Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Das permanente Mediengejammer der Taxiverbände über den Mindestlohn und die damit verbundene Begründung die Tarife kräftig erhöhen zu müssen, hat zu einer tiefen Verunsicherung der Kundschaft geführt. Zugegeben der Januar war schon immer ein schwieriger Monat, aber so einen Auftragseinbruch zum Jahresanfang habe ich nur noch im Januar 2002 erlebt, als dem Deutschen Volke per Ukas der Euro zwangsverordnet wurde.
Und der Februar scheint offensichtlich da weiter zu machen, wo der Januar aufgehört hat. Und das betrifft nicht nur mich, sondern zumindest in meiner Stadt durch die Bank weg fast alle Taxifahrer, auch die der Genossenschaft. Es wäre klüger gewesen, die durch den Mindestlohn erforderlichen Tariferhöhungen nicht so penetrant in die Öffentlichkeit zu tragen!
Der BZP hat Massenentlassungen und ein allgemeines Taxisterben als Schreckenszenario in seinen Veröffentlichungen an die Wand geklatscht. Der Mindestlohn hat zugegebenermaßen ein paar ohnehin schon schlecht bezahlte Jobs gekostet, die es nicht wert sind diesen auch nur eine Träne nachzuweinen, von Massenentlassungen kann überhaupt keine Rede sein.
Es hat ein paar Konzessionsrückgaben gegeben, die aber hauptsächlich in den ländlichen Räumen und weniger bis gar nicht in den Großstädten, aber von einem allgemeinen Taxisterben sind wir noch Lichtjahre entfernt. In Lübeck wurde nicht eine einzige Taxikonzession an die Stadt zurückgegeben. Im Gegenteil es wurden sogar zusätzliche Konzessionen ausgegeben!
Das es nicht zu den vom BZP angekündigten Massenentlassungen und dem angekündigten Taxisterben gekommen ist, ist ein Indiz dafür das beim Mindestlohn gemauschelt und gemogelt wird das sich die Balken biegen. Entweder haben die Fahrer schon vorher zumindest eine dem Mindestlohn angenäherte Entlohnung erhalten, so das es nur ein kleiner Schritt war zur Mindestlohnbezahlung oder aber die Taxiunternehmen haben begonnen mit kreativen und rechtlich fragwürdigen Umgehungsmodellen den Mindestlohn auzutricksen!
Wenn ein großer Teil der angestellten Taxifahrer keinen Mindestlohn bekommt, wenn im Taxigewerbe "Business as usual" weitergewurschtelt wird wie bisher, dann waren die mit dem Mindestlohn begründeten Tariferhöhungen ein gigantischer Betrug an unserer Kundschaft!
Nur ein tatsächlich gezahlter Mindestlohn ohne Tricksereien und doppelten Boden, rechtfertigt Tariferhöhungen im Schnitt von 20 Prozent. Alles andere ist Abzocke!
http://www.volksstimme.de/nachrichten/d ... -Land.html
Und der Februar scheint offensichtlich da weiter zu machen, wo der Januar aufgehört hat. Und das betrifft nicht nur mich, sondern zumindest in meiner Stadt durch die Bank weg fast alle Taxifahrer, auch die der Genossenschaft. Es wäre klüger gewesen, die durch den Mindestlohn erforderlichen Tariferhöhungen nicht so penetrant in die Öffentlichkeit zu tragen!
Der BZP hat Massenentlassungen und ein allgemeines Taxisterben als Schreckenszenario in seinen Veröffentlichungen an die Wand geklatscht. Der Mindestlohn hat zugegebenermaßen ein paar ohnehin schon schlecht bezahlte Jobs gekostet, die es nicht wert sind diesen auch nur eine Träne nachzuweinen, von Massenentlassungen kann überhaupt keine Rede sein.
Es hat ein paar Konzessionsrückgaben gegeben, die aber hauptsächlich in den ländlichen Räumen und weniger bis gar nicht in den Großstädten, aber von einem allgemeinen Taxisterben sind wir noch Lichtjahre entfernt. In Lübeck wurde nicht eine einzige Taxikonzession an die Stadt zurückgegeben. Im Gegenteil es wurden sogar zusätzliche Konzessionen ausgegeben!
