[Tarife] Düsseldorf

Freies Düsseldorfer Taxiforum.
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jr
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Beitrag von jr » 05.07.2004, 06:50

"... den Leuten fehlt nicht das Geld - sie bunkern es, weil sie Zukunftsangst haben. 2003 hatten wir einen Lohnzuwachs von 2 Prozent bei einer Inflationsrate von knapp über einem Prozent."

Schön, daß das mal gesagt wird. Stimmt zwar, es glaubt aber offenbar trotzdem niemand.

Martin Berndt

Beitrag von Martin Berndt » 05.07.2004, 13:37

Das mit der "Zukunftsangst" stimmt. Und das volkswirtschaftliche vollkommen irrelevante Taxengewerbe setzt nun ein Zeichen, indem es seine Kostensteigerung - wie üblich - nicht an den Kunden weitergibt? Ja, da werden alle Verzagten Mut fassen! Nur - warum taten sie es früher nicht?
Eben!
Mit Zahlen aus der amtlichen Statistik ist das auch so ne Sache. Meint Ihr den Brutto- oder Nettolohn? Habt Ihr Euch auch mal den "Warenkorb" angeschaut, der für die Preissteigerung zu Grunde gelegt wird? All die Dinge, die billiger werden, kann ich mir jedenfalls nicht leisten ( kein neues TV-Gerät zur EM, kein Laptop), aber die, für die mein Lohn drauf geht, werden deutlich teurer!
Warum soll ich, die Leute, die sich noch Urlaub leisten können, unter Kosten zum Flieger bringen, hm? Ich kann mir nur noch die startenden und landenden Flugzeuge in Hamburg-Fuhlsbüttel anschauen. Meint Ihr, die Besserverdienenden geben aus Mitleid mehr Tipp? Ne, die parken ihren Privatwagen um die Ecke in einer Nebenstraße und freuen sich über den Super-Sonder-Spartarif für die Kurzstrecke!
Wer in dieser Gesellschaft seine Interessen nicht kraftvoll vertritt, geht unter, gnadenlos!

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jr
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Beitrag von jr » 05.07.2004, 17:25

Die Differenz aus 2 % mehr und 1 % weniger war laut Stat. Bundesamt im letzten Jahr die Geldmenge, die dem "durchschnittlichen Bürger mehr zur Verfügung stand" - man kann da wohl von netto ausgehen.

Den Warenkorb sehe ich auch als Problem, wenn auch in anderer Hinsicht. Es findet seit Jahrzehnten eine massive Verlagerung statt, die letzten Endes nur drei Bereiche betrifft. Für die Bereiche Wohnen und Verkehr/Kommunikation wird zu Lasten der Lebensmittel - und zwar ausschließlich dieser - immer mehr ausgegeben. Es kann also keine Rede davon sein, daß man sich generell die Dinge, die billiger werden, nicht leisten kann.

Die Taxipreise bewegen sich in den letzten fünf Jahren immer im Spitzenfeld der inflationären Güter und Dienstleistungen. Selbst im Euro-Jahr 2002, wo kaum ein Tarif umgestellt wurde, war das so. Grund dafür: Die Auswirkung der Erhöhungen im Vorjahr.

Aus bekannten Gründen (Programmierung, Eichung) ist es sicher nicht sinnvoll, die Taxipreise jährlich zu erhöhen. Wir befinden uns hier aber leider in einer Psycho-Falle. Regelmäßige kleine Erhöhungen können tödlich sein (siehe Ökosteuer), weil man immer wieder daran erinnert wird, daß man mehr zahlen muß. Seltene große Erhöhungen sind dagegen fürs aufmerksame Auge nach der Umstellung eine Katastrophe. Um dem gegenzuwirken, halte ich es für sinnvoll, den Kunden im Gegenzug auch mal Bonbons zuzuwerfen. Das könnte ein Kurzstreckentarif sein. Aber auch der Tausch Erhöhung gegen mehr Service (Norbert Czerwinski in der WZ) könnte publikums-/kundenwirksam sein.

Einfach nur erhöhen - und alles andere bleibt beim alten? Das hilft gegenwärtig nicht weiter. Die Erfahrung zeigt doch, daß danach regelmäßig wir selbst in der Psychofalle sitzen. Für unsere Nerven ist es äußerst ungesund, wenn die Standzeiten noch länger werden. Und das würde für die meisten sicher auch dann gelten, wenn durch eine Tariferhöhung mehr Geld übrig bleibt.

