Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Der virtuelle Taxitreff.
HW
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von HW » 24.09.2014, 07:05

nightrider hat geschrieben:Schade, es gibt hier leider zu viele ich nehme an Fahrer die nicht den Schimmer einer Ahnung von Betriebswirtschaft haben.
Die dürfen dann auch gehen !!

Ich stehe zu meinem Betrieb und bin daran interessiert das es ihm gut geht.
Nur müssen nun neue Grenzen gezogen werden.
Bisher bin ich in die Werkstatt gefahren und habe dort Stundenlang rumgesessen oder bin zum Tüv oder Eichamt.
Das war für den Unternehmer ganz normal.
Sorry,fällt nun aus , diese Zeit möchte ich nun auch bezahlt haben.
Wenn ER kein Reserve-Taxi hat möchte ich den Durchschnitt bezahlt haben für den Ausfall der Taxe.
Das ich in der Werkstatt bin ist Unternehmer sein Problem.
Zuletzt geändert von HW am 24.09.2014, 07:07, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von sivas » 24.09.2014, 09:30

nightrider hat geschrieben:Ich kann euch nur sagen, ... Selbst und ständig, nur so geht`s.
Glückwunsch !
Ganz meine Auffassung. Schön auch, dass Du die Selbstdisziplin erwähnst - ganz wichtig!

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von Yes » 24.09.2014, 09:36

nightrider hat geschrieben:Schade, es gibt hier leider zu viele ich nehme an Fahrer die nicht den Schimmer einer Ahnung von Betriebswirtschaft haben.
Du irrst Dich: Unter den Befürwortern des Mindestlohns hier sind auch sehr viele Unternehmer. Unternehmer, die keine Fahrer unterhalb des Mindestlohns beschäftigen und deswegen von der Einführung des Mindestlohns profitieren. Mithin Unternehmer wie Du. Das Nachsehen werden nur diejenigen Unternehmen haben, die zunächst, ohne "Ahnung von Betriebswirtschaft" zu haben, Fahrzeuge angeschafft haben und nun "ohne Rücksicht auf Verluste" Fahrer beschäftigen.
Zuletzt geändert von Yes am 24.09.2014, 09:51, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von sivas » 24.09.2014, 09:45

In der Stadt, in der ich fahre, wurden neue Konzessionen herausgegeben. Eine davon bekam ein Hartz-4' ler. Die Stadt hat ihm einen Bussinessplan geschrieben, woraufhin ihm die Bank Geld lieh. Sein Laden läuft!
Klar doch, es gibt auch Tage an denen er dem Ordnungsamt am liebsten alles wieder auf den Tisch schmeissen würde (1-€-Jobs sind halt doch bequemer), insgesamt funktioniert es aber.
Interessant wird es, wenn die Förderung durch's Arbeitsamt wegfällt. Da vermute ich, werden die 3.000,-€ Umsatzziel für ein auskömmliches Leben nicht langen.
Aber er wird es schaffen und ich drück ihm die Daumen!

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von alsterblick » 24.09.2014, 11:22

Da vermute ich, werden die 3.000,-€ Umsatzziel für ein auskömmliches Leben nicht langen.
Eigentlich ist es doch so.
Auslastungsbedingt ist der ML als Taxiangestellter im Monats-/Jahres-Durchschnitt pro Std offenbar schon eine gewisse Herausforderung. Man erkennt es auch daran, dass viele EWU niemanden einstellen wollen / können.
Und selbst, wenn der Umsatz für einen ML je Std/im Jahresmittel erwirtschaftet würde, so wären weitere Risiken für einen EWU nicht gut abschätzbar (Unfälle, Fahrzeugausfall wg Reparatur, Krankheit, bezahlter Urlaub….), um jemanden doch einzustellen.
Diese Risiken können eher größere (MWU) Betriebe „auffangen“ am besten vielleicht noch mit angedockter Werkstatt oder so, um blitzschnell (ggf. auch preiswerter) Taxen warten/reparieren zu können. Jedoch müssen unbedingt gewisse Mindestumsätze (in Hinblick auf Std im Jahresmittel) stattfinden. Vermutlich ist für ein solches Ziel auch nicht jeder Fahrer geeignet (Funklosfahrer wohl am wenigsten).Der betriebswirtschaftliche Vorteil eines MWU ist immerhin die bessere Verteilung der fixen Kosten, weil die Taxe ja keinen Erholungsschlaf braucht (ausser meine Taxe vielleicht mal :mrgreen: ), eine Schlaf- und Umsatzpause, die beim EWU ja zwangsläufig stattfinden muss.