Das es nicht zu den vom BZP angekündigten Massenentlassungen und dem angekündigten Taxisterben gekommen ist, ist ein Indiz dafür das beim Mindestlohn gemauschelt und gemogelt wird das sich die Balken biegen. Entweder haben die Fahrer schon vorher zumindest eine dem Mindestlohn angenäherte Entlohnung erhalten, so das es nur ein kleiner Schritt war zur Mindestlohnbezahlung oder aber die Taxiunternehmen haben begonnen mit kreativen und rechtlich fragwürdigen Umgehungsmodellen den Mindestlohn auzutricksen!
Wenn ein großer Teil der angestellten Taxifahrer keinen Mindestlohn bekommt, wenn im Taxigewerbe "Business as usual" weitergewurschtelt wird wie bisher, dann waren die mit dem Mindestlohn begründeten Tariferhöhungen ein gigantischer Betrug an unserer Kundschaft!
Nur ein tatsächlich gezahlter Mindestlohn ohne Tricksereien und doppelten Boden, rechtfertigt Tariferhöhungen im Schnitt von 20 Prozent. Alles andere ist Abzocke!
http://www.volksstimme.de/nachrichten/d ... -Land.html
Zuletzt geändert von Wattwurm am 10.02.2015, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Unsere Fahrgäste vertrauen darauf, das wir die Tariferhöhungen an unsere Fahrer durchreichen und uns daran nicht ungebührlich bereichern! Wir Taxiunternehmer stehen jetzt in der Bringeschuld gegenüber unseren Fahrern und gegenüber unserer Kundschaft die Tariferhöhungen zu nutzen um den Mindestlohn auch wirklich zu bezahlen und nicht nur auf dem Papier!
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Dr Saunders
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Ich teile die Ansicht von Wattwurm voll und ganz. Hier in Berlin haben wir noch keine Tariferhöhung. Die Halten sind zu meinem Erstaunen voll bis übervoll bis in die zweite Spur des rollenden Verkehrs. Von Entlassungen nichts gehört oder gesehen. Erklären !? Bei manchen Kollegen sehe ich auf dem Taxameter an den Halten "Pause" stehen. Ergo: Standzeiten sind offenbar keine Arbeitszeiten. Bezahlt wird nur die Zeit des Fahrens mit Kunden. Weiter gedacht heißt das: 10 Std. auf'm Bock, aber bezahlt werden die 4 Std reine Kundenfahrt. Ist das legal? Im Sinne von Frau Nahles bestimmt nicht. Nun, wenn die Kutscher damit einverstanden sind. Aber offenbar zerfrißt die Angst ums tägliche Brot Charakter und Moral. Aber eine Tariferhöhung um 15 - 20 % braucht das Gewerbe dann nicht.
Fazit wie bei Wattwurm: Es wird gemogelt und gemauschelt, dass sich die Balken biegen !! Offenbar ist vielen Unternehmern nicht klar, dass mit Umgehung der gesetzlichen Vorgaben ganz erhebliche Strafen verbunden sind.
Fazit wie bei Wattwurm: Es wird gemogelt und gemauschelt, dass sich die Balken biegen !! Offenbar ist vielen Unternehmern nicht klar, dass mit Umgehung der gesetzlichen Vorgaben ganz erhebliche Strafen verbunden sind.
Erfahrung ist eine teure Schule; aber Narren wollen anderswo nicht lernen !
- alsterblick
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Ach was, viel zu kompliziert gedacht wieder. Da kommt nun mal ein (ML ) Gesetz, das man im Taxigewerbe nicht herbeigerufen hat. Nun ist es da und man nutzt es einfach bestmöglich aus. Tarife höchstmoglich genehmigt rauf. Ansonsten jeder für sich wie es passt. Der eine MWU gibt seinen Sklavenkutschern möglichst noch weniger, andere wie gehabt und weitere zahlen sogar vollen ML+, weil es sogar geht und schreibt es sich mit auf die Fahne. Seine guten Funkfahrer würden ihm sonst wohl noch eine schallern, plötzlich weniger zu bekommen. Andere fliegen raus, weil die Erträge mit Rumgraupen auch gar nicht mit der Arbeitszeit-Regelung und Gewinnen gut zusammengehen. Andere haben auch die Hosen voll oder kein Bock auf 'Schönschreiben'.