Gast

Beitrag von Gast » 06.07.2004, 01:58

"Habt Ihr Euch auch mal den "Warenkorb" angeschaut, der für die Preissteigerung zu Grunde gelegt wird? All die Dinge, die billiger werden, kann ich mir jedenfalls nicht leisten ( kein neues TV-Gerät zur EM, kein Laptop), aber die, für die mein Lohn drauf geht, werden deutlich teurer!"

Ja Martin,

da muss ich dir bedingt Recht geben.
Der Warenkorb müsste unseren heutigen Bedürfnissen etwas mehr angepasst werden.
Nur ist es nicht ganz so drastisch, wie du es geschildert hast.

Mir reichen schon die Sprüche der Fahrgäste.
Hier der Standardsatz:

"Was früher eine Mark gekostet hat, kostet jetzt ein Euro."

Vielleicht meinen diese Zeitgenossen mit >früher< so etwa 1985... :roll:

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Beitrag von jr » 06.07.2004, 05:11

Nach dem Verbraucherpreisindex war das 1978. Taxifahren liegt übrigens seither im Schnitt, wenn auch mit ziemlichen Sprüngen. Gemessen am verfügbaren Einkommen ist Taxifahren allerdings immer billiger geworden. Und ausgerechnet die Meckerei über hohe Preise bei weiten Fahrten entbehrt oft der Grundlage. Staffeltarife sorgen in immer mehr Orten dafür, daß diese Leute besonders gut wegkommen.

Gast

Beitrag von Gast » 06.07.2004, 06:14

jr hat geschrieben:Nach dem Verbraucherpreisindex war das 1978. Taxifahren liegt übrigens seither im Schnitt, wenn auch mit ziemlichen Sprüngen. Gemessen am verfügbaren Einkommen ist Taxifahren allerdings immer billiger geworden. Und ausgerechnet die Meckerei über hohe Preise bei weiten Fahrten entbehrt oft der Grundlage. Staffeltarife sorgen in immer mehr Orten dafür, daß diese Leute besonders gut wegkommen.
Leider will das in Düsseldorf (ausser mir) niemand verstehen !!! :twisted:

x

[Frage] Welcher Tarif ?

Beitrag von x » 10.07.2004, 06:06

:?:

Hallo Kolleginnen und Kollegen,

letzten Mittwoch habe ich am Halteplatz Kalkumer 3 1/2 Stunden vergeblich auf einen Auftrag gewartet.

Welche Tariferhöhung hilft uns da wohl noch weiter ?

Meiner Meinung nach sollten die jetzigen Tarife für mindestens weitere 3 Jahre stabil bleiben oder leicht gesenkt werden.

Nur eine (kleine) Senkung kann unser Gewerbe überhaupt noch retten.

Kleiner Vorschlag:

Anschlag: 2,00 (Wiedereinführung bei Anfahrt auf Bestellung 0,50)
km Tag: 1,20
km Nacht: 1,40

Wartezeit wie bisher 21,47 je Stunde.

>Verkehrsspezifische Wartezeit 10 Euro pro Stunde !!!<

Speziell bei der Wartezeit ist o.g. Änderung überfällig !!!

Taxifahrten sind zurzeit zu teuer - wann begreift das endlich jemand ???

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KehrenTAXI
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Beitrag von KehrenTAXI » 10.07.2004, 14:08

Wenn den Kunden die Wartezeit berechnet wird, ist das nur logisch. Davon sollte man nicht abrücken. Nach welchen Kriterien erhalten die Kunden denn ihr Einkommen? In nur ganz seltenene Fällen bemängelten meine Kunden bisher diese Berechnung. Begründen konnten diese die Kritik jedoch nicht. Die wollen das einfach nicht bezahlen und meckern. Diese Kunden könnten ja Mietwagen bestellen, da gibt es das ja nicht. Die brauchen aber nicht den kürzesten Weg zu fahren und brauchen erheblich länger bei der Anfahrt.

Der Tarif muss erhöht werden!
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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Erbsenzählerei...........

Beitrag von Muellerdirk » 11.07.2004, 17:39

Bravo Stefan, :D

meine Stimme hast Du......Dieses ganze Gewurschtel um Wartezeiten etc. ist doch Kinderkram....Der Tarif m u s s erhöht werden....

Ich kann das ganze Lamento und die Jammerei nicht mehr hören.....

