Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Freies Düsseldorfer Taxiforum.

Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon taxi-verkehr » 08.03.2014, 02:04

Liebe Kolleginnen und Kollegen


Habe wieder mal was getextet. Wie immer auf meiner Homepage - siehe Link:
http://www.taxiverkehr.de/#taxi_top

Es geht um die Abwehr überbordender Bürokratie, die durch das Gutachten empfohlen wird. Es soll Jagd auf Taxiunternehmer gemacht werden, die nicht genau so arbeiten, wie es sich Wissenschaftstheoretiker vorstellen. Auf der Strecke bleibt die Entfaltung der beruflichen Freiheit. Es soll jetzt nach "Gründen" gesucht werden, leichter die Konzession zu versagen. Ich habe diesen Text zur Ratssitzung im Oktober jedem einzelnen Mitglied des Rates, wie auch der Presse zukommen lassen und hoffe damit, unsinnige Regelungen vermeiden zu können.

Winni Schneider
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Grossraum » 26.04.2014, 17:06

Das ist ja nett, wie Du Dich für das Düsseldorfer Taxigewerbe einsetzt.

Aber vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken, Deine Zeit in der Taxe zu verbringen. Sprich an Halteplätzen.

Du würdest Dich wahrscheinlich wundern, was da zusammenkommt.

Nicht nur immer mit dem Taxi leer durch die Gegend fahren.

Den Vorschlag hatte ich vor geraumer Zeit auch schon einem Unternehmer, der in Unterrath beheimatet ist, gemacht.

Aber dieser Herr fährt weiterhin nur den Flughafen an und wundert sich, dass abends nix in der Kasse ist.

Gut, jeder so wie er mag.

Aber dann bitte nicht immer höhere Tarife fordern.

Das Taxigewerbe geht eh schon am Stock. Durch nochmals höhere Tarife knickt der Stock auch noch weg.
Wenn ihr Einzelunternehmer nur den Flughafen fahren wollt ist das doch ok, aber wundert euch nicht abends über den wenigen Umsatz.

Das Du kein Fahrpersonal einsetzen willst kann ich verstehen, aber dann bitte nichts gegen die Großunternehmer sagen.
Die müssen wirklich auf Gedei und Verderb jeden beschäftigen, damit die Autos am rollen bleiben.

Ich sehe Dich dann morgen früh wieder gefrustet an der Ampel Torfbruchstr./In den Mauresköthen.

Bis dahin dann
und noch ein schönes Wochenende.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon KehrenTAXI » 21.05.2014, 00:22

Wie immer, gute Arbeit Winni!
freundlichst ;-)

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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Grossraum » 17.06.2014, 14:47

Nichts desto trotz, es bleibt halt dabei, dass Taxiunternehmer, sei es ein 1 Wagen-Betrieb oder aber ein mehr-wagen-betrieb Betriebs- und Bereitstellungspflicht haben.

Wenn diese nicht, durch eventuelle Wohnungsvermittlungen oder sonstige Sachen, gewährleistet ist gehört die Konzession vom Markt.
Sprich an die Ordnungsbehörde zurück.

Diese freie Konzession könnte dann an einen Unternehmer gehen, der seiner Betriebs- und Bereitstellungspflicht nachkommt.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon miamivice » 17.06.2014, 18:38

Linne+Krause-Gutachten vom Juli 2004 auf Seite 98:

Beunruhigend ist weiterhin das Niveau bei der Altersversorgung: Ca. 31% der Düsseldorfer Unternehmer besitzen keine Altersvorsorge – ein alarmierender Wert, der zwar keine unmittelbare Auswirkung auf das öffentliche Verkehrsinteresse hat, langfristig aber einen großen Teil der heutigen Unternehmer zu Sozialhilfeempfängern macht.
(..)
Alarmierend sind die exzessiven Einsatzzeiten, insbesondere der Alleinfahrer. Mit wöchentlichen Einsatzzeiten von annähernd ca. 94 Stunden (1-Fahrzeugbetriebe: ca. 101 Std./ Woche) wird das öffentliche Verkehrsinteresse massiv beeinträchtig.

