Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Der virtuelle Taxitreff.

Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Wattwurm » 30.08.2015, 11:16

Wir können mal davon ausgehen, das es Taxi-und Mietwagenfahrer in 10 spätestens aber in 15 Jahren nicht mehr geben wird. Das selbstfahrende Taxi bzw. Mietauto wird kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Taxi-und Mietwagenlobby in Gestalt des BZP nimmt das drohende Ungemach genauso wenig zur Kenntnis wie annodazumal den Mindestlohn. Fiskaltaxameter und Mindestlohn sind Peanuts gegen das selbstfahrende Taxi. Wir stehen am Vorabend einer Revolution. STVO, STVZO, BoKraft und PbfG werden den technischen Möglichkeiten angepaßt werden. Das selbstfahrende Taxi bzw. Mietauto wird Realität werden. Ich empfehle dem Präsidum des BZP mal einen Kurzinformationstrip ins Silicon Valley. In Palo Alto gehören Googles selbstfahrende fahrerlose Testautos zum täglichen Straßenbild!

Kalanick: Der Grund, warum Uber etwas teuer sein könnte, ist, weil man für den anderen Typen im Auto bezahlt. Wenn aber kein anderer Typ mehr da ist, könnte Uber wesentlich billiger sein, sogar auf Road Trips.

http://t3n.de/news/sharing-economy-6345 ... al-buttons
http://ecomento.tv/2015/07/21/selbstfah ... insparung/
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... -sind.html
http://futurezone.at/science/uber-gegen ... 11.760.017
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 91513.html
https://youtu.be/9CoyKEttxNk
https://youtu.be/qXIkSoGC-Zw
https://youtu.be/5PZMoen4W1s
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon pauline » 30.08.2015, 12:31

Mag ja sein, dass das Angebot an individueller Personenbeförderung um ein selbstfahrendes "Taxi" ergänzt wird. Das von einem Fahrer gefahrene Taxi wird es aber weiter geben.
Das selbstfahrende Taxi wird sicher nur von einer Minderheit genutzt. Es sei denn es wird mit einem Roboter besetzt, der Koffer trägt, ein- und ausädt, mit den Fahrgästen kommuniziert, Fragen beantworten kann, liegengelassese Sachen bemerkt, ältere Personen zur Haustür begleitet usw. usw. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Zwar gibt es den Fahrgast, der wortlos hinten einsteigt und die ganze Fahrt an seinem Tamagotchi herumspielt, ich meine aber bemerkt zu haben, dass dieser Typus weniger wird. Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht ?

Richtig gefährlich wird es erst, wenn das Beamen endlich erfunden wird. "Beam me up to airport, Scotty" :lol:
Bis dahin also "Aber bitte mit Fahrer !"
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Guter_Kollege » 30.08.2015, 13:13

Korrekt!
Erst wenn das Beamen oder Teleportation serienreif sind, wirds eng für Taxi mit Fahrer.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon alsterblick » 30.08.2015, 14:08

Wie langweilig, schon wieder das Thema.
Je öfter von selbstfahrenden Autos (ggf. Taxis) geschrieben wird, desto mehr soll der Fall zeitnah nun doch eintreten, oder was :?:
Entweder sind diverse Schreiberlinge inkl. Presse öffentlichkeitswirksam interessensgeleitet "gekauft", oder lediglich Langweiler ohne analytisches Denkvermögen.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon jr » 30.08.2015, 16:24

pauline hat geschrieben:Das selbstfahrende Taxi wird sicher nur von einer Minderheit genutzt. Es sei denn es wird mit einem Roboter besetzt, der Koffer trägt, ein- und ausädt, mit den Fahrgästen kommuniziert, Fragen beantworten kann, liegengelassese Sachen bemerkt, ältere Personen zur Haustür begleitet usw. usw. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

Stimmt, komplexe Tätigkeiten sind nicht leicht ersetzbar. Wenn Fahrgäste allerdings in erster Linie als Last gesehen werden, dürften die Autonomen ein leichtes Spiel haben.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon SindSieFrei? » 30.08.2015, 18:06

Das ist mir zu plakativ, was Watti und Pauline schreiben. Es bedarf einer fundierteren Betrachtung.