Gibt es irgendjemanden,der unserem Gewerbe in den Letzten 4 !! Jahren nicht die Preise erhöht hat..?? (Sprit,Versicherungen,Autohersteller,Zubehör..etc.)

Nur wir entschuldigen uns bald dafür,daß wir atmen.....Was sollen wir denn noch im Namen der "Verhältnismässigkeit" hinnehmen...??

Wenn jemand die Preise für uns erhöht (Verwaltungen,Eichamt,TüV und alle anderen Dienstleister die wir aufsuchen m ü s s e n...) hören wir nur mit einem Achselzucken,daß halt alles teuerer wird.
Bei uns müssen aber erst Gutachten erstellt werden,soviel zur Tarif-Autonomie....

Dann muss aber noch mindestens 1 Jahr gewartet werden um zu diskutieren (und um genügend Zeit zu verschwenden) ,was wohl wäre,wenn......und ob irgendjemand vielleicht nicht mehr 1 mal im Monat Taxi fährt....

Es kann doch kein normaler Mensch wirklich glauben,daß auch nur ein Mensch mehr mit der Droschke fährt,weil eine bestimmte Tour 1 Euro billiger wird.....

Wer fährt,fährt und wer nicht,der nicht........basta.

Aus allen Städten mit irgendwelchen Experimenten, werden doch nur negative Erfahrungen gemeldet,die müssen wir doch nicht auch noch selber machen.........

Danke Stefan und Mike....
Ich dachte schon ich wäre allein mit meiner Meinung....

Ich hoffe,bis zur Kirmes :lol:

mit kollegialem Gruss

Müllerdirk

P.S. Es ist doch einfach lächerlich uns mit einem hochsubventionierten Dienstleister wie der Rheinbahn zu vergleichen....Die sollen `mal mit den gleichen Bedingungen wie wir an den Start gehen,...***...

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Beitrag von jr » 11.07.2004, 18:48

Etwas unglücklich, daß es diesen Thread zweimal gibt.

Ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Thema. In DD mag die Welt durchaus anders aussehen.

In OL gibt es das "Experiment" mit der Karenzzeit seit 2000. Folge: Die Tagfahrer klagten anfänglich über das entgangene Wartezeitengelt. Gleichzeitig ist jedoch die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den hier vergleichsweise stark vertreteten Mietwagen deutlich gestiegen. Zusammen mit einigermaßen stabilen Tarifen geraten letztere allmählich unter Druck. Das umso mehr, als erstmals alle Mietwagen hier teurer sind als die Taxen. Ihr Marktanteil sinkt, ihre Anzahl auch.

Daß alle unsere "Lieferanten" die Preise erhöhen, stimmt nur bedingt, immer mehr Taxiunternehmer geben trotzdem immer weniger für Equipment aus. Als Beispiel sei das Downsizing bei den Fahrzeugen genannt.

Ich gebe Dir recht, daß Tarifänderungsverfahren eine langwierige und nervende Angelegenheit sind. Man kann das durchaus gelebte Planwirtschaft nennen. Wir hängen da noch etwas hinter der geschichtlichen Entwicklung zurück. Doch wer aus dem Gewerbe würde in einem freien Markt in der gegenwärtigen Lage die Preise erhöhen? Du?

Ein Vergleich: Die Tonträgerbranche hat zur Zeit - wie allseits bekannt und wenn auch aus ganz anderen Gründen - ein massives Absatzproblem. Vorhandene Produktionsstätten und Vertriebswege wollen aber dennoch finanziert werden. Was passiert? Werden die Preise erhöht, um das Problem zu beheben?

Alexander Lux
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Beitrag von Alexander Lux » 11.07.2004, 20:51

Die Abschaffung der Wartezeit, d.h. unbezahlte Wartezeit von einer Minute und zwar nicht kummulierend, d.h. das Fahrzeug bewegt sich einen Meter und die unbezahlte Minute beginnt von vorn.
Wir haben in Hamburg diese Regelung seit 2000. Folge ist die unbezahlte verkehrsbedingte Wartezeit. In einer Großstadt wie Hamburg ist das das einzige dynamische Element im Taxentarif somit wird dem Fahrer (ob angestellt oder selbständig) die Arbeitszeit in Abhängigkeit zur Verkehrssituation (= Arbeitsdauer) nicht mehr bezahlt. Das gibt es in keinem Beruf !
Diese Tarifkonstruktion war ein Lobbytarif für eine Funkzentrale und die Handelskammerinteressen in Hamburg. 80% der Kollegen lehnen diese unbezahlte Wartezeit ab, da sie defakto eine Tarifsenkung und drastische Lohnkürzung darstellt, insbesondere für die Tagfahrer in verkehrsstarken Zeiten. In Extremen Verkehrssituationen wie Stau, Winter, Baustellen, Veranstalltungen, etc. ist diese Tarifkonstruktion völlig unzureichend. Es ist dann lohnender den Wagen stehen zu lassen, da sich erhöhter Zeitaufwand bzw. erhöhtes Risiko einfach nicht rechnen. Fazit: Finger weg!!!!!
_________________
Alexander Lux

