Frage an Fahrer mit FT

Der virtuelle Taxitreff.

Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Löwenzahn » 08.05.2015, 15:29

Guter Kollege.

Dein Beitrag ist prinzipiell interessant, keine Frage, da ich nach Schichtende meine Tageskasse mache, entnehme ich mir mein Trinkgeld. Wenn ich zweimal pro Monat zum Chef fahre, weiß er nie, was ich für Trinkgelder habe.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Guter_Kollege » 08.05.2015, 20:55

Muss er auch nicht wissen. Wenn er jemals selbst gefahren ist, weis er es anyway.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon RaimundHH » 09.05.2015, 13:40

Sascha1979 hat geschrieben:
Inzwischen sind wir uns ja alle einig:
Es ist gang und gäbe, dass die Taxi-Fahrer (oftmals) einen Steuerbetrug begehen, indem die Angestellten Umsatzsteuer im Namen ihres Chefs ausweisen, welche dieser nicht abführt.

[


Falsch!!
Warum sollte der Unternehmer Umsatzsteuer abführen, die er gar nicht eingenommen hat?
Der Steuervorteil , ich sage bewußt nicht Steuerbetrug, liegt ja einzig und allein beim Fahrgast,
weil er unwissentlich unrechtmäßig auf eine Leistung (Trinkgeld an den angestellten Taxifahrer)
Vorsteuer geltend gemacht hat, die nicht der Umsatzsteuer unterliegt jedoch vom Taxifahrer
fälschlicherweise mit Umsatzsteuer ausgewiesen wurde.

Also wollen wir uns jetzt darüber aufregen, daß unsere Kunden durch den Sonderfall "steuerfreies Trinkgeld"
einen Steuervorteil zu Lasten des FA erhalten.

Ich rate nochmal , das Thema nicht zu groß zu machen, weil sonst am Ende
handgeschriebene Quittungen grundsätzlich vom FA nicht mehr anerkannt werden, was zur
Folge hätte, daß die Trinkgelder dramatisch einbrechen würden.

@Sascha

Wenn jemand so wie Du die Sachlage kennt und trotzdem die Vorsteuer geltend macht
(siehe 300€ Restaurantrechnung!!), wer ist dann der Steuerbetrüger :wink:

Grüße
RaimundHH
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Guter_Kollege » 09.05.2015, 15:33

Das ist doch irrelevant für ***.
Weil er ist ja laut eigener Aussage eh bloß hier um Taxifahrer mal ein bißchen aufzumischen.
Deswegen lohnt es sich auf ihn einzugehen auch nur für ihn alleine.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Sascha1979 » 09.05.2015, 15:36

Ich habe es in jedem einzelnen Beitrag richtig dargestellt!
Und du schaffst es in einem Beitrag jedes einzelne Wort falsch darzustellen!

Ein (TAXI Unternehmer) der auf eine Quittung Mehrwertsteuer ausweist und nicht abführt, begeht Steuerbetrug!

Und zwar nur der Unternehmer!!!!
Ich als Fahrgast muss nicht wissen ob der Fahrer angestellt oder selbst Unternehmer ist!!!
Wenn ich eine Quittung inkl Trinkgeld erhalte und darauf die MwSt ausgewiesen ist, dann darf ich natürlich davon ausgehen, dass der Unternehmer das korrekt abführt!

Willst du jetzt wirklich dass ich bei meinen nächsten Taxi Quittungen pro aktiv beim Finanzamt Anfrage ob es korrekt ist, dass der Fahrer das Tip mit MwSt ausgewiesen hat?