Jetzt etwa gross aufräumen und Möchtegern-Wahrheiten die Ehre geben ?
Ein Verband, der selbst kein Plan hat soll heiligen ?
Die Karre wurde doch geradezu schon ewig blind in den Dreck gefahren.
Jetzt ohne Durchblick zum äusserlichen Aufhübschen einfach abduschen ?
Weltfremd !
Jetzt etwa gross aufräumen und Möchtegern-Wahrheiten die Ehre geben ?
Ein Verband, der selbst kein Plan hat soll heiligen ?
Die Karre wurde doch geradezu schon ewig blind in den Dreck gefahren.
Jetzt ohne Durchblick zum äusserlichen Aufhübschen einfach abduschen ?
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Zuletzt geändert von alsterblick am 12.02.2015, 01:50, insgesamt 1-mal geändert.
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Die BWVI Hamburg hatte doch unlängst bei der Arbeit an der
Kostensteigerungstabelle die Auswirkungen vom ML eingebaut und
ist auch zu einer hohen Steigerungsrate gekommen. Die tatsächliche
Tarifanpassung sah allerdings schmaler aus. Hat mit Verbänden also
nichts zu tun, nur mit Mathematik.
Kostensteigerungstabelle die Auswirkungen vom ML eingebaut und
ist auch zu einer hohen Steigerungsrate gekommen. Die tatsächliche
Tarifanpassung sah allerdings schmaler aus. Hat mit Verbänden also
nichts zu tun, nur mit Mathematik.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant)
- alsterblick
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Nur sollte eine gekonntere Taxi-Mathematik auch mal weitere „Circumstances und Visionen“ hochrechnen, mein Gutster.eichi hat geschrieben:Die BWVI Hamburg hatte ..........
Tarifanpassung ........ Hat mit Verbänden also nichts zu tun, nur mit Mathematik.
Wer jedoch mit dem schlichten Schuleinmaleins glaubt sich durchwurschteln zu können,
der wird auch kaum erahnen können, dass mithilfe von Verbänden veränderter Taxi-Strukturen
neue Rechenmöglichkeiten sich erschließen könnten.
Das ML-Gesetz hätte endlich mal Anlass geben können, einen Sargdeckel vor dem Zuklappen zu bewahren.
Ausser natürlich Dein Hanafunktaxi, Ihr werdet natürlich zuletzt sterben.
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Dann fang doch mal an!!! Liefern, nicht labern! Arbeite dich in die veröffentlichten Berechnungstabellen der ARGE der Hamburger Taxiverbände ein, die arne13 alle dankenswerterweise fein säuberlich dokumentiert und ausgearbeitet hat und mache es besser! Dazu mischt du dann noch eine Prise "Behördenideologie" (Karenzminute bleibt!), und dann darfst du uns gerne präsentieren, was DU besser machst!alsterblick hat geschrieben:...
Nur sollte eine gekonntere Taxi-Mathematik auch mal weitere „Circumstances und Visionen“ hochrechnen, mein Gutster.
Wer jedoch mit dem schlichten Schuleinmaleins glaubt sich durchwurschteln zu können,
der wird auch kaum erahnen können, dass mithilfe von Verbänden veränderter Taxi-Strukturen
neue Rechenmöglichkeiten sich erschließen könnten.
...
LG
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Dem 'gewissen Unterton' nach, hat diese Eure Verbandsmühe nachvollziehbar auch eine gewisse Erosion erlitten. Bitte verstehe / versteht Ihr meinen kleinen 'Sinneseinwand' nicht als Herablassung. Vielmehr schätze ich Eure Mühen durchaus, wenn auch nicht immer im Ergebnis.SindSieFrei? hat geschrieben: Dann fang doch mal an!!! Liefern, nicht labern!