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Beitrag von Gast » 12.07.2004, 02:10

Muellerdirk:

"Wenn jemand die Preise für uns erhöht (Verwaltungen,Eichamt,TüV und alle anderen Dienstleister die wir aufsuchen m ü s s e n...) hören wir nur mit einem Achselzucken,daß halt alles teuerer wird.
Bei uns müssen aber erst Gutachten erstellt werden,soviel zur Tarif-Autonomie...."

Sehr richtig, diese Dienstleister müssen aufgesucht werden.

Die Dienstleister in den Autos mit der Farbe Hellelfenbein müssen allerdings nicht aufgesucht werden !

Worauf verzichten die Menschen, wenn ihre Kaufkraft sinkt, wohl zuerst ??

Auf Restaurantbesuche und Taxifahrten !!!

Die Umsetzung meines Vorschlags in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema wäre ein Schritt in die richtige Richtung.
Umsatz und Gewinn für Fahrer und Unternehmer würden mittelfristig wieder steigen.

In diesem Sinne...
Ulli :wink:

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Beitrag von jr » 12.07.2004, 07:23

Sehr richtig, diese Dienstleister müssen aufgesucht werden.
Die Dienstleister in den Autos mit der Farbe Hellelfenbein müssen allerdings nicht aufgesucht werden !
Dazu ein Oldenburger Ratsherr beim Abnicken der letzten Tariferhöhung:
"Noch Fragen?"
"Keine. Es muß ja schließlich keiner Taxi fahren."

Wie sich doch die Worte gleichen! Immerhin: Im Monat danach gab es massiven Tourenzuwachs. Daraus abzuleiten, daß die gestiegenen Tarife das ausgelöst hätten, wäre aber gewagt. Die Aktienmarkt-Blase kurz vor dem Crash sorgte halt noch mal für gute Laune. Und zeigte: Die Folgen einer Tariferhöhung hängen von vielen Faktoren ab.

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Beitrag von KehrenTAXI » 12.07.2004, 21:32

"...Downising der Fahrzeugflotte..."
Hallo >jr<!

Sehr lustig. :roll:

Wir nehmen an, Du meinst, dass einige Unternehmer auf die Neuanschaffung einer Mercedes E-Klasse verzichten.

Da kann ich nur sagen:"Das ist kein Verzicht, sondern ein Fortschritt!" :!:

Und noch einmal, Du kannst die Mietwagen nicht mit dem Taxi vergleichen! Die Mietwagen ziehen fast immer den kürzeren, erst recht nach den neuen Richtlinien. Erst recht in Düsseldorf.
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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Beitrag von Gast » 13.07.2004, 02:52

Warum gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen verkehrsspezifischer und richtiger Wartezeit ?

Die Fahrgäste würden sicher verstehen, dass es, wenn man Fahrer samt teurem Arbeitsgerät warten lässt, an ihre Geldbörse geht.
Den Tarif dieser wirklichen Wartezeit könnte man meiner Meinung nach locker auf 30 bis 35 Euro je Stunde erhöhen.

Die verkehrsspezifische Wartezeit dagegen sollte dann deutlich darunter liegen.
Vorschlag:
15 Euro je Stunde Mo bis Fr von 7 bis 19 Uhr.
In der restlichen Zeit und an Feiertagen 10 Euro je Stunde.

Meines Erachtens eine gesunde Mischkalkulation...

Freundliche Grüße
Ulli

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Beitrag von jr » 13.07.2004, 04:34

"Das ist kein Verzicht, sondern ein Fortschritt!"
Umso besser, wenn man dabei sparen kann. Ein Umstieg auf Jaguar ist ja nicht zu erwarten.