2.
Haben ich in KEINEM Satz geschrieben, dass ich beim Restaurant die Vorsteuer auf das Trinkgeld ziehe!

Das Trinkgeld ist LEGAL und 100% korrekt eine BETRIEBSAUSGABE!
Das heißt, es vermindert das Betriebs Ergebnis und damit die zu zahlenden Steuern (hat NICHTS mit Umsatzsteuer / Vorsteuer zu tun)

Mann o Mann
Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken, zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
Laotse
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Guter_Kollege » 09.05.2015, 17:03

Junge Junge, is mal bald jut?
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Löwenzahn » 09.05.2015, 19:58

Respekt Sascha, nach deinen Aussagen stellst du die Sachlage ja noch mal ganz anders da. Jetzt klingt alles so, als würde ein Taxiunternehmer seinen Angestellten die Anweisung geben, dass sie den Fahrpreis inklusive Trinkgeld auf die Quittung schreiben sollen.

Nur du verdrängst die Tatsache, dass weder der Taxiunternehmer noch der angestellte Taxifahrer etwas davon haben. Zumal mir jetzt wiederum auffällt, dass du die Sachlage A zur Sachlage B umgewandelt hast ... oder sind wir schon bei Sachlage C , D, E .... ?
Das Thema hat ja ganz harmlos angefangen. Deine ersten Beiträge gingen so in die Richtung: Alle Taxifahrer sind blöd. Ohne zu wissen, was sie eigentlich machen, schreiben Sie die Trinkgelder mit auf die Quittung.
Dann ging das Thema durch mich in die Richtung, dass der Fahrgast uns dazu auffordert, das Trinkgeld mit auf die Quittung zu schreiben.
Das wiederum hast du gegenargumentiert. Aber statt Argumente bringst du nur Behauptungen. Du hast uns Taxifahrer unterstellt, dass wir mit Absicht und ohne Aufforderung Trinkgelder auf die Quittungen mit raufschreiben aus Angst, der Fahrgast würde uns kein Trinkgeld geben.

Und jetzt behauptest du auf einmal, dass der Taxiunternehmer bewusst einen Steuerbetrug macht. Deine eingescannten Quittungen sind nicht wirklich ein Beweis dafür. Die Quittungen sind noch nicht mal vollständig ausgefüllt, was allerhöchstens deine Theorie bestärken würde, dass die Taxifahrer nicht wissen, wie man eine Quittung anständig ausfüllt. Aber von Vorsatz eines Steuerbetrugs geschweige denn dass der Arbeitgeber noch eine Anweisung geben würde, dass seine Angestellten die Quittungen so ausfüllen soll, sind wir ganz weit entfernt.

...

Löwenzahn hat geschrieben:Thema Trinkgeld bei Angestellte:

"20,40€ bitte."

"Ja, machen Sie eine Quittung für 23,00 €."

"Ich darf Trinkgelder nicht mit auf die Quittung schreiben. "

"Oh, dann nur 22,00 €. Seit wann ist das so?"

"Schon immer."


[quote]

Dieses Kundengespräch zeigt eindeutig, womit wir es zu tun haben. Die Kunden geben nur dann Trinkgeld, wenn Sie es woanders wieder zurückbekommen.
Und jetzt kann man spekulieren, warum manch ein Taxifahrer das macht.

Eine Theorie: Er kennt die Hintergründe nicht, warum dies nicht legal ist und will den Kunden nicht verärgern.

Eine andere Theorie: Er wurde durch das Reingerede vom Kunden abgelenkt und im Eifer des Gefechts diesen Flüchtigkeitsfehler begangen.


Ein wenig teile ich die Meinung, dass man das Thema nicht Hochpuschen braucht. Doch es ist unstrittig, dass das Fiskaltaxameter kommt. Ich überlege mir gerade, ob es dann in Zukunft überhaupt noch notwendig ist, Quittungen zu schreiben.

RaimundHH hat wie ich die Angst, dass die Trinkgelder generell sinken könnten. Ich dachte auch zuerst, dass es dann überhaupt kein Trinkgeld gibt, doch nur in manchen Fällen ist das Trinkgeld geringer. Es gibt schon ehrliche Fahrgäste, die unsere Arbeit wertschätzen. Es ist ja auch verwirrend, wenn der Taxifahrer Unternehmer ist, dann darf das Trinkgeld mit auf die Quittung und alles ist gut, aber wenn man sich von einem Angestellten chauffieren lässt, dann geht das nicht.