L+K auf Seite 56:

Zugleich offenbart sich in der völlig überzogenen Einsatzzeit eine massive Selbstausbeutung allein fahrender Kleinstunternehmer. Nicht ohne Auswirkung dürfte in diesem Zusammenhang auch die Situation am Düsseldorfer Flughafen sein, wo Wartezeiten zwischen 2 und 3 Stunden keine Ausnahme sind.


WZ über 9 Jahre später:

Das Taxi-Chaos von Düsseldorf - In Düsseldorf konkurrieren zu viele Taxis miteinander. Die Folgen sind Gedrängel an den Halteplätzen und rüpelhafte Fahrer. - Düsseldorf hat zu viele Taxis und deshalb verdienen die einzelnen Fahrer zu wenig. Das ist jetzt wieder von Experten festgestellt worden: Wie die WZ berichtete, würden 1000 Taxis in der Stadt reichen – es gibt aber 1300.

Demnach ist es überflüssig Gutachten wie dieses von Linne+Krause in Auftrag zu geben - welches in seinen Kernaussagen sehr präzise ist (an dieser Stelle aber nicht weiter zitiert werden kann) - weil Bürokraten sich nicht Verifikation und Wissenschaftlichkeit unterstellen sondern politischen Opportunitäten zu folgen haben.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon KehrenTAXI » 17.06.2014, 21:47

"... Das ist jetzt wieder von Experten festgestellt worden ..."

Was denn für Experten?
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon miamivice » 18.06.2014, 02:17

KehrenTAXI hat geschrieben:Was denn für Experten?

4. Klasse Volksschule. Beherrschung der Grundrechenarten. Man ist schon Experte, sofern man vorurteilsfrei rechnen und Texte vorurteilsfrei rezipieren kann. Ich arbeite noch an mir mich nach langjähriger schulischer Deformation wieder gerade zu biegen.

In Düsseldorf gibt es

◾1.336 Taxen
◾646 Unternehmer
◾circa 3.200 Taxifahrer

oder 4000 Fahrer nach Klusmeier vom 9.12.13 :
Wer über die Runden kommen will, muss bis zu 80 Stunden wöchentlich fahren. Am besten freitags und samstags von 18 bis sechs Uhr fahren und an den übrigen Tagen morgens und nachmittags bis abends - für Sozialkontakte ist das bei konsequenter Anwendung eine Gefährdung. Aber selbst wenn man dies tut, reicht der Kuchen in Düsseldorf nicht für alle 4000 Fahrer.


Weiter Klusmeier:

Heute sind wir nur an 60 Tagen im Jahr, vor allem zu Karneval und bei Spitzenmessen, wirklich ausgelastet. Das führt dazu, dass Taxifahrer oft nur fünf bis sechs Euro in der Stunde verdienen und auf ein Trinkgeld wirklich angewiesen sind. Wir haben nicht umsonst eine Diskussion um den Mindestlohn. Viele Unternehmer schaffen es nicht, sich eine Altersversorgung aufzubauen. Rund ein Drittel zahlt nichts ein, ein weiteres Drittel nur bis zu 300 Euro. Es kann nicht sein, dass eine Dienstleistung wie Taxifahren zur Selbstausbeutung und direkt in die Armutsfalle führt. Die Leute sterben auf dem Taxi.


WZ vom 12.11.13 :
Dass Düsseldorf eine der höchsten Taxidichten Deutschlands hat (nach Frankfurt und München), ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass die Stadt bislang kein Mittel gefunden hat, um die Zahl der Konzessionen zu senken. 1311 Taxis fahren derzeit durch die Landeshauptstadt, laut dem Taxigutachten – dieses wird seit 2004 fortgeschrieben, der neuste Stand am Mittwoch dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) vorgelegt – ist eine Flotte von 1000 Fahrzeugen aber ausreichend.