In Hinblick auf eine „rund um die Uhr Taxenbesetzung“ könnte der Ausweg auch ein geteiltes Taxi von zwei selbständigen Fahrern sein (z.B. GbR).
Derart Betriebs_Konstruktion wäre aber gerade bei Taxifahrern verträglichkeitsbedingt wohl die Ausnahme. :shock:
Jedoch sind Fixkosten (monatlich rd € 1500,-++/= rd 20.000 im Jahr :!: ) dann teilbar und "Auskömmlichkeits_Risiken" würden reduziert bzw. in einem solchen Konstrukt "aufgefangen".

PS
Da könnte der Fiskaltaxameter ausser in HH auch bundesweit kommen. Da dieser bundesweit jedoch die Ausnahme bleiben wird, kann natürlich weiterhin per Hand aufgezeichnet werden und wer schreibt der bleibt eben auch so. Insofern könnten sich alle anderen Taxler (in Coop mit Ihren Kutschern) zurücklehnen und zuschauen, wie es hier bei uns in HH demnächst abläuft. :roll:
Zuletzt geändert von alsterblick am 24.09.2014, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 24.09.2014, 13:20

@ alsterblick
Die monatlichen Fixkosten bei 2 Selbstständigen mit einem Taxi (GBR) wären wohl deutlich mehr als 1500,-++, denn zu den kalkulatorischen Fixkosten der Selbstständigen gehören z.B. auch deren Krankenkassen und sonstigen Versicherungsbeiträge, die wohl allein schon ungefähr diesen Betrag erreichen und ja auch erwirtschaftet werden müssen + die fixen Kosten für den Wagen.

Also vorsicht mit solchen „Faustregelkalkulationen”, die Wahrheit kommt bald an`s Licht und überholt schmerzhaft solche Konstrukte. Auch und gerade bei MWU`s sind die Kosten keineswegs deutlich billiger, nur weil sie auf mehr Fahrzeuge aufgeteilt werden. Nur seine eigenen „Kosten” wie Versicherungen usw verteilen sich auf mehrere Fahrzeuge, nicht jedoch die restlichen Kosten. Jedes Auto muss sich erstmal für sich amortisieren und zugleich Rücklagen für das nächste Auto schaffen, kostet Versicherung, Steuer, Wartung, Reparaturen, Verschleißteile, usw... und schließlich Löhne + Lohnnebenkosten + Urlaube, Krankheiten usw...

Aber wie gesagt, ganz sicher werden Einige der heutigen Fahrer irgendwann im Lauf der nächsten 1 - 2 Jahre selbst ein Taxi betreiben (müssen) und dann ganz schnell merken „wo der Barthel den Most holt”. So manchem Neuling hat es auch „das Kreuz gebrochen” wenn er zum 1. Mal richtig Steuer (nach)bezahlt das kommt meistens erst im 3. Jahr wenn die beiden 1. Jahresabschlüsse vorliegen und berechnet sind und zugleich die Vorauszahlungen erhöht (berichtigt) werden. Kommen dann noch Unfälle dazu wird es richtig eng.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von alsterblick » 24.09.2014, 13:48

nightrider hat geschrieben:Die monatlichen Fixkosten bei 2 Selbstständigen mit einem Taxi (GBR) wären wohl deutlich mehr als 1500,-++, denn zu den kalkulatorischen Fixkosten der Selbstständigen gehören z.B. auch deren Krankenkassen und sonstigen Versicherungsbeiträge, die wohl allein schon ungefähr diesen Betrag erreichen und ja auch erwirtschaftet werden müssen + die fixen Kosten für den Wagen.
Eigene Erfahrung erst macht den Meister.
Da hast Du natürlich absolut recht. Auch Funkbeiträge (auch MT am Monatsende) lassen sich als Fixkosten betrachten, weil ohne Tourenbesorger, kein wirklicher Umsatz (urlaubsfrei mal aussen vor). Die 1500,- nahm ich als Anhalt, weil diese irgendwo erwähnt wurden und "PI x Daumen" mindestens plausibel waren. :wink:
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von Yes » 24.09.2014, 16:18

@alsterblick
Die jährlichen Fixkosten variieren laut dem Linne + Krause-Gutachten für 2011 je nach Betriebstyp zwischen 15.744,57 € und 23.003,02 € (also 1.312,05 € und 1916,92 € monatlich), so dass Du mit Deinen 1.500,- € schon ganz richtig lagst.