Jedoch denke ich, dass es besser ist, die Geschäftsleute umzuerziehen. Wie gesagt, Rentner bezahlen Trinkgelder aus der eigenen Tasche, Politiker tun das, Leute die zum Arzt fahren, was die Krankenkasse bezahlt, geben Trinkgeld aus eigener Tasche ... dann können das Geschäftsleute auch.

Moralisch sollte man sich Gedanken machen, ob man von Leuten Trinkgelder annehmen will, die uns ihre Wertschätzung nur vorheuscheln.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Taxi Georg » 09.05.2015, 21:50

Löwenzahn hat geschrieben:
RaimundHH hat wie ich die Angst, dass die Trinkgelder generell sinken könnten. Ich dachte auch zuerst, dass es dann überhaupt kein Trinkgeld gibt, doch nur in manchen Fällen ist das Trinkgeld geringer.

Ich verstehe nicht, wo das Problem ist die Quittung so auszufüllen?

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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon AsphaltRunner » 09.05.2015, 21:59

Taxi Georg hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wo das Problem ist die Quittung so auszufüllen?


Eleganter geht's nicht 8)
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Guter_Kollege » 09.05.2015, 22:10

Korrekt, und Ende der Diskussion.
Was jetzt irgendein Fahrgast daraus macht ist sein Bier und interessiert hier nicht.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Löwenzahn » 09.05.2015, 22:45

Taxi Georg hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wo das Problem ist die Quittung so auszufüllen?

http://abload.de/img/quittungmusterfglt8nzspj.jpg


Weil nicht jede Firma solch Vordruck hat.

Wie weit kann man mit einem Fiskaltaxameter gehen? Ist es denkbar, dass die Taxameterdaten beim Finanzamt direkt gespeichert werden und das Finanzamt in seinen Akten nachblättert, wieviel Rückzahlung der Fahrgast wiederbekommt, sodass ein Ausstellen von Quittungen nicht mehr notwendig ist?
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Taxi Georg » 09.05.2015, 23:13

ich gebs auf :-)
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon taxipost » 10.05.2015, 09:40

Löwenzahn hat geschrieben:
Taxi Georg hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wo das Problem ist die Quittung so auszufüllen?

http://abload.de/img/quittungmusterfglt8nzspj.jpg


Weil nicht jede Firma solch Vordruck hat.

Wie weit kann man mit einem Fiskaltaxameter gehen? Ist es denkbar, dass die Taxameterdaten beim Finanzamt direkt gespeichert werden und das Finanzamt in seinen Akten nachblättert, wieviel Rückzahlung der Fahrgast wiederbekommt, sodass ein Ausstellen von Quittungen nicht mehr notwendig ist?


möglich ist alles und früher oder später wird es bestimmt auch so sein.

bsp.

z.zt. werden die belege vom FA nur bei einer prüfung angeschaut.
wenn das FA jetzt zb. bei der EÜR eine datei/digi. tabelle haben will,
in der zb. alle ausgaben einzeln und mit der enstprechenden ust-idnr. des ausstellers aufgeführt sind.
durch die angabe dr ust-idnr. ist klar, wer den beleg ausgestellt hat.
ein zentraler rechner beim FA sieht also immer genau,
wieviel mwst ein bestimmtes unternehmen abführen muss.

wenn der FT jetzt auch noch eine datei mit den entsprechenden einnahmen an das FA liefert, dann braucht der rechner nur die einzelnen FT einnahmen mit den daten aus der digi. tabelle zu vergleichen und bei unstimmigkeiten eine meldung rausgeben.

dieser post gehört aber eher in die rubrik - verschwörungstheorie :-)
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon RaimundHH » 10.05.2015, 16:23

MOin,

@Sascha

Welchen steuerlichen Vorteil (Steuerbetrug) soll denn ein Unternehmer haben, wenn sein Angestellter
eine Rechnung über 20€ austellt, der Unternehmer aber nur 17,60€ einnimmt?
Ich sage ja nicht, daß das fiskalisch korrekt ist, aber es ist ganz bestimmt kein Steuerbetrug/Steuerhinterziehung
seitens des Unternehmers oder des angestellten Taxifahrers.


