[Frage] Sitzkontake auch für Familien?

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Petrus705
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[Frage] Sitzkontake auch für Familien?

Beitrag von Petrus705 » 24.04.2005, 14:17

Lichtschranken auch für die Familie..?

Ich fahre einmal in der Woche mit meiner Frau und den Kindern zum Großeinkauf,
mit dem Taxi was ich auch zur tagtäglichen Arbeit nutze
in die Stadt zu einem großen Einkaufszentrum,
weil es die preiswerteste Variante für unsere Familie ist.
(Wir haben leider kein eigenes Auto)

Das Unternehmen für dem ich fahre, erwartet das jede Fahrt auf dem Taxameter genau abgerechnet wird
und hat kein Verständnis für eine Privat-Tour mit dem Taxi,
so das mich es zusätzlich hin und zurück nach Abrechnung aller Prozente um die 26 ,- Euro kostet,
dafür könnte man unserem kleinsten mal ab und zu ein paar Schuhe kaufen!

Ob mir jemand dazu eine Information geben könnte,
wie man das System unterbrechen könnte ohne das es auffällt?

Bin für jede Info sehr dankbar

birdie
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Beitrag von birdie » 24.04.2005, 14:40

Lieber Petrus,
lese meine posts durch, dann bekommst Du schon eine Ahnung, wie das geht.

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memomm
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Beitrag von memomm » 24.04.2005, 14:47

Erstmal herzlich willkommen im Düsseldorfer Taxiforum,

drück deinem Chef einfach 10-15 € in die Hand. Wenn er in Ordnung ist, wird er sich nicht aufregen.
Mein Chef ist in solchen Sachen sehr tolerant, ich hatte das Taxi auch schon mal 300km privat benutzt.
<marquee>Es geht natürlich auch ohne die elektronische Unterschrift ;-)</marquee>

KehrenTAXI
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Beitrag von KehrenTAXI » 24.04.2005, 20:48

Hallo Kollegen,

mein Urlaub, den ich immer machen muss, ist immer so teuer
und für die alle Leistungen, die ich immer so extra in Anspruch nehme,
Sauna, Solarium usw., wollen die immer so viel Geld haben.

Kann mir vielleicht ein Unternehmer einen Tipp geben,
wie ich meinen Fahrern bei der Abrechnung ein bis 5 % Lohn kürzen kann,
ohne dass es ihm auffalen könnte.

Also z. B. so tun als ob die Sozialabgaben teurer geworden wären
und einfach mehr davon einbehalten oder so...
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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taxidriver_007
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Beitrag von taxidriver_007 » 24.04.2005, 20:48

Hallo Petrus,

wenn dein Chef in Ordnung ist, dann möchte er dafür kein Geld von dir.

Gtx
007

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Perutz
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Beitrag von Perutz » 25.04.2005, 03:15

Meinem Chef würde es nie in den Sinn kommen Geld für eine Privatnutzung zu verlangen.
Aber das System zu unterbrechen ist strafbar und dumm. Laß das!

MikeVeltel
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Beitrag von MikeVeltel » 25.04.2005, 06:44

Hallo liebe Kollegen,

ich möchte mit dem Taxi meines Chefs vier Wochen lang nach Italien in Urlaub fahren.
Venedig, Toscana, Papstbesuch in Rom, Palermo, Napoli,
Sonnenuntergang auf Capri usw. - eben das volle Programm!

Kann mir vielleicht jemand 'ne gute Ausrede nennen,
was ich meinem Chef sagen kann, damit der von mir kein Geld verlangt?
"Hatte 'nen schweren Unfall." Oder: "War vier Wochen lang krank und lag im Wachkoma."
Oder was ähnliches. Hat jemand hier Erfahrungswerte,
was die Chefs so alles zu akzeptieren bereit sind...?

Bitte bald antworten. Ich fahre übermorgen los.

Gruß
Mike
Taxifahrer

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Beitrag von memomm » 25.04.2005, 08:28

Solange ein 100%iges Vertrauen zwischen Unternehmer und Fahrer besteht,
ist es eigentlich kein Problem kleine Privatangelegenheiten mit dem Taxi zu erledigen,
selbstverständlich sollte man die Nutzung gerechtfertigt bezahlen.

Vergeudete Zeit + Spritkosten (nicht nach Taxameter)
<marquee>Es geht natürlich auch ohne die elektronische Unterschrift ;-)</marquee>

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Beitrag von Alterfahrer » 25.04.2005, 09:27

Ach was sind wir doch alle wieder lustig,das Leben kann so schön sein.

TAXI Wölfi
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Beitrag von TAXI Wölfi » 25.04.2005, 12:51

Meint Ihr nicht, das wir andere Probleme haben als den gelegentlichen Einkaufsbummel eines Kollegen???? :( :evil:

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Beitrag von pl » 25.04.2005, 13:10

Ach Leudde!