Das Taxigewerbe sollte schon in einem Prozess gesehen werden. Betrachte diesen Austausch-Platz hier doch auch als Ideenschmiede.
In meiner Vorstellung könnte man das Taxengewerbe fitter denn je machen, da könnten auch noch 10 Kalanick-Angreifer kommen. Hierfür bedarf es der gedanklichen Durchdringung der eigenen Branche / Lage / Situation / Herausforderungen und eine 'ideenführende koordinierte Neuausrichtung ( z.B. mithilfe Verband).
Nun erwarte jedoch von mir bitte nicht für lau ein komplett landesweitbedachtes Strategiepapier für Taxiunternehmen, zumal ich selbst nicht einmal Taxler bin.
Jedoch selbst unter Berücksichtigung von diversen Interessenslagen machbar.
Zuletzt geändert von alsterblick am 12.02.2015, 23:43, insgesamt 2-mal geändert.
„Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk. Dann gnade Euch Gott !“
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Verbände, dass ich nicht Lache! Auf meine Bitte an den Landesverband Bayrischer Taxi- und Mietwagenunternehmen hin, mit der AOK zu Verhandeln wurde mir folgendes Geantwortet.
Grundsätzlich gestalten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage. Wir stimmen zu, dass eine Beförderung zum Entgelt von Euro 1,20 brutto pro Besetztkilometer nicht betriebswirtschaftlich sein kann. Jedoch gibt es keine gesetzliche Regelung, die einem Unternehmer unwirtschaftliches Handeln verbietet, mit Ausnahme der Unterschreitung der Selbstkosten.
Leider haben wir keine Möglichkeit Einfluss auf die Verkehrsunternehmer in Ihrem Landkreis zu nehmen, unwirtschaftliche Fahrten durchzuführen.rv[/i]
Sprich: der Verband lässt seine Mitglieder im Regen stehen
Grundsätzlich gestalten sich die Preise nach Angebot und Nachfrage. Wir stimmen zu, dass eine Beförderung zum Entgelt von Euro 1,20 brutto pro Besetztkilometer nicht betriebswirtschaftlich sein kann. Jedoch gibt es keine gesetzliche Regelung, die einem Unternehmer unwirtschaftliches Handeln verbietet, mit Ausnahme der Unterschreitung der Selbstkosten.
Leider haben wir keine Möglichkeit Einfluss auf die Verkehrsunternehmer in Ihrem Landkreis zu nehmen, unwirtschaftliche Fahrten durchzuführen.rv[/i]
Sprich: der Verband lässt seine Mitglieder im Regen stehen
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Vernichtend finde ich eher, das der BZP sich mit seiner unsinnigen Forderung nach der Abschaffung der Ausnahme bei der Gurtpflicht durchgesetzt hat...
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Die Sondervereinbarungen mit den Krankenkassen müssen der Behörde angezeigt werden und in den meisten Kommunen besteht auch eine Genehmigungspflicht! Die Behörden sind gehalten die Wirtschaftlichkeit dieser Sondervereinbarungen zu prüfen! Das letzte Wort hat die Verkehrsbehörde!
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Das gilt für das Pflichtfahrgebiet, nur leider liegt das nächst Krankenhaus außerhalb unseres Landkreises und kann somit frei verhandelt werden, bzw. von der AOK diktiert werden.
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Wenn man die Fahrt annimmt, dann schon. Für Hin- und Rückfahrt außerhalb des Pflichtfahrgebietes kann man aber auch das doppelte der Taxigebühr verlangen. Will die AOK nicht bezahlen, dann soll sie sich halt einen anderen Unternehmer suchen.Talbot hat geschrieben: bzw. von der AOK diktiert werden.
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Talbot hat geschrieben:Das gilt für das Pflichtfahrgebiet, nur leider liegt das nächst Krankenhaus außerhalb unseres Landkreises und kann somit frei verhandelt werden, bzw. von der AOK diktiert werden.