Das sind ausreichend Indizien und vereint mit dem Linne+Krause-Gutachten von 2004 ergibt sich, daß 3200 bis 4000 Taxifahrer unmöglich angemessen partizipieren können, es sei denn daß unter Zugrundelegung von 2500 Vollbeschäftigten (236 Arbeitstage zu 191 € Umsatz) und 1500 Teilzeitbeschäftigten (104 Arbeitstage zu 191 € Umsatz) jede Taxe von 1336 Taxen einen Jahres-Bruttoumsatz von 106 Tausend Euro einfährt.

191 € in 8 Stunden ohne Pause bedeuten bereits quälende Nicht-Arbeits-Intervalle.

1336 Taxen fahren theoretisch 975.280 Schichten (100% Auslastung: 1336 mal 730)
2500 Vollbeschäftigte benötigen 590.000 Schichten (2500 mal 236 Schichten)
1500 Teilzeitarbeitende benötigen 156.000 Schichten (1500 mal 104 Schichten)
macht zusammen 746.000 Schichten, was einer Auslastung von 76,5 % entspräche.

Die Vollbeschäftigten erzielten bei 43% Beteiligung einen Bruttolohn von 1615 €.
Die Teilzeitbeschäftigten kämen bei 43% Beteiligung auf einen Bruttolohn von 712 €.

142,5 Mio € wäre der pro Jahr an das Düsseldorfer Taxigewerbe zu verteilende Kuchen.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon eichi » 18.06.2014, 12:05

Ist denn das angesprochene L&K-Gutachten erstellt worden,
um die Funktionsfähigkeit des (Düsseldorfer) Taxengewerbes
zu beurteilen? (§ 13 Abs. 4 Satz 1 PBefG)

Ansonsten wird die Interpretation schnell Kaffeesatzleserei.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 18.06.2014, 15:06

Das letzte veröffentlichte stammt von 2004 http://www.linne-krause.de/site/fileadm ... eldorf.pdf
Ein weiteres soll 2013 der Stadt zugegangen sein, habe allerdings noch keine Veröffentlichung gefunden (unter unserem Ex-OB konnte das schon einmal dauern).
Allerdings schwappen die Zahlen schon im Rat der Stadt und in der Presse an die Oberfläche.
„Alle sind irre, aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht wird Philosoph genannt" (Ambrose Bierce)
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Grossraum » 16.09.2014, 16:21

Tach zusammen,

Gutachten hin oder her, es gibt einfach 350 Taxen zuviel in Düsseldorf.

Nur wie soll man die Konzessionen entziehen ?

Man kann doch schlecht einem Einzelunternehmer sagen, hier haste 20.000 Euro und gib die Konzession wieder ab.

Wenn man sich da einen Einzelunternehmer, sei es bei TDeG oder RT ansieht,der schon ewig auf der Warteliste steht und endlich eine Konzession bekommen hat und damit seinen Lebensunterhalt finanziert, dem kann man doch nicht sagen: so das wars und geh in den Ruhestand.

Der Fehler wurde Anfang der 90er Jahre gemacht.

Konzessionen raushauen ohne Ende, nur weil ein paar Messebesucher abends auf der Suche nach einer freien Droschke waren.

Da wurde gesagt, dass das Dorf eine Messestadt ist und wir im internationalen Vergleich nicht schlechter dastehen dürfen als andere Weltstädte.

Aber leider ist Düssel"dorf" eben nur ein Dorf und keine Weltstadt.

Wünsche noch einen schönen Tag.

Gruß
Wolfgang
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Wattwurm » 16.09.2014, 17:32

Was ist plausibel und was ist unplausibel, eine Frage so alt wie das Gewerbe selbst. Wenn ein Taxiunternehmer die Kleinunternehmerregelung gem. § 19 USTG für sich in Anspruch nimmt und nachweislich nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz im Jahr macht, dann ist das für mich in Ordnung. Das sind oftmals ältere Taxiunternehmer die bereits das Rentenalter erreicht haben, die aber keine Lust haben jeden Tag auf dem Sofa zu liegen und auf den Tod zu warten. Laßt die doch am Samstag oder Sonntag ihre Runden drehen und sich zur schmalen Rente noch etwas dazuverdienen!

Ansonsten empfehle ich der Stadt mal ein Angebot zu machen: Die Konzessionsverlängerung ist zu versagen wenn....

