und bewegt ein 1,5 Tonnen Fahrzeug. Ihr müsst alle entsprechend Rücksichtsvoll gegenüber alle anderen Verkehrteilnehmer sein. Hier zu Fabulieren, dass die ganzen Fahrradfahrer absichtlich, permanent und ausnahmslos alle Regeln misachten und absichtlich ihr eigenes Leben unbefangen auf Spiel setzen entspricht nicht der Wahrheit. Nur weil einige Fahrradfahrer über Rot fahren heißt es nicht, dass alle Fahrradfahrer über Rot fahren. Und selbst wenn ein Fahrradfahrer über Rot fährt gefährdet er nur sich selbst damit. Wenn ein Autofahrer über Rot fährt gefährdet er grundsätzlich ANDERE Menschen.

Und wer sich beschwert, dass sich andere Verkehrsteilnehmer nicht an die Verkehrsregeln hält, sollte mal beim nächsten Tempo 50 Schild an einer Ausfallstraße mal auf sein Tacho schauen. Ihr haltet euch ALLE nicht an die Verkehrsregel. Also schmeißt mal nicht mit den Steinen.

Wenn ich mir die Aussagen hier anschaue zweifel ich an eurer Fähigkeit ein Auto fahren zu dürfen. Das Sascha nur Provozieren will... geschenkt. Aber der Rest? Habt ihr sie noch alle?
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon alsterblick » 30.09.2015, 14:50

RaimundHH hat geschrieben: §1Stvo beeinhaltet leider nicht, daß die gegenseitige
Vorsicht und Rücksichtnahme paritätisch aufgeteilt werden muß, also werde ich auch weiterhin
"Fahrradleben" retten und mich dafür auch noch beschimpfen lassen :lol:

Denke auch, in diesem Job umfährt man Widerstände besser. 8)
Fällt mir auch nicht immer leicht, aber man gewöhnt sich auch irgendwie dran. In HH gibt es diese selbsternannten Fahrradhelden ja auch eher nur aufm Kiez/Schanze und von Taxifahrern erwarten die natürlich die meiste Toleranz. :|
Iss ok für mich, wenn das alles ne Fahrrad-Fußgängerzone wäre, gäbe es weniger Einsteigertouren. :shock:
Umso herrlicher ist es, wenn man mal 3-5 Std am Stück draussen in Sasel, Berne, Rahlstedt, Bergedorf mit Anschlußtouren unterwegs ist. :lol: :lol:
Also so schnell steige ich wegen sowas nicht aus, eigentlich noch nie, sondern lasse ggf. aussteigen. :shock: :mrgreen:
Tja, meine Fahrgäste sind zugleich auch meine Bordmedizin. 8)
Wenn die Nerven wirklich mal blank liegen sollten, fliegen die einfach mal raus und schon bin ich wieder geheilt. :mrgreen:
Oder wer von euch geht mit seinen Jobproblemen zum Arzt. :?: :roll: :mrgreen:
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Sascha1979 » 30.09.2015, 14:56

http://www.abendblatt.de/hamburg/articl ... legen.html

Leider habe ich auf die schnelle keine Zahl gefunden wie viele der Fahrradfahrer auf einem nicht verkehrssicheren Rad unterwegs waren oder mindestens einen Verstoß begangen haben.

Ich würde einen Monats-Taxifahrer-Lohn drauf verwetten, dass es über 50% sind.

Wann sind man heutzutage einzig allein ein 100% verkehrssicheres Fahrrad?
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 30.09.2015, 15:03

RaimundHH hat geschrieben:Moin,

https://dejure.org/gesetze/StVO/1.html §1Stvo beeinhaltet leider nicht, daß die gegenseitige
Vorsicht und Rücksichtnahme paritätisch aufgeteilt werden muß, also werde ich auch weiterhin
"Fahrradleben" retten und mich dafür auch noch beschimpfen lassen :lol:

Sich darüber aufzuregen lohnt nicht.

Grüße

Sehe ich genau so, etwas mehr Gelassenheit würde unser Leben ungemein entspannen 8)
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon CPL5938 » 30.09.2015, 15:19

LRKN hat geschrieben:Sorry aber ihr habt alle einen an der Waffel.

Ich bin selber privat hauptsächlich Fahrradfahrer.

Das erklärt Deine erste Aussage.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Txai » 30.09.2015, 15:49

LRKN hat geschrieben:Habt ihr sie noch alle?


Die Frage ist leider berechtigt. Beim dem, was man hier liest,
stehen einem die Haare zu Berge.

Dass das schriftliche Herumfantasieren eines Mitschreibers hier
in Richtung mutwilligen Tötens eines Radfahrers keine nennens-
werten Proteste hervorruft und seit fast einem Tag nicht von
der Moderation angemessen behandelt worden ist, ist unglaublich.

Ich zumindest werden jenen "Beitrag" jetzt melden.