Denk auch an die 19% Mehrwertsteuer die du Außerhalb des Pflichtfahrgebiedes Kassieren musst ,sonnst ist dir das Finanzamt auf die fersen
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Nur dann, wenn es sich um mehr als 50km handelt.himelblau hat geschrieben:Talbot hat geschrieben:Das gilt für das Pflichtfahrgebiet, nur leider liegt das nächst Krankenhaus außerhalb unseres Landkreises und kann somit frei verhandelt werden, bzw. von der AOK diktiert werden.
Denk auch an die 19% Mehrwertsteuer die du Außerhalb des Pflichtfahrgebiedes Kassieren musst ,sonnst ist dir das Finanzamt auf die fersen
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
50 km außerhalb des PFG, denn innerhalb sind grundsätzlich mit 7% zu versteuern*.
Also nicht die Gesamtdistanz der Fahrt!
*... sofern nicht, aus welchen Gründen auch immer, steuerbefreit; z.B. für Seeschifffahrt.
Hat bei den Hafen-Fahrten für die ausländischen Sealords noch keiner eingefordert.
Also nicht die Gesamtdistanz der Fahrt!
*... sofern nicht, aus welchen Gründen auch immer, steuerbefreit; z.B. für Seeschifffahrt.
Hat bei den Hafen-Fahrten für die ausländischen Sealords noch keiner eingefordert.
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Es ging um außerhalb. Und KTs bei Seelords hatte ich noch nicht.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Wir haben in Schleswig-Holstein Vereinbarungen mit den Krankenkassen die auch innerhalb des Tarifgebietes den regulären Taxitarif deutlich unterbieten. Diese Vereinbarungen greifen auch innerhalb des Tarifgebietes und sind somit in jedem Fall der Verkehrsbehörde gegenüber zumindest anzeigepflichtig wenn nicht sogar genehmigungspflichtig! Und für Fahrten innerhalb des Tarifgebietes kann die Verkehrsbehörde ihr Veto einlegen, und sie kann nicht nur sondern sie muß es sogar, wenn die Vereinbarungen zu wirtschaftlichen Verwerfungen bei den Unternehmen führen könnten!
Im Durchschnitt geben wir in Schleswig-Holstein den Krankenkassen einen Rabatt von 25-30 Prozent im Vergleich mit dem Beförderungsentgelt von Patientenfahrten ( Stand: 31.12.14 ) und einem derzeit aktuellem Taxidurchschnittstarif!
Bei Fahrten die das Tarifgebiet verlassen, sind der Verkehrsbehörde allerdings die Hände gebunden. Das wiederum birgt die durchaus realistische Gefahr das solche Fahrten, sofern diese im vorraus planbar sind, über eine Internetplattform niedrigstbietend versteigert werden können. Die Krankenkassen müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, das der finanzielle Vorteil durch eine Niedrigstpreisauschreibung für Überlandfahrten komplett wieder flöten geht, wenn die Taxler alle innerörtlichen Fahrten, und das ist die Mehrheit der Krankenbeförderungen, zum jeweils gültigen Taxitarif durchführen! Das nennt man "linke Tasche, rechte Tasche".... und damit ist niemanden gedient!
Denn darüber sollte sich die Krankenkassen auch im Klaren sein, wenn die Krankenkassen Überlandfahrten per Internet ausschreiben, entfällt jede Vertragsgrundlage! Überlandfahrten per Internet an einen Billigheimer vergeben und innerörliche Fahrten auf Vertragsgrundlage einschl. Rabattierung, das ist nicht mit mir zu machen! Ich bin immer noch an einer gütlichen Einigung interessiert aber nicht auf der Grundlage des letzten Angebotes. Ich erwarte ein erheblich verbessertes Angebot, und ich bin mir absolut sicher das so ein Angebot auch kommen wird! Von mir aus auch sehr gerne mit der Klausel ala Niedersachsen das alle Vertragsnehmer verpflichtet sind ihren Beschäftigten den Mindestlohn zu zahlen, und bei Zuwiderhandlungen Vertragsstrafe zu zahlen ist!