Beiträge für die Mitgliedschaft in gesetzlichen Sozialversicherungen errechnen sich aus dem jeweiligen Einkommen, also dem Unternehmergewinn und etwaigen sonstigen Einkünften. Die Beiträgssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung liegen zwischen 14 und 15,5 % des Einkommens und die in der Pflegeversicherung zw. 2,05 und 2,3 %. Als Bemessungsgrundlage wird ein monatliches Einkommen von mindestens 1.382,50 € und höchstens 4.050,00 € zugrundegelegt. Der Monatsbeitrag in der Kranken- und Pflegeversicherung für Selbstständige ohne Anspruch auf Krankengeld liegt bei niedrigen Einkünften damit zwischen 230,- und 235,- €. Die Monatsbeiträge für die freiwillige Mitgliedschaft in der Rentenversicherung liegen zwischen 85,05 € (Mindestbeitrag) und 1.124,55 € (Höchstbeitrag) und können stufenlos variiert werden.

Die Versicherungskosten, die nightrider für einen Unternehmer deklariert (750,- €), würde eine Vollzeitkraft mit einem Stundenlohn von 6,- € gerade mal im ganzen Monat netto verdienen, nämlich 788,76 € (6,- €/ h x 38,5 h/ Woche x 4,33 Wo./ Monat = 1.000,23,- € brutto). Nach dieser Kalkulation würde der Fahrer also seinen ganzen Lebensunterhalt mit einem Geldbetrag bestreiten müssen, den der Unternehmer bei sich selbst allein schon für die Krankenversicherung und eine (üppigere) Altersvorsorge vorsieht. Dabei darf man nicht übersehen, dass die Versicherungen für den Unternehmer einkommensabhängig und relativ frei gestaltbar sind, während der Mindestlohnfahrer Kassenpatient bleiben und im Alter auf die Grundsicherung angewiesen sein wird.
Zuletzt geändert von Yes am 24.09.2014, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 24.09.2014, 16:44

@Yes
Das stimmt so nicht ganz. Bei Selbstständigen verlangen die meisten gesetzlichen Krankenversicherungen einen einheitlichen fixen Monatsbeitrag, in der Regel den Höchstsatz da ein Selbstständiger stark variable Monatseinkünfte hat. Dieser Satz liegt derzeit bei fast allen Gesetzlichen bei ca 400 bis 500 Euro/Monat (ohne Krankengeld). Im Unterschied zur Privatversicherung ist damit allerdings die ganze Familie sofern Partner, oder Kinder nicht selbst arbeiten mitversichert.
Dazu kommen noch Beiträge zur Berufsgenossenschaft und eine unbedingt empfohlene Berufsunfähigkeitsversicherung, sowie natürlich eine Altersvorsorge, die sich allerdings leider nicht Wenige aufgrund des Kostendrucks zumindest am Anfang verkneifen. Selbstverständlich braucht auch ein Selbstständiger eine zumindest Krankenhaustagegeldversicherung, woher bekommt er sonst Geld wenn er krankheitsbedingt nicht arbeiten kann? Auch stark zu empfehlen eine zusätzliche private Unfallversicherung die auch Unfälle bei Sport und Freizeit abdeckt, denn wie gesagt wenn der Unternehmer ausfällt kommt nichts mehr rein das bedeutet zwangsläufig Pleite.

Also deine Berechnungen stimmen teils gar nicht, oder sind minimalistisch und unrealistisch. Was Linne + Krause da rechen weiß ich nicht, aber ich weiß was ich zahle und ich bin sicher nicht „übertrieben” versichert
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von alsterblick » 24.09.2014, 17:20

@Yes
@nightrider
Besten Dank für eure näheren Zahlendarlegungen.
Habe mir ggf. zum Nachschlagen auch mal eine Notiz eben dazu angelegt.
Sollten sich ab 2015 „gezwungenermaßen“ jeweils zwei Kutscher zu einer GbR zusammenschließen wollen / müssen, dann hätte ich da fast noch eine Idee.
Die Aufnahme eines Taxibetriebsmoderationsbüros, damit zoffgeladene Kutscher konfrontationsbedingt auf Distanz gehalten werden :mrgreen: , um sich möglichst nicht wegen jeder Kleinigkeit zu überwerfen und der Fortbetrieb längstmöglich gewährleistet bleibt. Die Aufgabenbereiche bis hin zu Betriebsaufzeichnungen, Jahresabschluss, Steuer usw. könnten verschiedene sein.
Könnte mir vorstellen, dass es bei Taxifahrern hierfür einen Markt gibt. :mrgreen:
Kostet natürlich auch wieder bissle, aber vielleicht hätten einige überhaupt nur so wieder eine Perspektive. :wink:
Zuletzt geändert von alsterblick am 24.09.2014, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 24.09.2014, 17:29