@TaxiGeorg

So schön deine Beispielquittung auch ist, ist sie wohl der Alptraum jeder
Reisekostenabrechung, nicht nur daß die geringen Beträge grundsätzlich
buchhalterisch viel zu aufwendig sind, haben wir hier gleich zwei
Buchnungen (Belege), einmal mit und einmal ohne MWST.

Das könnte dazu führen, daß gewerbliche Kunden gar kein Trinkgeld mehr geben,
weil die korrekte Buchung zu aufwendig ist.

Grüße
RaimundHH
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Löwenzahn » 10.05.2015, 17:21

Der Beispielvordruck von TaxiGeorg hat das gleiche Ergebnis, als wenn ich zum Kunden sage: "Trinkgelder gehören nicht auf die Quittung."

Jeder, der die Quittung bei wem auch immer einreicht, der wird antworten: "Ich erstatte dir den Fahrpreis. Das Trinkgeld hast du freiwillig gegeben."
Nur deshalb wollen die Kunden, dass wir die Trinkgelder auf die Quittung raufschreiben. Aber wie gesagt, ich brauche keine Almosen von Heuchler. Ich schreibe keine Trinkgelder auf die Quittung und wenn der Fahrgast ein Problem damit hat, bekommt er jeden Cent vom Trinkgeld ausgezahlt.
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Guter_Kollege » 10.05.2015, 23:50

So isses! Entweder der Fahrgast honoriert Zufriedenheit mit Extraleistung oder er läßt es halt.
Sonst soll er das Trinkgeld halt an den Weissen Ring spenden oder die Taxiopferhilfe.
Dann bekommt er sogar ne absetzbare Quittung. Oder ne MwSt-freie. Völlig egal.
Ansonsten kann er sich wegen mir mal gerne gehackt legen, kreuzweise, hintenrum vorbei ... verstehste!?
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon schorsch » 11.05.2015, 02:11

AsphaltRunner hat geschrieben:
Taxi Georg hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wo das Problem ist die Quittung so auszufüllen?


Eleganter geht's nicht 8)


Vor allem der Rotton hat mir zugesagt. :lol:
schorsch
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon RaimundHH » 11.05.2015, 13:43

MOin,

na das soll einer verstehen! Überall wird sich über den schlechten Verdienst der Taxifahrer
beschwert, aber Trinkgelder nehmen wir nur an, wenn der Fahrgast sie aus der eigenen Tasche
zahlt und sie nicht vom Chef erstatten läßt?! :?: :?:

Also mir geht die "Steuerehrlichkeit" , bzw. die "Trinkgeldmotivation" meiner Fahrgäste
am A....ch vorbei, genausowenig wie mich als (Fahr)gast und Trinkgeldgeber die
korrekte fiskalische Bewertung des Trinkgeldes interessiert.

GRüße
RaimundHH
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Löwenzahn » 11.05.2015, 15:01

RaimundHH hat geschrieben:Also mir geht die "Steuerehrlichkeit" , bzw. die "Trinkgeldmotivation" meiner Fahrgäste
am A....ch vorbei, genausowenig wie mich als (Fahr)gast und Trinkgeldgeber die
korrekte fiskalische Bewertung des Trinkgeldes interessiert.

GRüße


Hast du keine Würde?

Genauso kann der Kunde von dir denken:
"Mann ist der blöd. Glaubt der doch allen Ernstes, dass ich seine Leistung gut fand. Egal, soll er glauben was er will. Hauptsache mein Chef zahlt mir die Fahrt."