1. Das Taxi an sich ist mittelfristig in EINIGEN Bereichen ersetzbar! Mich hat schon immer gewundert, warum z.B. nach einer (internationalen) Messe wie der SMM in der Minute 5 bis 10 Touren zum Flughafen gehen, wohlgemerkt mit meist nur EINER Person im Taxi. Das ist für mich eine unglaubliche Misswirtschaft eines -im heutigen digitalen Zeitalter- brachial veralteten Denkens. Intelligente Steuerungssysteme könnten Nachfragen bündeln, gerade bei solchen Standarttouren. Man denke hier an Sammelverkehre, natürlich mit dem Taxi, zu einem erhöhten Preis, der letztendlich aber den einzelnen FG finanziell entlastet. Technisch und praktisch sicherlich unkompliziert umzusetzen, allerdings würde ein Aufschrei durch die verkrustete Branche gehen, würde man das tatsächlich in Erwägung ziehen. Ich warte förmlich auf das angebliche Totschlag-Argument: Jeder der Taxi fährt, will das für sich alleine!

2. Das Taxi an sich befördert oftmals vollkommen unwirtschaftlich. Jedem Logistiker würden sich die Fussnägel kräuseln, wenn diese sich die abgefahrenen Touren ansehen würden. Da wird z.B. von Zentrale 1 ein Wagen in Finkenwerder benötigt, der eine Anfahrt von 5 bis 10 km auf sich nimmt, um zu bedienen, während ein Wagen von Zentrale 2 bereits dort frei rumsteht. Im Grunde vollkommener Schwachsinn. Für die Zentrale 1 zwar gut, weil Tour, aber realistisch betrachtet (ökologisch, ökonomisch) eine Katastrophe.

3. Das Produkt Taxi ist schlecht aufgestellt und wird schlecht vermarktet durch verkrustete Verbandsstrukturen: Gerade auf Bundesebene haben unsere Vertreter ungefähr die Außendarstellung wie ein Buchhändler nach Erfindung des Buchdruckes. Da wirkt vieles unprofessionell, hölzern und antiquiert, nicht jung, frisch und sexy. Reagieren statt Agieren ist da angesagt, so kommt es zumindest rüber. Einzelne Zentralen wie hier in HH der Hansa mögen vom Marketing her gut aufgestellt sein, doch das sind bundesweite Einzelfälle.

4. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt in DD muss ich ein Loblied auf das dortige Taxigewerbe singen! All das was unser lieber "***" an uns bemängelt (Kurztourengemecker, Unfreundlichkeit, Umwegfahren) ist dort NICHT vorhanden. Durchweg habe ich dort (ca. 20) von der Dienstleistung her perfekte Touren fahren können, mehr als so mancher "Taxitest" für Bewertungen heranzieht!

Dies nur am Rande, ABER in jeder Straßenbahn und in jedem Bus hängen deutlich sichtbare Aufkleber, das nachts der Busfahrer gerne ein Taxi bestellt!!! Hier findet man diesen Hinweis als Fussnote im Fahrplanaushang! Ergo: Wir müssen uns besser vernetzen mit dem echten ÖPNV und allen neuen (legalen) Mobilitätskonzepten! Daraus folgt Punkt 5.

5. Anrufsammeltaxen, Sammeltaxen, Kooperation mit Car-Sharern (siehe Daimler MT), "Thementaxen", erweiterte Bereitstellungsfreigaben, etc., FUNDIERTE AUSBILDUNG und ein Fachkundenachweis, wir haben alles 100fach diskutiert, nur es ändert sich: NICHTS! Dabei spreche ich über das gesamte Gewerbe!

FAZIT: Das alleinfahrende Auto wird kommen, noch habe ich wenig Angst davor, da ich immer noch daran glaube, das das Gesamtgewerbe sich in der Lage ist zu reformieren und zu modernisieren, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Touren Messe-Flughafen werden uns vielleicht dann irgendwann intelligentere Systeme wegnehmen, aber, und da stimme ich Pauline zu: Je mehr wir uns qualifizieren und spezialisieren und vernetzen, wird ein automatisiertes Taxi niemals das herkömmliche Taxi vollkommen ersetzen können. Dazu bedarf es jedoch: Weitblick, Reformen einiger der bisherigen Strukturen, Kommunikation und vor allem herausragende Qualität!

LG
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon LRKN » 30.08.2015, 18:13

Ganz ehrlich:

Wenn ihr glaubt, dass euch das Koffer-in-den-Kofferraum-heben vor den autonomen Autos retten wird. Dann gute Nacht...