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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon CPL5938 » 30.09.2015, 16:02

LRKN hat geschrieben: Und selbst wenn ein Fahrradfahrer über Rot fährt gefährdet er nur sich selbst damit. Wenn ein Autofahrer über Rot fährt gefährdet er grundsätzlich ANDERE Menschen.

Ein Fahhradfahrer der bei Rot über die Ampel fährt gefahrdet sehr wohl andere Verkehrsteilnehmer. Er kann gar nicht wissen, was bewirkt, denn die Situationen im Verkehr sind häufig komplex, instabil und absolut realtime.

Zwei Beispiele aus meiner Realität:

Fahrradfahrerin radelt nachts um 1:30 total dufte mit dem Hollandrad bei rot über die Ampel Spaldingstraße/ Heidenkampsweg. Der Autoverkehr hat gerade grün bekommen und aus Richtung Billastätt kommen die Kiezkönige angedonnert. Ein Fahrzeug macht ein Ausweichmanöver und bedrängt dadurch ein anderes, der bremst und weicht aus und knallt gegen ein parkendes Auto. Einem dritten Auto ist durch die beiden Vordermänner die Sicht versperrt, vermutlich war er irrtiert und durch den Stunt abgelenkt und er ist es, obwohl er ganz normal 50 fuhr, der die Radfahrerin erwischt.

Schuld ist natürlich diese arme Sau. Der Kiezkönig aus Billastätt gab Vollgas und war weg. Der andere hat Blechschden verursacht und der dritte, der vielleicht ein braver Bürger ist, hat eine Radfahrerin angefahren.

Ich weiß, jetzt kommen die ganzen deutschen Michel und erklären die Schuldfrage auf Seiten der Autofahrer, aber eine solche Gerechtigkeitssimulation ist genau das was ich meine.

Beispiel 2:

Fahrradfahrer fährt bei rot über die Ampel Hein-Hoyer-Straße/ Simon v. Utrecht-Straße, ist schon halb auf der Kreuzung und eiert rum um zu gucken, ob Autos kommen. Aber weil er auch zum Rumeiern zu blöd ist, verliert das Gleichgewicht, muss absteigen, weider aufsteigen und will nun mit kräftigem Pedalltritt über die Kreuzung fahren, die immer noch rot für ihn ist. Ein Auto weicht aus, das dahinter sieht den Radfahrer und bremst und das dahinter knallt dem 2ten voll hinten drauf. Stichwort "Schleudertrauma" ist noch das mindeste.

Der Fahrradfahrer zeigt den Finger und fährt weiter Richtung Reeperbahn.

Beispiel 3:

Ich stehe Ecke Nebenbahnstraße/ Eidelstedter Platz und will mich in den Feierabendverkehr einfädeln. Kommt ein Fahrradfahrer aus Rtg Holsteiner Ch. der Anstoß daran nimmt, dass er nicht einfach weiterradeln kann. Er pöbelt, kurvt um mich herum und schafft es einer Fussgängerin mit dem Ellenbogen in die Rippen zu Stoßen. Wenn ich Jemandem den Ellenbogen in die Rippen stoße, dann ist das Körperverletzung. Wenn ein Fahrradfahrer einer Frau mit Schwung den Ellenbogen in die Rippen stößt, dann ist das was? Nachhaltig? Meine Schuld?

Beispiel 4:

Nachts um 3:30 hole ich eine junge Mutter mit 2 Kindern und Gepäck ab. Kommt ein schwarz gekleideter Fahrradfahrer angebrettert. Kein Licht, keine Klingel. Er ruft und pöbelt, dass man ihm auf dem Fußweg gefälligst auszuweichen hätte. Die Mutter springt zur Seite und ich ziehe noch eines der Kinder aus der Schusslinie.

Soll ich weitermachen? Geschichten vom Grindel vielleicht, wo die Fahrradfahrer eine besonders selbstgerechte Ausprägung haben können oder muss ich erst aus Eppendorf berichten?

Das Schlimme ist, dass diese Fahrradfahrer alles bürgerliche Leute sind. Keine geborenen Rowdies, sondern entweder saturierte Besserwisser oder junge, aufstrebende, familienbildende Angestellte. Die Mitte der Gesellschaft also. Die, die bestimmen.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Löwenzahn » 30.09.2015, 19:24

@LRKN:

Ich frage mich, warum Radfahrer in Berlin generell Paragraf 1 StVO missachten.

Wenn Autofahrer einen Radfahrer sehen, bremsen Sie instinktiv. Es gibt Situationen, wo man als Autofahrer besser beschleunigen sollte, um vor dem Radfahrer aus der Gefahrenzone zu kommen. Das erkennen aber manche Autofahrer nicht, bremsen ab, stehen dem Radfahrer mitten im Weg uns der schafft es nicht auszuweichen. Aber bestes Beispiel, dass Autofahrer umsichtig gucken und zumindest sich Gedanken machen, wie man agiert.