Da muss ich sagen, würde ich NIEMALS machen, auch wenn Anfangs eitel Sonnenschein herrscht, die Wolken kommen von selbst, spätestens wenn`s um`s Geld geht. Da hat dann der Eine plötzlich mehr gearbeitet als der Andere, oder war viel erfolgreicher. der Eine will Stammkunden, der Andere auf keinen Fall, der Eine baut einen Unfall der Andere soll mitzahlen usw... Das Konfliktpotential ist schier unendlich.

Wie gesagt mein Grundsatz Selbst und Ständig, nur so wird`s was.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von alsterblick » 24.09.2014, 17:45

nightrider hat geschrieben:... Das Konfliktpotential ist schier unendlich.
Wohl wahr, darum wende man sich an ein Taxibetriebsmoderationsbüro von Beginn an, bevor auch noch die Scheiben eingeschlagen werden. :shock:
Ist wie mit kleinen Kindern, immer schön an die Hand nehmen. :mrgreen:
Zuletzt geändert von alsterblick am 24.09.2014, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von Yes » 24.09.2014, 20:02

nightrider hat geschrieben:Also deine Berechnungen stimmen teils gar nicht, oder sind minimalistisch und unrealistisch.
Für jemanden, dem ein Fahrerlohn von 8,50 € pro Stunde zu hoch erscheint, dürfte "minimalistisch" eigentlich überhaupt kein Argument sein.

Die von mir genannten Zahlen sind jedenfalls die für Selbständige geltenden Sätze in der freiwilligen, gesetzlichen Sozialversicherung mit Stand von 2014. Was sollte daran nicht stimmen?
nightrider hat geschrieben:Was Linne + Krause da rechen weiß ich nicht,...
Die Musterkalkulation kann man in dem Taxigutachten von von Linne + Krause auf Seite 45 nachvollziehen.
nightrider hat geschrieben:Bei Selbstständigen verlangen die meisten gesetzlichen Krankenversicherungen einen einheitlichen fixen Monatsbeitrag, in der Regel den Höchstsatz da ein Selbstständiger stark variable Monatseinkünfte hat. Dieser Satz liegt derzeit bei fast allen Gesetzlichen bei ca 400 bis 500 Euro/Monat (ohne Krankengeld).
Richtig ist, dass die Krankenkassen in der Regel jährlich einen einheitlichen Monatsbeitrag festsetzen. Dieser orientiert sich gemäß §§ 15 Abs. 1 SGB IV i.V.m. § 240 SGB V an dem "nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelten Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit". Der Beitrag wird regelmäßig anhand des Einkommensteuerbescheides des Vorjahres ermittelt. Bei Neugründungen erfolgt die Festsetzung vorläufig.

Darin kann ich aber keinen Widerspruch zu meinen Ausführungen oben erkennen. Wenn jemand 400-500,- € für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung aufwenden muss, zahlt er nicht den Höchstbeitrag und hat im Vorjahr monatlich einen durchschnittlichen Gewinn zwischen etwa 2.250,- € und 2.950,- € erzielt. Linne und Krause gehen von einem deutlich niedrigeren Monatsbeitrag aus (342,39 € einschließlich Zusatzversicherung). Liegen die Gewinne niedriger, zahlt der Unternehmer weniger, liegen sie höher zahlt er mehr.

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 25.09.2014, 03:27

@ yes
wir müssen und sollten uns jetzt nicht mit Haarspaltereien auseinandersetzen, die AOK verlangt als Mindestbeitrag bei Selbstständigen rund 308 Euro der Höchstsatz rund 645 Euro, damit dürfte rund 400 bis 450 auf unsere Branche ziemlich genau zutreffen natürlich + Pflegeversicherung + Tagegeldversicherung (geht nur privat) + Unfallversicherung + Erwerbsunfähigkeitsversicherung + Rechtsschutz + Berufsgenossenschaft (Pflichtversicherung)

Aber völlig egal, wir müssen jetzt keine i-Tüpferl sche....... allein diese Ausgaben kommen schon an die oben genannten 1500 Euro bei 2 Leuten hin, 100 hin, oder her.