Wenn ich das richtig verstanden hab, muß er für die Einkaufsfahrt die Uhr einschalten und das auch bezahlen -
immerhin bekommt er dafür auch den Lohn.

Da zahlt er 26 Eur für eine Nutzung, deren var.
Kosten kaum 5 Eur sind.
Da zahlt er für seinen eigenen Familieneinkauf LSt und Sozialabgaben.

Immerhin erhöht sich dadurch wohl die Entgeltfohrtzahlung bei Urlaub und Krankheit??

Ich denke, ich für meinen Teil würde da wohl mal über einen Wechsel des Unternehmens nachdenken.

Bis dahin täte ich mir gewiß das Korinthenkacken dieses Unternehmens zum Vorbild nehmen.

Vermerkst du akribisch jeden Umsatz,
der mit dem vollen USt-Satz abzurechnen ist, auf dem Schichtzettel?
Oder geht deine Umsatzprovision womöglich nach dem Nettoumsatz?

Ich frag ja nur...


--pl.


P.S.: Ich hab ja, bevor ich Taxe gefahren bin, schon auch "normale" Jobs gehabt, aber sowas hab ich nicht einmal erlebt.

P.P.S: Ich hab anno 93 auch einen Tagfahrer gehabt (der ist inzwischen Rechtsanwalt), aber auf sowas wär ich nicht gekommen.
Der wollte bestimmt nix umsonst, aber das hätte der mir sicherlich übelgenommen...

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Beitrag von taxiaxel » 25.04.2005, 13:54

Hallo pl
Der Kollege muss nicht die Uhr anschalten. Er hat Sitzkontakte und dadurch wird die Uhr automatisch eingeschaltet.

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Beitrag von memomm » 25.04.2005, 16:40

achsoo Sitzkontakte jetzt verstehe ich :lol:


Sitzkontakte abzuschalten ist auch sehr einfach, es lohnt sich gar nicht welche in die Türen zu installieren.
:wink:
<marquee>Es geht natürlich auch ohne die elektronische Unterschrift ;-)</marquee>

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Beitrag von pl » 25.04.2005, 17:26

ta> Hallo pl
ta> Der Kollege muss nicht die Uhr anschalten. Er hat Sitzkontakte und dadurch wird
ta> die Uhr automatisch eingeschaltet.
Das wär ja nicht dass Problem, aber:
p705> Das Unternehmen für dem ich fahre , erwartet das jede Fahrt auf dem
p705> Taxameter genau abgerechnet wird ,und hat kein Verständnis für eine Privat-Tour
p705> mit dem Taxi .., so daß mich es zusätzlich hin und zurück nach Abrechnung
p705> aller Prozente um die 26 ,- Euro kostet ,
Wenigstens 2 Kollegen verstehen gar nicht, was daran auszusetzen sei,
daher konnte ich mir den Kommentar nicht verkneifen.

Da kassiert der Chef ca 80 Tacken im Monat, die keine Kosten zu decken haben,
behält davon 30 und führt 50 an Vater Staat ab (hoff ich wenigstens)
und ruiniert das Betriebsklima.

Ich glaub mal so, daß es Betriebe geben sollte, in welchen ich mich wohler fühlen täte.
Mit dem Außerbetriebsetzen von Sitzkontakten würd ich mich jedenfalls nicht auseinandersetzen wollen,
damit hätte ich mich auf dieses Klima bereits tief eingelassen.

--pl.

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Beitrag von pl » 25.04.2005, 18:20

Weil Mike mit der Taxe in Urlaub fahren will,
hab ich grad noch mal gerechnet - das ist gar nicht so abwegig.

Natürlich nicht für lau - aber natürlich auch nicht auf Uhr.
Aber trocken so 15-20 c/km, je nach Fahrzeug, wären sicherlich eine akzeptable Basis,
die das damit verbundene Risiko abdeckt.
Das gibt einen DB von ca 10-13 c, bei 4-5000 km also roundabout 500 Eur.

Um den als Taxe einzufahren, braucht es ca 2.500-3000 Eur an Fahreinnahmen -
das müßte eine Ersatzbesetzung erstmal reinfahren!

--pl.

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Beitrag von Minotaurus » 26.04.2005, 16:32

Hallo Lieber pl,

der Unternehmer darf selbst wenn er will,
das Taxi nicht für Private Fahrten der Mitarbeiter zur Verfügung stellen.
Da hat der liebe Vater Staat was gegen.

Selbst wen der Mitarbeiter dem Unternehmer durch Schwarzfahrten Geld klaut,
muss der Unternehmer den entstandenen am Unternehmer vorbei gewirtschafteten Umsatz Versteuern.

So sieht es leider das Deutsche Recht vor.

Gruß

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Beitrag von pl » 26.04.2005, 17:18

Na, von diesen gesetzlichen Dingen versteh ich nicht wirklich viel, aber so mag ich das nicht glauben; gewöhnlich gibt es bei dererlei Regelungen eine Unzahl von Feinheiten, ohne deren Beachtung man dieses oder auch das Gegenteil behaupten kann.