1. Der Alleinfahrer weniger als 24.000 Euro Umsatz ( mit Ausnahme Kleinunternehmer ) im Jahr macht.
2. Der Einwagenunternehmer mit einem festangestellen Fahrer weniger als 42.000 Euro Umsatz macht.
3. Der Einwagenunternehmer mit einem festangestellten Fahrer und einer Aushilfskraft weniger als 48.000 Euro Umsatz im Jahr macht.
4. Ein Zweiwagenunternehmer mit 2 festangestellten Fahrern und 4 Aushilfsfahreren weniger als 96.000 Euro Umsatz im Jahr macht.
5.
6.
7. und so fort


Die Konzessionsverlängerung ist ferner zu versagen wenn.... der Schnitt Umsatz/KM für das Fahrzeug der zu verlängernden Konzession weniger als 80 Cent beträgt.

Euer Taxiobmann soll eine Gewerbeversammlung unter Hinzuziehung des NRW Taxiverbandes einberufen und das von mir grob skizzierte und ganz bestimmt noch zu überarbeitende Model übernehmen. War ja auch nur ein Beispiel. Gebt Eurer Verkehrsbehörde dieses Model als Handlungsvorgabe in die Hand wie in Zukunft zu verfahren ist. Auf jede EÜR wird eine Schablone gelegt mit den Farben Grün-Gelb-Rot. Rot heißt keine Konzessionsverlängerung, Gelb heißt Konzessionsverlängerung für ein Jahr und Grün heißt Konzessionsverlängerung für 5 Jahre. So etwas aus der Mitte des Gewerbes selbst heraus auf den Weg gebracht, ist doch viel besser als wenn das irgendwelche Sesselpuper für uns erledigen die von der Materie soviel Ahnung haben wie eine Kuh vom Stabhochsprung. Und apropos Stabhochsprung, ich würde die Messlatte nicht übertrieben hoch hängen. Wenn mich morgen als Alleinfahrer die kalte Grieses erwischt und ich 4 Wochen vom Klo nicht runter komme, dann möchte ich nicht das man mir gleich meine Konzesssion wegnimmt, nur weil die Umsatzergebnisse etwas von der Norm abweichen! Es muß also Luft für unvorhersehbare Ereignisse gegeben sein!
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon KehrenTAXI » 16.09.2014, 17:40

Deine Regelungen (=Dirigismus) kann man auf jedes Gewerbe anwenden. Macht man aber nicht, weil keinem Unternehmer vorgeschrieben werden darf, was er umsetzen muss. Das finde ich auch gut so.
Zuletzt geändert von KehrenTAXI am 16.09.2014, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
freundlichst ;-)

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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon KehrenTAXI » 17.09.2014, 11:22

Sobald eine Gewinnerzielungsabsicht erkennbar ist, ist der Gewerbebetrieb plausibel.
freundlichst ;-)

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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon TWG » 18.09.2014, 23:04

Wattwurm hat geschrieben:Die Konzessionsverlängerung ist ferner zu versagen wenn.... der Schnitt Umsatz/KM für das Fahrzeug der zu verlängernden Konzession weniger als 80 Cent beträgt.



Hallo Watti,

wenn du schon mehr als 80 Cent/km als Gewinn verbuchen kannst, ist ja kein Wunder das du Transit fährst.
Hier im Dorf wird von den angestellten Fahrern min. 1,-€/km verlangt, sonst ist die E-Klasse nicht rentabel.
Ich bin nicht der fleißigste und schon gar nicht der Umsatzkönig, aber zwischen 1,30 und 1,40€/km schaff ich eigentlich immer. (auf den Monat gesehen).

Gruß aus Düsseldorf
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Taxi Georg » 18.09.2014, 23:22

Und ich dachte ich wäre mit 1,20 /km schon gut! 8)
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon alsterblick » 19.09.2014, 00:37

Taxi Georg hat geschrieben:Und ich dachte ich wäre mit 1,20 /km schon gut! 8)

Ist es insbesondere für dich selbst vielleicht auch. :wink:
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Wattwurm » 19.09.2014, 07:48

TWG hat geschrieben:
Wattwurm hat geschrieben:Die Konzessionsverlängerung ist ferner zu versagen wenn.... der Schnitt Umsatz/KM für das Fahrzeug der zu verlängernden Konzession weniger als 80 Cent beträgt.