Abgesehen davon, wie gesagt ich weiß was ich zahle, allerdings bin ich privatversichert. Doch wie auch immer es gibt da diverse individuelle Unterschiede auch nach Bundesland, sogar Landkreis und Versicherungsgesellschaft

Doch das soll und kann ja Jeder selbst versuchen und auch recherchieren, ich sage die Fixkosten bei einem Taxi + 2 Betreiber liegen alles zusammen also Anschaffung, fahrleistungsunabhängige Betriebskosten, Wertverlust und Versicherungen, Funkbeitrag usw... deutlich über 2500,- eher 3000 pro Monat Bei einem alten Auto sind evtl die Fixkosten geringer, dafür aber dann die Variablen höher weil mehr Reparaturen und Verschleißteile anfallen.

Doch auch das ist graue Theorie, selbst machen dann kommt die „Erleuchtung” auch von selbst das ist auch ein Grund warum Viele spätestens nach 2 - 3 Jahren das Handtuch schmeißen, weil sie irgendwelchen Statistiken mehr geglaubt haben als den Praktikern die das schon Jahre machen. Ich möchte auch nicht wissen wie Viele schon lange Pleite sind und es noch gar nicht gemerkt haben ;-) So lange auch nicht merken, bis die Bank an einem „schönen Tag” plötzlich den Hahn zudreht weil sich der Schuldenberg immer mehr anhäuft.

Schau dir mal wenn du einen guten Freund bei langjährigen Unternehmern hast die Bücher, Jahresabschlüsse an, die sagen mehr als jede Statistik die immer irgendein ermittelter Mittelwert aus einer bestimmten „Ermittlungsgruppe” ist und die man in jede beliebige Richtung ausfertigen kann. ;-)
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von HW » 25.09.2014, 06:04

Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Ich hatte vermutet das es sich bei diesem Thema um Angestellte handelt.
Der Selbstständige muss sich ja keinen Mindestlohn zahlen.
Warum werden zu einem bestehenden Thema immer die gleichen Fragen in einem neuen Thema gestellt und dann wird es sowieso wieder alles umgerührt und/oder geschüttelt und zerredet ?
Man kann doch mal den "Mindestlohn" in 2 Themen abarbeiten/anbieten.

1. Was bedeutet der Mindestlohn für angestellte Fahrer

2. Was bedeutet der Mindestlohn für den Arbeitgeber

Die gefühlten 35 Themen zu einem Thema könnten dann gelöscht werden und das ganze wäre etwas übersichtlicher und man könnte sich schneller und besser informieren.
Zuletzt geändert von HW am 25.09.2014, 06:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 25.09.2014, 17:29

„Man” wer immer das ist, könnte viel. ;-)
Doch das ist das Problem aller mir bekannten Foren,„man” purzelt noch während man schreibt von einem Thema in`s Andere, nicht mal unbedingt absichtlich, es passiert einfach und es gibt ja eben auch Zusammenhänge bei denen das Eine Thema zwangsläufig ein Weiteres, oder mehrere Weitere mit betrifft.
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von Yes » 25.09.2014, 19:31

nightrider hat geschrieben:Doch das ist das Problem aller mir bekannten Foren,„man” purzelt noch während man schreibt von einem Thema in`s Andere, nicht mal unbedingt absichtlich, es passiert einfach und es gibt ja eben auch Zusammenhänge bei denen das Eine Thema zwangsläufig ein Weiteres, oder mehrere Weitere mit betrifft.
Der Zusammenhang war Deine Behauptung, dass Fahrer und andere Mindestlohnbefürworter die Bezahlbarkeit des Mindestlohns gar nicht beurteilen könnten, weil sie praktisch keine Ahnung von Betriebswirtschaft hätten. Allein die Versicherungskosten für zwei Unternehmer lägen schon bei 1.500,- € im Monat. Im Ergebnis könne der Unternehmer deswegen keinen Mindestlohn zahlen.