Erstens: dies betrifft nur ein bruchteil aller Touren und
Zweitens: Wenn ich nur wegen dem Koffer-in-den-Kofferraum-heben das doppelte an Fahrpreis habe überlege ich mir 3-fach ob ich den Koffer nicht lieber selber in den Kofferraum heben sollte.

Durch die Einsparung von Lohnkosten kann ein autonomes Auto locker mal 50% billiger sein als ein Taxi. Da muss der Koffer aber schon sehr schwer sein, dass ich ihn nicht selber reinheben möchte. Überlegt mal: Blankenesec -> Flieger: ca. 40 Euro. Mit autonomen Auto nur 20 Euro. Für 20 Euro einsparung hebe ich den Koffer lieber selber rein.

Und das kann man auf alle "vorteile" der Taxis anwenden. Ist es mir 20 Euro wert, dass ich mit einem Taxifahrer schnacken kann? Ist es mir 20 Euro wert, dass ich den Taxifahrer nach einer Information fragen kann? Und die paar Omas, die dann nach einer 4,50 Euro Tour zur Haustür gebracht werden wollen sind dann der endgültige Sargnagel in das klassische Taxigewerbe.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon LRKN » 30.08.2015, 18:14

*doppel*
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Guter_Kollege » 30.08.2015, 19:45

Autonomes fahren ist langweilig
Kein selbstfahrendes Taxi wird in der Lage sein jemals selbstständig einen Überholvorgang einzuleiten oder vorausschauend die Spur zu wechseln, weil vor es jemand
a) bummelt
b) sichtbar in 250 Meter eine Baustelle (oder sonstwer oder was) die Spur sperrt/blockiert

Kein selbstfahrendes Taxi wird jemals selbstständig autonom etwas "zügiger" fahren, weil die StVO es nicht zuläßt.
a) der eilige Fahrgast stirb aus (was manch einer begrüßen mag) oder nimmt sich ein Taxi mit human factor

Kein selbstfahrendes Taxi bzw. dessen Navi kann so spontan auf Wunsch Alternativrouten auswählen und ansteuern wie der Taxifahrer
a) der Geschäftsreisende, knutschende Liebespaare, streitende Beziehungskisten etc. sind mit anderem beschäftigt und wollen nicht gestört werden
b) die Genannten wissen es oft selbst nicht, wie sollen sie da die beste Entscheidung treffen
c) sie kennen eine die das Navi nicht kennt oder gut findet

Kein selbstfahrendes Taxi wird noch lange nicht auch mal selbstständig einen Reifen wechseln können

Fortsetzung folgt ....
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon alsterblick » 30.08.2015, 19:50

LRKN hat geschrieben: Flieger: ca. 40 Euro. Mit autonomen Auto nur 20 Euro. Für 20 Euro einsparung hebe ich den Koffer lieber selber rein.

Schon klar, über den Preis bekommst du sicherlich ganze viele Fahrgäste.
Nur muss erstmal grundsätzlich eine serienreife Straßen-Zulassung her. :shock:
Das wird jedoch "science fiction" bleiben. 8)
Nichtmal der Flugh. BER hat eine Zulassung bekommen, weil drauflos gebaut und an nix gedacht wurde. :idea: :mrgreen:
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon LRKN » 30.08.2015, 23:01

Guter_Kollege hat geschrieben:Autonomes fahren ist langweilig
Kein selbstfahrendes Taxi wird in der Lage sein jemals selbstständig einen Überholvorgang einzuleiten oder vorausschauend die Spur zu wechseln, weil vor es jemand
a) bummelt
b) sichtbar in 250 Meter eine Baustelle (oder sonstwer oder was) die Spur sperrt/blockiert

Doch das werden autonome Fahrzeuge können. Es ist nur eine Frage der Zeit. Viele Autos sind schon teilautonom unterwegs. Dies war auch vor 10 Jahren noch nicht möglich. Die Entwicklung ist aber nicht aufzuhalten. Es gibt dabei noch viel schwerer umzusetzende Verkehrssituationen als von dir beschrieben. Es wird z.B. für Computer sehr schwer sein Verkehrssituationen, die Fußgänger und Fahrradfahrer beinhalten richtig einzuschätzen. Aber Autos werden irgendwann untereinander kommunizieren können und solche von dir beschriebenen Situationen verarbeiten können.