Die Krankenkassen sind die größten Profiteure des Mindestlohnes. Der Mindestlohn führt bei den Krankenkassen zu erheblichen Einnahmesteigerungen ....und sind nicht bereit selbst einen Mindeslohn zu zahlen......http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 58556.html
Im Durchschnitt geben wir in Schleswig-Holstein den Krankenkassen einen Rabatt von 25-30 Prozent im Vergleich mit dem Beförderungsentgelt von Patientenfahrten ( Stand: 31.12.14 ) und einem derzeit aktuellem Taxidurchschnittstarif!
Bei Fahrten die das Tarifgebiet verlassen, sind der Verkehrsbehörde allerdings die Hände gebunden. Das wiederum birgt die durchaus realistische Gefahr das solche Fahrten, sofern diese im vorraus planbar sind, über eine Internetplattform niedrigstbietend versteigert werden können. Die Krankenkassen müssen sich allerdings darüber im Klaren sein, das der finanzielle Vorteil durch eine Niedrigstpreisauschreibung für Überlandfahrten komplett wieder flöten geht, wenn die Taxler alle innerörtlichen Fahrten, und das ist die Mehrheit der Krankenbeförderungen, zum jeweils gültigen Taxitarif durchführen! Das nennt man "linke Tasche, rechte Tasche".... und damit ist niemanden gedient!
Denn darüber sollte sich die Krankenkassen auch im Klaren sein, wenn die Krankenkassen Überlandfahrten per Internet ausschreiben, entfällt jede Vertragsgrundlage! Überlandfahrten per Internet an einen Billigheimer vergeben und innerörliche Fahrten auf Vertragsgrundlage einschl. Rabattierung, das ist nicht mit mir zu machen! Ich bin immer noch an einer gütlichen Einigung interessiert aber nicht auf der Grundlage des letzten Angebotes. Ich erwarte ein erheblich verbessertes Angebot, und ich bin mir absolut sicher das so ein Angebot auch kommen wird! Von mir aus auch sehr gerne mit der Klausel ala Niedersachsen das alle Vertragsnehmer verpflichtet sind ihren Beschäftigten den Mindestlohn zu zahlen, und bei Zuwiderhandlungen Vertragsstrafe zu zahlen ist!
Die Krankenkassen sind die größten Profiteure des Mindestlohnes. Der Mindestlohn führt bei den Krankenkassen zu erheblichen Einnahmesteigerungen ....und sind nicht bereit selbst einen Mindeslohn zu zahlen......http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 58556.html
Zuletzt geändert von Wattwurm am 16.02.2015, 21:32, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Dieses Thema mit den Kassen zieht sich durch alle virtuellen Medien, in denen Taxifahrer schreiben. Mir als "unbelecktem" Angestellten, der in solchen Dingen nicht unternehmerisch denken muss, stellt sich dabei bei der ganzen Lektüre immer wieder die Frage: Warum darf ich ein gesetzlich reguliertes Produkt (Taxitarif) überhaupt unter Preis anbieten? Jetzt komme mir keiner mit den frei verhandelbaren Fahrten außerhalb des PFG. Nicht zielführend!
Ich habe eine Kalkulation, jetzt denke ich mal ganz naiv als Unternehmer, die mir ein klägliches, aber halbwegs auskömmliches Einkommen beschert. Ich kann meine Dienstleistung NICHT unterhalb dieser Kalkulation verkaufen, weil ich sonst pleite gehe (zumindest irgendwann). Betriebswirtschaft für Hauptschüler. Wenn es also, so entnehme ich das den Medien, Taxiunternehmer gibt, die trotzdem "Kalkulationsdumping" betreiben, kann ich denen doch nur zwei Dinge unterstellen: Dummheit oder systematische Umsatzverkürzung. Oder?