Dagegen habe ich versucht anzuführen, dass der Mindestlohn dann jedenfalls deswegen unbezahlbar wird, weil der Unternehmer von den Betriebseinnahmen für sich selbst Versicherungen in einer Größenordnung bezahlt, die er seinen Fahrern nicht ansatzweise zugesteht. Die Versicherungskosten des Unternehmers richten sich nach seinem Gewinn. In der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Beitragshöhe nahezu frei wählbar. Hohe Versicherungskosten bedeuten damit entweder einen hohen Gewinn, der den Unternehmer ebensogut in die Lage versetzt, den Mindestlohn zu zahlen, oder eine betriebswirtschaftliche Schwäche des Unternehmers, der sich trotz niedriger Gewinne nicht eigenständig nach den vorhandenen günstigeren Versicherungsmöglichkeiten erkundigt und stattdessen schicksalsergeben auf die Richtigkeit der Angaben der Versicherungen (seiner Gläubiger) zu vertrauen scheint.
nightrider hat geschrieben:Schau dir mal wenn du einen guten Freund bei langjährigen Unternehmern hast die Bücher, Jahresabschlüsse an, die sagen mehr als jede Statistik die immer irgendein ermittelter Mittelwert aus einer bestimmten „Ermittlungsgruppe” ist und die man in jede beliebige Richtung ausfertigen kann. ;-)
Eine Statistik ist im Hinblick auf die Gesamtheit aller Taxenunternehmen wesentlich aussagekräftiger als die Daten eines einzelnen Betriebs. (Einen guten Freund brauche ich für den Einblick in ein langjähriges Taxiunternehmen übrigens nicht. Ich bin seit über 21 Jahren im Taxengewerbe tätig, davon knapp 10 Jahre als MWU.)

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von nightrider » 26.09.2014, 03:01

Selbst wenn ich mir als Unternehmer bessere Versicherungen leiste als ich einem Mitarbeiter „zugestehe”, (dem gestehe ich gar nichts zu, seine Beiträge richten sich schlicht nachdem was seine Kasse verlangt) ist das völlig o.k. ich trage als Unternehmer schließlich auch die Verantwortung und hafte mit meinem gesamten Privatvermögen für Alles was da kommen kann/könnte.

Letztlich stellt der Unternehmer auch einen Arbeitsplatz, den jeder der die Qualifikation hat annehmen kann, aber nicht muss.

Doch das war überhaupt nicht Thema, hier ging es darum, dass sich 2 selbstständige Unternehmer quasi ein Taxi teilen sollten, natürlich auch alle Kosten samt den individuellen Versicherungen und da behaupte ich nach wie vor, dass alleine die Versicherungen für Beide zusammen min. 1500 Euro betragen wenn es halbwegs Hand und Fuß hat. Selbstverständlich kann man den billigsten Billigheimer suchen den es auf der Welt gibt, doch selbst dann ist man nicht weit weg davon und wenn man z.B. Zahnersatz braucht beißt`s im wahrsten Sinn des Wortes aus, von irgendwelchem Tagegeld bei Krankenhausaufenthalten ganz zu schweigen.

Wer es besser kann, darf sich ruhig rühren, ich kann es nicht, obwohl ich auch immer wieder vergleiche, (aber auch das „Kleingedruckte)
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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von HW » 26.09.2014, 07:21

Yes hat geschrieben: Deine Behauptung, dass Fahrer und andere Mindestlohnbefürworter die Bezahlbarkeit des Mindestlohns gar nicht beurteilen könnten, weil sie praktisch keine Ahnung von Betriebswirtschaft hätten.
Da täusch dich mal nicht , ich als Angestellter weiß sehr genau was mein Umsatz ist/die Taxe kostet/ich davon bekomme.
Daraus resultiert auch das ich Angestellter bin und mich nicht selbstständig mache .

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Re: Wie behalte ich trotz Mindestlohn meinen Job....

Beitrag von oldstrolch » 26.09.2014, 09:20

HW hat geschrieben:
Yes hat geschrieben: Deine Behauptung, dass Fahrer und andere Mindestlohnbefürworter die Bezahlbarkeit des Mindestlohns gar nicht beurteilen könnten, weil sie praktisch keine Ahnung von Betriebswirtschaft hätten.
Da täusch dich mal nicht , ich als Angestellter weiß sehr genau was mein Umsatz ist/die Taxe kostet/ich davon bekomme.
Daraus resultiert auch das ich Angestellter bin und mich nicht selbstständig mache .
die antwort von HW zeugt von "sehr viel sachverstand" ....
(achtung mein post enthält satire)... :D
ich würde mich ja mit dir geistig duellieren,aber du bist unbewaffnet


komm auf die dunkle seite der macht....wir haben kekse :D


hier klickenzum poppen:D

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