Kein selbstfahrendes Taxi wird jemals selbstständig autonom etwas "zügiger" fahren, weil die StVO es nicht zuläßt.
a) der eilige Fahrgast stirb aus (was manch einer begrüßen mag) oder nimmt sich ein Taxi mit human factor

Der "normale" Fahrgast wird sich ein günstiges autonomes Taxi bestellen. Derjenige, der den "human factor" schätzt wird einen Limousinenservice rufen. Aber auch das wird nur eine ganz kleine Nische sein.

Kein selbstfahrendes Taxi bzw. dessen Navi kann so spontan auf Wunsch Alternativrouten auswählen und ansteuern wie der Taxifahrer
a) der Geschäftsreisende, knutschende Liebespaare, streitende Beziehungskisten etc. sind mit anderem beschäftigt und wollen nicht gestört werden
b) die Genannten wissen es oft selbst nicht, wie sollen sie da die beste Entscheidung treffen
c) sie kennen eine die das Navi nicht kennt oder gut findet

Doch sie werden ganz spontan mal eben eine Tankstelle anfahren können. Sogar noch viel besser als ein Taxifahrer weil sie alle Informationen zB über die nächste Tankstelle im Internet finden können. Und du wirst die Fahrtroute über dein Smartphone steuern können. Und gute Navis wissen über die Verkahrslage besser bescheid als jeder Taxifahrer inkl. Stauumfahrung. Ich würde da meinem TomTom mit HD Traffic jedem Taxifahrer vorziehen.

Kein selbstfahrendes Taxi wird noch lange nicht auch mal selbstständig einen Reifen wechseln können

Kann ich auch nicht weil mein Taxi kein Ersatzreifen hat. Muss dann halt der Taxi-ADAC kommen...

alsterblick hat geschrieben:
LRKN hat geschrieben: Flieger: ca. 40 Euro. Mit autonomen Auto nur 20 Euro. Für 20 Euro einsparung hebe ich den Koffer lieber selber rein.

Schon klar, über den Preis bekommst du sicherlich ganze viele Fahrgäste.
Nur muss erstmal grundsätzlich eine serienreife Straßen-Zulassung her. :shock:
Das wird jedoch "science fiction" bleiben. 8)


Um das klar zu stellen. Ich bin auch davon überzeugt, dass es autonome Fahrzeuge (und damit meine ich Fahrzeuge wo man sich theoretisch zum Schlafen hinlegen kann und er fährt einen von A nach B) noch sehr weit weg sind. Ich glaube erst in 20-30 Jahren wird es sowas geben. Bis dahin wird das Fahren aber generell autonomer werden. Wie schon oben geschrieben gibt es ja schon viele Fahrzeuge die teil-autonomes Fahren ermöglich. Aber der Mensch wird erstmal noch für lange Zeit als Back-Up hinter dem Lenkrad sein müssen.

Aber zu glaube, dass dies NIE kommt ist grundfalsch. TaxiFAHRER ist ein Job mit Verfallsdatum. In spätestens 40-50 Jahren wird es den Beruf nicht mehr geben. Nicht weil die Leute nicht selber fahren wollen. Es wird immer selbstfahrer Autos geben. Aber es wird schlicht keiner mehr bereit sein den Lohn für einen Taxifahrer zu zahlen wenn es alternativ ein autonomes Fahrzeug gibt, dass durch die einsparung der Lohnkosten DEUTLICH billiger ist.

Aber (und da liegt Wattwurm falsch) betrifft dies nicht die TaxiUNTERNEHMER. Denn die werden weiterhin eine taxiähnliche Dienstleistung anbieten können, weil die autonomen Fahrzeuge ja nicht exklusiv von Google kommen sondern auch von VW, Toyota, BMW usw. Also müssen sie irgendwann nur ihre selbstfahrer Droschken gegen autonome Droschken ersetzen. Wer das nicht macht wird vom Markt gespült.

Aber grundsätzlich: wer von uns wird denn in 40 Jahren noch Taxi fahren? Ich bin da schon längst mit einem Fuß im Paradies oder wo auch immer
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Wattwurm » 31.08.2015, 07:41

Ich glaube das schon in 5 Jahren die ersten fahrerlosen Autos in Serie gehen werden. Nach weiteren 5 Jahren beginnt der schleichende Abbau von Fahrpersonal. Und in 15 Jahren wird ein Fahrer nicht mehr benötigt. Google, Uber aber auch die Automobilhersteller pressen Milliardenbeträge in die Forschung. Das machen die nicht, wenn sie sich davon nichts versprechen würden. Die rasante Entwicklung wird uns erschlagen!!!