Wenn es Verbände gibt, die sich darauf berufen, Zitat Talbot: "...Leider haben wir keine Möglichkeit Einfluss auf die Verkehrsunternehmer in Ihrem Landkreis zu nehmen, unwirtschaftliche Fahrten durchzuführen..." kann ich nur sagen, die Scheinheiligkeit hat einen Namen. Als Verband habe ich sehr wohl, außer ich bin nur an Mitgliedsbeiträgen interessiert, die Möglichkeit, eine Qualitätskontrolle (satzungsgemäß) einzuführen. Ich kann sehr wohl bestimmen, das ich Unternehmer die "Kalkulationsdumping" betreiben, ausschließe. Ich kann sehr wohl angetragene "Dumpinganfragen" von KK abweisen und meine Mitglieder verpflichten, solche nicht anzunehmen.
Das Problem des Gewerbes ist die dezentrale, teils, (Des-)Organisation, die föderale Struktur und das Fehlen eines schlagkräftigen gesamtdeutschen Dachverbandes, außer dem bestehenden, dessen einziger Verdienst es letztes Jahr war, zu versuchen, den ML zu unterlaufen!!! Das Taxigewerbe in D ist zersplittert, hier, wie in einigen anderen Bereichen, könnten uns die Kollegen aus anderen Ländern der EU ein Vorbild sein: Frankreich, Griechenland, Italien, etc. Dort wird geschlossen "auf die Barrikaden" gegangen.
LG
Ich habe eine Kalkulation, jetzt denke ich mal ganz naiv als Unternehmer, die mir ein klägliches, aber halbwegs auskömmliches Einkommen beschert. Ich kann meine Dienstleistung NICHT unterhalb dieser Kalkulation verkaufen, weil ich sonst pleite gehe (zumindest irgendwann). Betriebswirtschaft für Hauptschüler. Wenn es also, so entnehme ich das den Medien, Taxiunternehmer gibt, die trotzdem "Kalkulationsdumping" betreiben, kann ich denen doch nur zwei Dinge unterstellen: Dummheit oder systematische Umsatzverkürzung. Oder?
Wenn es Verbände gibt, die sich darauf berufen, Zitat Talbot: "...Leider haben wir keine Möglichkeit Einfluss auf die Verkehrsunternehmer in Ihrem Landkreis zu nehmen, unwirtschaftliche Fahrten durchzuführen..." kann ich nur sagen, die Scheinheiligkeit hat einen Namen. Als Verband habe ich sehr wohl, außer ich bin nur an Mitgliedsbeiträgen interessiert, die Möglichkeit, eine Qualitätskontrolle (satzungsgemäß) einzuführen. Ich kann sehr wohl bestimmen, das ich Unternehmer die "Kalkulationsdumping" betreiben, ausschließe. Ich kann sehr wohl angetragene "Dumpinganfragen" von KK abweisen und meine Mitglieder verpflichten, solche nicht anzunehmen.
Das Problem des Gewerbes ist die dezentrale, teils, (Des-)Organisation, die föderale Struktur und das Fehlen eines schlagkräftigen gesamtdeutschen Dachverbandes, außer dem bestehenden, dessen einziger Verdienst es letztes Jahr war, zu versuchen, den ML zu unterlaufen!!! Das Taxigewerbe in D ist zersplittert, hier, wie in einigen anderen Bereichen, könnten uns die Kollegen aus anderen Ländern der EU ein Vorbild sein: Frankreich, Griechenland, Italien, etc. Dort wird geschlossen "auf die Barrikaden" gegangen.
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Re: Taxiverbände: Eine vernichtende Nachlese
Hier mal ein kurzer Auszug aus den neuen Vereinbarungen mit allen gesetzlichen Krankenkassen in HB. Es gibt keine Krankenfahrten mehr unter 15,50Euro! Und wenns nur 100m sind. Ab 5km gilt eine andere Vereinbarung und bei Sammeltransporten wird es richtig lukrativ. Alles eine Verhandlungssache des örtlichen Verbandes. Argument Mindestlohn war mit ausschlaggebend. Wir können hier nicht meckern, muß man nur halt mal richtig rangehen und sich einig sein. Dann geht auch was, wie immer im Leben. Munter bleiben...