Im Gegenteil die Radfahrer.Ich stehe an einer roten Ampel, rechts neben mir ein Radweg, wieder rechts daneben Fußweg, ich will rechts abbiegen. Ampel wird grün, ich lasse die Radfahrer durch, ich lasse die Fußgänger durch. Es scheint alles frei, ich lasse den Wagen anrollen, kommt eine Fußgängerin angerannt, ich bremse um sie durchzulassen. In dem Moment tritt ein Radfahrer gegen mein Kofferraum und beschimpft mich. Der fuhr auf der Straße, nicht auf dem Radweg.

Mein erster Gedanke: Warum schafft es der Typ nicht Einen Meter Seitenabstand zu halten?

Für die meisten Radfahrer geht es doch nur nach dem Prinzip:
"Ich habe Vorfahrt, also nehme ich sie mir. Und wenn ich keine Vorfahrt habe, dann gucke ich ob frei ist oder ob der Autofahrer zumindest abbremsen kann. Gebremst wird nur im Notfall"

Und dann wundert man sich über Schrecksekunden, in der auch Radfahrer nicht abbremsen, obwohl sie es sich vorgenommen haben. Ich beobachte es nicht selten, dass sich Gefahrensituationen anbahnen und sei es nur, weil ein Auto rückwärts einpacken will, wo Radfahrer sehr viel Zeit haben auf diese Situation zu reagieren. Sie tun es aber nicht! Sie bremsen nicht ab, sie lassen das Fahrrad nicht ausrollen... im Gegenteil: es wird ganz gemütlich weiter in die Pedale getreten. So nach dem Motto: "Ich hoffe der ist weg oder hat Platz gemacht, wenn ich da ankomme."

Das kann es doch nicht sein. Sorry LRKN, wenn ich für dich Einen an der Waffel habe, ist ja nicht so, dass ich kein Fahrrad fahren würde, aber dann bin ich einer von wenigen, die sich umsichtig verhalten als wäre ich mit dem Taxi unterwegs. Ich weiß sehr wohl, dass man sich auch als Radfahrer konform verhalten kann, auch wenn es in den Beinen schmerzt dieses ständige Start- Stop.

So und da ich sowohl Autofahrer als auch Radfahrer bin und sehr wohl weiß, wovon hier gesprochen wird, vertrete ich die Meinung, dass die Mehrheit aller Fahrradfahrer rücksichtslose Verkehrsrowdys sind.

Ich vertrete weiterhin die Meinung, dass wir strengere Gesetze für Radfahrer brauchen.

Eins könnte/sollte/muss so aussehen:
"Alle Radfahrer, die bei Rot über die Ampel fahren, sollte das Fahrrad entzogen werden."

Ein Rennrad kostet über 1000 Euro. Ein gutes Trekkingrad 400 Euro. Das schmerzt in der Geldbörse, wenn man sich dann ein neues Fahrrad kaufen darf. Momentan werden Radfahrer nur mit Geldbußen unter 100 Euro und Punkte bestraft. Damit ist zwar irgendwann der Führerschein weg, verbietet denen aber nicht weiter Fahrrad zu fahren.

Bei Autofahrer, Motorradfahrer usw. sieht das ganz anders aus, die müssen ihr Fahrzeug stehen lassen. Sowas muss es auch für Radfahrer geben. Vielleicht ändert sich dann was an der Unfallbilanz.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon Guter_Kollege » 30.09.2015, 20:49

Txai hat geschrieben:
LRKN hat geschrieben:Habt ihr sie noch alle?


Die Frage ist leider berechtigt. Beim dem, was man hier liest,
stehen einem die Haare zu Berge.

Dass das schriftliche Herumfantasieren eines Mitschreibers hier
in Richtung mutwilligen Tötens eines Radfahrers keine nennens-
werten Proteste hervorruft und seit fast einem Tag nicht von
der Moderation angemessen behandelt worden ist, ist unglaublich.

Ich zumindest werden jenen "Beitrag" jetzt melden.
Der Herr hat von der Administration offizilell Narrenfreiheit bekommen, mit dem Rat an uns ihn zu ignorieren. Auch kein Problem: Irgendeinen *** hat fast jedes Forum.
Übrigens: Aus der Sicht meines derzeit etwas erhöhten Führerhaus und mit deutlich mehr Gewicht als 2,8 Tonnen unterwegs
könnte ich das was die Kollegen CPl und Löwenzahn über Erlebnisse aus Sicht eines Fahrradfahres vs PKW schreiben,
locker auf LKW vs PKW übertragen. Nur das ihrs mal gehört habt .... :-)
Zuletzt geändert von Guter_Kollege am 30.09.2015, 20:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fahrradfahrer

Beitragvon CPL5938 » 30.09.2015, 21:40

Guter_Kollege hat geschrieben:was die Kollegen CPl und Löwenzahn über Erlebnisse aus Sicht eines Fahrradfahres vs PKW schreiben,
locker auf LKW vs PKW übertragen. Nur das ihrs mal gehört habt .... :-)

Da ist wohl leider was dran.
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