In 15 Jahren rollt im Normalfall ein fahrerloses Taxi vor die Haustür des Kunden. Über die Sprachsteuerung, die es ja jetzt bereits in jedem Smartphone gibt ( Okay Google, wo ist die nächste Pizzaria...) gibt der Taxikunde seinen Zielort ein und das fahrerlose Taxi bringt ihn dahin. Wer zu faul ist sein Gepäck selbst zu verladen, wer einen Rollator oder Rollstuhl dabei, der muß das über die Taxiapp auch eingeben. Dann bekommt er gegen Aufpreis versteht sich, auch einen Fahrer gestellt. Ansonsten rollt eine fahrerlose Dose vor seine Haustür. Das ist die Zukunft. Um diese Sonderwünsche bedienen zu können, benötigt man nur noch 5 % des heutigen Fahrpersonals. Der höhere Anschaffungspreis eines solchen High Tech Taxis amortiesiert sich über die Personalkosteneinsparung innerhalb von 1-2 Jahren.

https://youtu.be/VDwMhSobaOg
https://youtu.be/Ww8wX7kAtcI

Hier mal was zum ablachen... :D https://youtu.be/WsnKzK6dX8Q
Zuletzt geändert von Wattwurm am 31.08.2015, 07:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon am » 31.08.2015, 09:28

Ein heutiger Taxiunternehmer wird sich in diesem Fall keine Gedanken über die Anschaffung eines autonomen Taxis machen müssen. Diese werden im Rahmen von komplexen Mobilitätskonzepten von Konzernen oder großen Nahverkehrsberreibern bereitgestellt werden. Ein autonomeS taxi ist nämlich auch ein Konkurrent für Linienbusse.
Ein einzelner Taxiunternehmer spielt hierbei keine Rolle.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Guter_Kollege » 31.08.2015, 19:34

LRKN hat geschrieben:
Guter_Kollege hat geschrieben:Autonomes fahren ist langweilig
Kein selbstfahrendes Taxi wird in der Lage sein jemals selbstständig einen Überholvorgang einzuleiten oder vorausschauend die Spur zu wechseln, weil vor es jemand
a) bummelt
b) sichtbar in 250 Meter eine Baustelle (oder sonstwer oder was) die Spur sperrt/blockiert

Doch das werden autonome Fahrzeuge können. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Kein selbstfahrendes Taxi bzw. dessen Navi kann so spontan auf Wunsch Alternativrouten auswählen und ansteuern wie der Taxifahrer
a) der Geschäftsreisende, knutschende Liebespaare, streitende Beziehungskisten etc. sind mit anderem beschäftigt und wollen nicht gestört werden
b) die Genannten wissen es oft selbst nicht, wie sollen sie da die beste Entscheidung treffen
c) sie kennen eine die das Navi nicht kennt oder gut findet

......du wirst die Fahrtroute über dein Smartphone steuern können. Und gute Navis wissen über die Verkahrslage besser bescheid als jeder Taxifahrer inkl. Stauumfahrung. Ich würde da meinem TomTom mit HD Traffic jedem Taxifahrer vorziehen.

1. Ich kann mir manche Fälle vorstellen, bei denen ein autonomes Fahrzeug schneller und besser reagiert.
Aber ebenso viele wo es der Mensch besser kann. Mindestens für sich selber "besser". Denn das Fahrzeug fährt vernünftig und
vermeidet "überflüssige" Manöver. Es fährt niemals auch mal das was unsereins als 'flott und geschmeidig' bezeichnen würde.
so ein Auto wird ne echte Spassbremse.

2. ich sage Dir, es gibt Alternativrouten die ein Navi niemals vorschlagen würde und die oben genannten Personen
werden mit dem vorlieb nehmen müssen, was das selbstfahrende Auto (ist ja mehr ein Naviproblem eigentlich) ihnen vorschlägt.
Ich würde sagen 'Wette auf Navi' gegen mich ist zumindest gleichwertig. Kein Vorteil (habe TomTom Telematics, ProModel: 4FL50).