Hallo Watti,

wenn du schon mehr als 80 Cent/km als Gewinn verbuchen kannst, ist ja kein Wunder das du Transit fährst.
Hier im Dorf wird von den angestellten Fahrern min. 1,-€/km verlangt, sonst ist die E-Klasse nicht rentabel.
Ich bin nicht der fleißigste und schon gar nicht der Umsatzkönig, aber zwischen 1,30 und 1,40€/km schaff ich eigentlich immer. (auf den Monat gesehen).

Gruß aus Düsseldorf
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Das waren ja auch nur Beispiele die ich aufgezählt habe. Einigt Euch mal auf Plausiblitätsdaten im unteren Messlattenbereich und legt diese Zahlen dann der Verkehrsbehörde als Richtschnur vor!

Die Kilometerschnitte sind regional sehr unterschiedlich. Ich fahre in etwa 1/3 meiner Umsätze auf Rechnung der Krankenkassen ein. In Schl.-Holstein bekomme ich laut Vertrag 69 Cent für den gefahrenen Kilometer. Wie soll ich da insgesamt einen Kilometerschnitt von 1,30 Euro der 1,40 Euro schaffen? Absolut unmöglich! Hinzu kommt noch das ich eine Graupe bin und für mich Anschlußtouren eigentlich mehr die Ausnahme sind als die Regel!
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon KehrenTAXI » 19.09.2014, 09:50

Und genau damit führst Du Deine Regel in das Absurde.
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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Grossraum » 08.02.2016, 19:10

Ich unterstelle einfach mal, dass Taxi-Verkehr nicht alle Glocken im Turm hat.
Siehe doch mal das Bild mit der wirren Frisur und der Müll-Jacke.
Und des weiteren das Bild mit der Klo-Bürste,. ist auch schon eine Weile her.

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Re: Taxi-Gutachten / Handlungsalternativen fürs Gewerbe

Beitragvon Marvin » 08.02.2016, 22:53

Wattwurm hat geschrieben:Was ist plausibel und was ist unplausibel, eine Frage so alt wie das Gewerbe selbst.
Eine Frage, die die Genehmigungsbehörden weniger angeht, als sie denken.

Wattwurm hat geschrieben:Ansonsten empfehle ich der Stadt mal ein Angebot zu machen: Die Konzessionsverlängerung ist zu versagen wenn....
…..durch die Erteilung die öffentlichen Verkehrsinteressen beeinträchtigt würden. Bei einem Überangebot an Taxen gefährdet ein geringer Umsatz allerdings wohl kaum die öffentlichen Verkehrsinteressen. Zumal davon auszugehen ist, dass der Alleinfahrer zu Zeiten erhöhten Taxenbedarfs unterwegs sein dürfte. Für die Plausibilität der Erträge ist – innerhalb ihres gesetzlichen Rahmens – die Finanzbehörde zuständig. Erteilt das Finanzamt die geforderte Unbedenklichkeitsbescheinigung, sollte von einer ordnungsgemäßen Finanzbuchführung ausgegangen werden. Die persönliche Zuverlässigkeit wird durch das bei der Konzessionsverlängerung geforderte polizeiliche Führungszeugnis nachgewiesen. Der einwandfreie technische Zustand der Fahrzeuge durch die jährliche erweiterte HU und die fachliche Eignung durch die Prüfung der Handelskammer.

Alle weiteren Spekulationen und Schnüffeleien durch die Genehmigungsbehörden dürften kaum durch den entsprechenden gesetzlichen Rahmen abgedeckt sein und sind somit vermutlich eher als Kompetenzüberschreitung einzelner Mitarbeiter zu werten. Aber wer wagt schon den Widerspruch, wenn es um die Existenz geht.
"Ich könnte dir deine Überlebenschancen ausrechnen, aber du wärst nicht begeistert."
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