Damit beginnt der Kreislauf. Listiger Kunde sagt zu dir: "Schreiben Sie eine Quittung von 25 Euro." Du schreibst die 25 als Fahrpreis inklusive 7%. Der Fahrgast geht mit der Quittung zu seinem Chef und bekommt sie vollen 25 zurück. Dessen Chef kann sich von den 25 die 7% Steuern zurückholen und das Finanzamt klingelt bei deinem Chef und fragt, wo die Steuern geblieben sind.

Warum wird das so kommen? Weil mit Einführung des Fiskaltaxameter das Finanzamt mit der Nase auf solche kuriosen Machenschaften gestoßen werden.
Deine schlafenden Hunde werden durch das Fiskaltaxameter geweckt und nicht durch Forenuser, die darüber schreiben. Die geben nur die Aufklärung, was die Nachteile sind.

Am Allerschlimmsten sind die Alkis aus der Kneipe. Die sagen Dir: "20 Euro? Jo, schreib mal 25 Euro auf die Quittung." und bezahlen nur 20 Euro. Guckst du die noch blöde an und sagst "Da fehlen 5 Euro." dann sagen die dir ins Gesicht: "Ich sagte, du sollst 25 Euro auf die Quittung schreiben, ich sagte nicht, dass du 25 Euro bekommst."

Und wenn man dann eine Quittung ohne Trinkgeld ausfüllst, kann es passieren, dass der Fahrgast aggressiv wird.
Löwenzahn
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Re: Frage an Fahrer mit FT

Beitragvon Sascha1979 » 11.05.2015, 15:20

Löwenzahn hat geschrieben:
RaimundHH hat geschrieben:Also mir geht die "Steuerehrlichkeit" , bzw. die "Trinkgeldmotivation" meiner Fahrgäste
am A....ch vorbei, genausowenig wie mich als (Fahr)gast und Trinkgeldgeber die
korrekte fiskalische Bewertung des Trinkgeldes interessiert.

GRüße


Hast du keine Würde?

Genauso kann der Kunde von dir denken:
"Mann ist der blöd. Glaubt der doch allen Ernstes, dass ich seine Leistung gut fand. Egal, soll er glauben was er will. Hauptsache mein Chef zahlt mir die Fahrt."

Damit beginnt der Kreislauf. Listiger Kunde sagt zu dir: "Schreiben Sie eine Quittung von 25 Euro." Du schreibst die 25 als Fahrpreis inklusive 7%. Der Fahrgast geht mit der Quittung zu seinem Chef und bekommt sie vollen 25 zurück. Dessen Chef kann sich von den 25 die 7% Steuern zurückholen und das Finanzamt klingelt bei deinem Chef und fragt, wo die Steuern geblieben sind.

Das stimmt. Das passiert. Aber nur, weil die Taxi-Fahrer die Quittung UNNÖTIG FALSCH ausstellen!

Schreibt das Trinkgeld mit auf die Quittung! Aber als TRINKGELD!!! Und weist hier KEINE MWST drauf aus!!!

Genau so, wie hier eine Beispiel-Quittung vorliegt!

Dann ist es 10000% legal - für alle Seiten!!!
Der Taxi-Unternehmer hat keinen Steuer-Betrug begangen!

Der Taxi-Kunde bekommt die Fahrt INKL. TRINKGELD LEGAL von seinem Chef wieder!
Und der Chef kann die Taxi-Fahrt UND DAS TRINKGELD LEGAL beim Finanzamt als Betriebsausgabe geltend machen und spart 30-50% Einkommens / Gewerbesteuer!

Natürlich könnte ich das Trinkgeld auch selbst drauf schreiben - oder sogar einen Eigenbeleg machen!
Es erhöht aber einfach die Glaubwürdigkeit, wenn der Taxi-Fahrer mit der selben Schrift das Trinkgeld quittiert!

Dann kann ich nämlich auch mal 5,- € Trinkgeld geben ohne dass die Sekretärin auch nur den Verdacht bekommt, dass der Sascha sich wohl immer 3 € Trinkgeld in die eigene Tasche steckt...
Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken, zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.
Laotse
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