3. Solange auch noch Menschen im Strassenverkehr in Konkurrenz zu Roboterautos unterwegs sind, wird sich folgendes Problem
ergeben, ich nenne das mal das der sanft erzwungenen Vorfahrt. Es gibt genügend Fälle in welchen man seinen Vorteil wahrnehmen
muss, will man nicht der letzte in der Reihe sein, der sich irgendwo einfädelt oder durchschlängelt (oder man wird bis hinten durchgereicht), mal eine durchgezogene Line/eine Fläche leicht überfährt, einen niedrigen Bordstein. Ein autonomes Fahrzeug ist
plötzlich nicht mehr autonom, sondern Opfer von Vorschriften und unüberwindbaren Verkehrssituationen. Dann wartet es halt notgedrungen, obwohl es Auswege gäbe. Im krassesten Fall wird ein selbstständiges Fahrzeug, das grün an einer Kreuzung hat die aber von einem Polizisten geregelt wird, auf diesen zufahren und 1,50 Meter vor ihm anhalten, was es an dieser Stelle ganz gewiss nicht soll, oder um ihn herumfahren versuchen.
Was übrigens wenn die Ampel noch geht und rot zeigt der Polizist aber sagt "fahr zu"?

4. Damit kommen wir zur rechtlichen Situation die vielschichtig ist und noch lange nicht geklärt.
Zu dem Thema sag ich lieber erst mal nichts. Hochkompliziert stelle ich mir das vor. Da werden Gerichte viel neue Arbeit bekommen.

5. Selbstfahrende Autos produzieren auch Stau und zwar gehörig, soll man ihm einprogrammieren das es einen nötigen Sicherheitsabstand
einhält und zwar nach physikalischen (und teilweise rechtlichen) Gesetzen? Das ist zwar vernüftig in Hinsicht auf Kollisionsvermeidung,
kostet aber - besonders im dichteren Stadt- oder Autobahnverkehr - viel Verkehrsraum, wo die Strasse mehr Fahrzeuge aufnehmen könnte.
Zuletzt geändert von Guter_Kollege am 31.08.2015, 19:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon LRKN » 01.09.2015, 19:49

Guter_Kollege hat geschrieben:2. ich sage Dir, es gibt Alternativrouten die ein Navi niemals vorschlagen würde und die oben genannten Personen
werden mit dem vorlieb nehmen müssen, was das selbstfahrende Auto (ist ja mehr ein Naviproblem eigentlich) ihnen vorschlägt.
Ich würde sagen 'Wette auf Navi' gegen mich ist zumindest gleichwertig. Kein Vorteil (habe TomTom Telematics, ProModel: 4FL50).

Also ich verlasse mich mal eher auf die Daten, die von tausenden Nutzern zusammengetragen werden und über HD Traffic an die Navis übertragen werden als auf die Nase von einem Taxifahrer. Ist ein Navi perfekt? Nein, aber besser als eine Vermutung von einem Taxifahrer, dass es irgendwo frei sein könnte.

Im krassesten Fall wird ein selbstständiges Fahrzeug, das grün an einer Kreuzung hat die aber von einem Polizisten geregelt wird, auf diesen zufahren und 1,50 Meter vor ihm anhalten, was es an dieser Stelle ganz gewiss nicht soll, oder um ihn herumfahren versuchen.
Was übrigens wenn die Ampel noch geht und rot zeigt der Polizist aber sagt "fahr zu"?

Der Polizist wird über die Verkehrsleitzentrale und Internet allen autonomen Fahrzeugen mitteilen, dass die Ampel an Kreuzung XY ignoriert werden soll und die Autos auf ein Signal von den Polizisten reagieren sollen. Jetzt kann er mit einem Signalgeber den Fahrzeugen Vorfahrt gewähren oder zum Stoppen bringen. Nur mal so als Gedankenspiel.

5. Selbstfahrende Autos produzieren auch Stau und zwar gehörig, soll man ihm einprogrammieren das es einen nötigen Sicherheitsabstand
einhält und zwar nach physikalischen (und teilweise rechtlichen) Gesetzen? Das ist zwar vernüftig in Hinsicht auf Kollisionsvermeidung,
kostet aber - besonders im dichteren Stadt- oder Autobahnverkehr - viel Verkehrsraum, wo die Strasse mehr Fahrzeuge aufnehmen könnte.