Jeder Betrieb darf ein normales Auto einem Mitarbeiter zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen, sofern dieser Mitarbeiter den geldwerten Vorteil versteuert oder zu einem vollkostenkalkulierten km-Preis in Rechnung gestellt bekommt.
Ich darf mein Taxi auch privat nutzen, sofern ich diese Nutzung zu eben jenem vollkostenkalkulierten km-Preis als Privatentnahme verbuche.
Ich mag nicht recht glauben, daß ich diese private Nutzung unter eben diesen Voraussetzungen nicht auch meiner Frau, meinem Kind, meinem Freund oder meinem Mitarbeiter gestatten darf - meiner Sekretärin ja, meinem Fahrer nein? Oder nur, wenn meine Sekretärin meine Frau ist?

Sicherlich hat der Untrernehmer für den vorbei gewirtschafteten Umsatz USt abzuführen - wenn er ihn denn kennt. Nichtsdestotrotz mindert aber der entgangene, weil sicherlich uneinbringliche Umsatz - einschließlich der abzuführenden USt - den zu versteuernden Gewinn und damit auch die Einkommensteuer oder Körperschaftssteuer.

Man kann also behaupten, er muß den gestohlenen Umsatz versteuern - und hat recht.
Man kann auch behaupten, er kann den gestohlenen Umsatz von der Steuer absetzen - und hat auch recht - sie ganz oben.

Bei der Urlaubsgeschichte hab ich mich um rechtliche Feinheiten natürlich erstmal gar nicht geschert - ich wollte damit vor allem zum Ausdruck bringen, daß sich zuweilen selbst den absurdesten Überlegungen Hände und Füße verleihen lassen.

Aber wenn man es unbedingt will, wird sich sicherlich auch dafür ein Weg finden lassen - die oben beschriebene Privatnutzung fällt wegen der dafür vorgeschriebenen Vollkostenkalkulation aus.
Aber wenn sich schon eine Taxe als solche vermieten läßt (siehe Leihtaxen als zeitweiser Ersatz für ein verunfalltes Fahrzeug), wird es sichrlich auch einen Weg geben, sie als normales Fahrzeug wenigstens zeitweise zu vermieten.

Wie jetzt - an Fremde ja, an Mitarbeiter nein? Glaub ich nicht.

--pl.

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Beitrag von pl » 26.04.2005, 17:45

Wenn ichs mir recht überlege - bei günstigem Fahrzeug und ausreichenden Jahreskm könnt er auch auf Privatnutzung in Urlaub fahren - dann bekommt ers für 30 c naß und muß Spritquittungen sammeln.

--pl.

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Beitrag von Grossraum » 26.04.2005, 19:04

Nabend zusammen,

wenn Mike seine Urlaubstour wie geplant (volles Programm) absolvieren will fällt noch ne Menge Maut an.

@ Mike: Du brauchst ein sogenanntes "Pickerl" für Österreich, die Benutzung der Brennerautobahn kommt als nächster Posten dazu ( es sei denn Du fährst die landschaftlich wirklich sehr schöne alte Brennerstrasse).

Aber spätestens bei Bressanone ( Brixen ) wirst Du die Faxen dicke haben und auf die Autobahn wechseln.

Und dann geht die Post mit den Maut-Stellen (Alt-Statione) richtig ab.

Wenn Du aber dann einen großzügigen Chef hast, wird er Dir die Maut gegen Vorlage der entsprechenden Belege mit Sicherheit erstatten.

Auf jeden Fall erstmal schönen Urlaub.

Gruß
Wolfgang

birdie
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Beitrag von birdie » 26.04.2005, 20:07

Hallo Petrus,
ich bin auch der Meinung, daß man an der Elektronik der Sitzkontakte nicht rumfummeln sollte.
Allerdings finde ich auch, daß Dein Chef kooperativer sein sollte. Was ist denn dagegen einzuwenden, wenn der Fahrer eine moderate Pauschalgebühr für jeden gefahrenen Provatkilometer zahlt? Das beliebte Argument der Unternehmer: die Zählerstände der Uhr werden abgecheckt und verglichen, also muß er am Ende selbst zahlen, kann´s doch wohl nicht sein. Der Chef kann jederzeit einen Eigenbeleg schreiben und in die Unterlagen geben, es muß nur glaubwürdig sein bei einer etwaigen Prüfung.
Wenn´s gar nicht anders geht, halt den Unternehmer wechseln. Ich selbst (ich war allerdings immer Alleinfahrer) bin mit dem Auto nach Paris gefahren und hab nichts gezahlt. Allerdings habe ich auch in Urlaubszeiten, wenn das Taxi 1-2 Wochen still stand, dem Chef sein "Salär" gezahlt.
Ich dachte, Deine pn geht mehr ins Grundsätzliche. Falls Dich das interessiert, schreib einfach neu. Grüße von birdie

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