Zwei Tarife in einem Abwasch - geht das?

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jr
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Zwei Tarife in einem Abwasch - geht das?

Beitrag von jr » 13.09.2004, 19:52

In OL wurde vor kurzem beantragt, den Taxitarif "schnellstmöglichst" zu erhöhen. Im Antrag selbst stellt sich das etwas diversifiziert dar: Kilometer sofort und Grundpreis in einem Jahr. Und wegen der Umstellungskosten bitte alles in einem einzigen Arbeitsgang. Die zuständige Behörde hat im Rahmen des Verfahrens die Wirtschaftlichkeit, unter der der Taxiverkehr vor Ort abgewickelt wird, zu prüfen. Außerdem sind die Interessen der Allgemeinheit zu beachten.

Frage nun:
Kann denn diese Prüfung auch für einen Termin, der so weit in der Zukunft liegt, erfolgen? Wäre eine Zustimmung gerichtsfest machbar? Oder geht das nur Zug um Zug?

Richard
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Beitrag von Richard » 20.12.2005, 18:44

Die Antwort auf Deine Frage gibt Radio Eriwan: Im Prinzip kann eine Genehmigungsbehörde so etwas machen. Wenn die Speicherfähigkeit der Taxameter die beiden Tarife leisten kann, dann geht das auch technisch. Ob so ein Vorgehen besonders sinnvoll ist steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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jr
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Beitrag von jr » 21.12.2005, 05:36

Ich kann mir kaum vorstellen, daß ein solcher Tarif schon mal beschlossen worden wäre. Ausnahme davon war natürlich die Euro-Umstellung.

Richard
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Beitrag von Richard » 21.12.2005, 10:05

Die Frage war doch, ob es geht, oder ob es nicht geht.

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jr
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Beitrag von jr » 21.12.2005, 18:05

Das stimmt. Also eine andere Antwort/Frage.

Müßte die Behörde für eine Zweiteilung nicht die Kostensituation fortschreiben? Auf welcher Grundlage sollte das denn gehen? Die Antragsteller führen ja in der Regel konkret auf, wie die Zahlen sich in der jüngsten Vergangenheit entwickelt haben. Und sie wagen manchmal sicher auch eine Prognose für die nähere Zukunft. In Einzelfällen mag es sogar sein, daß konkrete Steigerungen termingebunden absehbar sind (Sozialversicherung, Mehrwertsteuer etc). Doch darf sich die Genehmigungsbehörde auch auf spekulative Argumente einlassen? Muß sie nicht einfach den Stand der Dinge im Augenblick umsetzen?

Richard
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Beitrag von Richard » 23.12.2005, 00:34

Grundsätzlich darf die Genehmigungsbehörde nur Fakten verwenden, um eine Tarifveränderung rechtlich abzusichern. Factum heißt: Es ist geschehen. :) Diese Fakten werden dann verwendet, um Aussagen über zukünftige Entwicklungen zu machen.
Allerdings handelt es sich bei Tarifentscheidungen immer auch um politische Entscheidungen, und bei politischen Entscheidungen ist Faktenkenntnis häufig störend und hinderlich.
Also: Es geht grundsätzlich. Ob es sinnvoll ist, halte ich für fraglich. Man müßte sich aber in jedem Einzelfall die zugrundeliegenden Daten und Fakten ansehen und sie genau prüfen. Persönlich halte ich ein solches Vorgehen nur für akzeptabel und legitim, wenn die zukünftige Entwicklung bereits Vergangenheit ist. Beispiel für eine solche Entwicklung: Umsatzsteuererhöhung beschlossen 2005 zum 01.01.2007. Gottlob betrifft sie uns nicht, weil uns der ermäßigte Steuersatz erhalten bleibt.
Ich hoffe geholfen zu haben

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jr
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Beitrag von jr » 13.01.2006, 01:39

Mit ein bißchen Verspätung: Danke.
Persönlich halte ich ein solches Vorgehen nur für akzeptabel und legitim, wenn die zukünftige Entwicklung bereits Vergangenheit ist.
So sehe ich es auch.

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