Ne, weil sie nämlich wesentlich Effektiver beim Anfahren sind als Menschen. Die Autos kommunizieren alle per Funk miteinander und wenn das vorderste Auto anfährt gibt es ein Signal an alle Autos und alle fahren innerhalb von Millisekunden alle gleichzeitig an. Dadurch kommen wesentlich mehr Autos über eine Grünphase als bei Menschen, wo immer einer schnarcht, mit dem Handy spielt, erst den Gang einlegen muss oder ähnliches. Du kannst mal rechen das zwischen dem Anfahren vom ersten Auto und dem fünften Auto 5-8 Sekunden vergehen. Autonome Autos = 0,0001 Sekunden

Man braucht auch keinen Abstand wie beim Menschen, weil die Reaktionszeit bei einer Vollbremsung bei autonomen Autos faktisch Null ist. Wenn ein autonomes Auto ein Vollbremsung macht sendet er in Millisekunden dies an alle anderen Fahrzeuge und die bremsen sofort runter. Selbst wenn du noch 500 Meter davon entfernt bist und du die Situation wegen einer Kurve garnicht sehen kannst, bremst dein Auto schon ab. Autonome Autos können somit ohne Sicherheitsabstand in einer Kolone fahren und somit Sprit und Verkehrsstaus einsparen. Aber dies muss natürlich der Gesetzgeber erstmal erlauben.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Wattwurm » 01.09.2015, 21:42

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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon ilkoep » 01.09.2015, 21:56

LRKN hat geschrieben: Autonome Autos können somit ohne Sicherheitsabstand in einer Kolone fahren und somit Sprit und Verkehrsstaus einsparen. Aber dies muss natürlich der Gesetzgeber erstmal erlauben.


Gleichzeitig müsste der Gesetzgeber individuell gesteuerte Fahrzeuge verbieten. Beide würden sich nämlich nicht vertragen. Auch selbstfahrende Töff-Töff´s haben einen Bremsweg.

Des Deutschen liebstes Kind ist: richtig, sein Auto. Stell Dir vor der Schaffer in Stuttgart poliert nicht mehr am Samstag morgen seine E-Klasse, sondern wischt die Kotze aus dem Innenraum seines autonomem Autos, die die Uber-Hipster hinterlassen haben.

Ich hol mal Chips und Bier.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon alsterblick » 02.09.2015, 00:10

Wenn auch das menschliche Hirn jetzt alles mit "Nullen und Einsen" bewältigen müsste, dann gäbe es ganz sicher mehr Kandidaten für Nullen, als für Einsen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon Guter_Kollege » 02.09.2015, 21:02

LRKN hat geschrieben: Ne, weil sie nämlich wesentlich Effektiver beim Anfahren sind als Menschen. Die Autos kommunizieren alle per Funk miteinander und wenn das vorderste Auto anfährt gibt es ein Signal an alle Autos und alle fahren innerhalb von Millisekunden alle gleichzeitig an. Dadurch kommen wesentlich mehr Autos über eine Grünphase als bei Menschen, wo immer einer schnarcht, mit dem Handy spielt, erst den Gang einlegen muss oder ähnliches. Du kannst mal rechen das zwischen dem Anfahren vom ersten Auto und dem fünften Auto 5-8 Sekunden vergehen. Autonome Autos = 0,0001 Sekunden

Man braucht auch keinen Abstand wie beim Menschen, weil die Reaktionszeit bei einer Vollbremsung bei autonomen Autos faktisch Null ist. Wenn ein autonomes Auto ein Vollbremsung macht sendet er in Millisekunden dies an alle anderen Fahrzeuge und die bremsen sofort runter. Selbst wenn du noch 500 Meter davon entfernt bist und du die Situation wegen einer Kurve garnicht sehen kannst, bremst dein Auto schon ab. Autonome Autos können somit ohne Sicherheitsabstand in einer Kolone fahren und somit Sprit und Verkehrsstaus einsparen. Aber dies muss natürlich der Gesetzgeber erstmal erlauben.
Hoppala! Du bist gedanklich tatsächlich schon bei einem 100%ig vollautomatisch gesteuerten Verkehr.
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Re: Uber&Google: Die Totengräber des Taxigewerbes!

Beitragvon alsterblick » 02.09.2015, 21:44

Nun frag ich mich doch, ob so ein Dingens auch ne Hupe bekommt :?:
Nicht, dass sich Hunde und Katzen wieder schön auf den warmen Asphalt zu legen gewöhnen mit der Gewähr nicht mehr überfahren zu werden, weil die Grundeinstellung "tierlieb" abzustellen pro Fahrt ein 1000er kosten soll und zudem veröffentlicht wird. :D :mrgreen:
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