Noch mal: Jeder Ort hat seine eigenen Probleme. Hier sind es Mietwagen, dort sind es ausbleibende Kunden. Mancherorts sind gar die Aufpreislisten so lang, daß die Quittungen vermutlich A4-Format brauchen. Unser Problem aber ist - und das gilt überall - , daß wir unser Geschäft zu einseitig nur von unserem Standort aus angehen. Da befinden wir uns durchaus in guter Gesellschaft. Denn andere Dienstleister haben die gleichen Probleme. Wenn wir dort Kunden sind, haben wir auch nicht immer die besten Gedanken, wenn wir auf die Rechnung und ihre Bestandteile schauen. Aber was verstehen wir schon von deren Arbeit? Meistens sehr wenig. Also müssen wir hinnehmen, daß "Verwaltungen,Eichamt,TüV" nehmen, was sie können. Aber wir sollten dabei auch sehen, daß diese drei und andere ihre Gebührenvorstellungen nach draußen genauso schlecht zu kommunizieren verstehen wie wir.

Gast

Eich>amt<

Beitrag von Gast » 13.07.2004, 04:45

Warum gibt es eigentlich das (Monopol) Eichamt nur als solches ?
Wo bleibt die private Konkurrenz ??

Es gab mal das Postamt... :wink:

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KehrenTAXI
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Beitrag von KehrenTAXI » 14.07.2004, 14:29

RP-online von heute:
Das Taxifahren wird bald teurer

Höhere Preise fürs Taxifahren sind nach Meinung aller Fraktionen im Düsseldorfer Rat wegen der schlechten Lage der Branche unausweichlich. Sie wollen daher in der morgigen Ratssitzung eine Erhöhung der Tarife beschließen. Grundlage der Berechnung ist der Vorschlag eines unabhängigen Gutachters. Seine Vorstellungen liegen deutlich unter den Forderungen der Taxigenossenschaft.
In der Printausgabe gibt es den vollständigen Bericht mit vielen Details.
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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Martin Berndt

Beitrag von Martin Berndt » 14.07.2004, 20:13

Hi Taxidriver,

wie du am letzten Beitrag sehen kannst, kommst du mit deinen Ideen ( zum Glück) etwas zu spät. Wenn Ihr das bekommt, was man mir gesagt hat, gratuliere ich euch hier und heute schon mal. Dann seid ihr nicht die Nr. 5 oder Nr. 4 ...., sondern die Nummer ... .
Also Schampus kalt stellen und mit Schröder und Clement für den Aufschwung beten. Dann macht sich der neue Tarif richtig bezahlt.
Fällt der Aufschwung mal wieder aus, is eh alles egal!
Tarife senken, ist eine reine Verzweiflungstat. Bringt ungefähr dasselbe , wie wenn man in einem sinkenden Boot sitzt und mit der Axt die Planken zu Kleinholz verarbeitet.
Man kann uns nicht wie jr mit der Plattenindustrie vergleichen, die einerseits ihre billigen Silberlinge zu Wucherpreisen verscheuert, und sich andererseits wie Sony u.a. mit CD/DVD-Brennern auch noch selbst ins Knie geschossen hat. Unsere Preise waren nie überhöht! Und wer sich 20 € für die Taxe nicht leisten kann, fährt auch nicht für 18 €, sondern nimmt den staatlich subventionierten ÖPNV. Willst du den etwa unterbieten, um mehr Fahrgäste zu bekommen?

mfg

PS: In Hamburg sind wir auf kurzen Strecken schon billiger als der HVV. Die billigste Fahrschein kostet da 1,50 € mal 4 Personen sind 6,00 €. Dafür fahren wir bis zu 2,5 Kilometer, auch durch den dicksten Stau, bekommen aber keine Subventionen und stehen trotzdem lange!

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Beitrag von KehrenTAXI » 14.07.2004, 22:08

Vielen Dank, Martin! So sehe ich das im Prinzip auch.

Für die, die sich aus bekannten Gründen die RP-Print nicht mehr leisten konnten (wegen Armut und so...oder zu kleine Buchstaben...) hier der Tarif, den wir höchstwahrscheinlich ab August 2004 haben werden. Das ist vom Gutachterbüro LINNE & KRAUSE errechnet worden und diesem Vorschlag wird der Rat ganz sicher am Donnerstag (!) folgen.

  • Grundpreis 2,40 €
    Die ersten neun km 1,43 € dann 1,23 €
    Tarifstufe II: alle km plus 0,15 €
    Wartezeit 24,00 €


Ab morgen dann aber bitte selber Zeitung kaufen!
freundlichst ;-)

Stefan Kehren


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