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 Das Ende der Karenzminute ? Nächstes Thema anzeigen
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Jörn
Vielschreiber


Anmeldedatum: 06.05.2004
Beiträge: 2490
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 17:37 Antworten mit ZitatNach oben

Neben dem anderen Thema gibt es im neuen Hansel Aktuell vom Januar des Jahres des Herrn 2007 auch noch einen hochinteressanten Leserbrief!
Ein Kollege Herrmann Schulz, der wohl, das darf man dem Brief entnehmen, Mitglied der Union und somit auch des Hansel-Funkes ist.

Dieser Brief spricht ein Thema an, das uns allen seit deren Einführung auf den Nägeln brannte und immer noch fackelt: Die Karenzminute! Oder besser ursprünglich: Die drei Karenzminuten!

Er schreibt:
„Auf der letzten Jahreshauptversammlung der Taxen-Union wurde ein interessanter Vorschlag gemacht: Die kostenfreie Warte¬minute, die ja immer wieder neu beginnt, sobald die Räder zum Stillstand kommen, zu streichen, und dafür einen kostenfreien Zeitblock einzurichten. Das kann heutzutage jede Taxenuhr. Das würde so aussehen, dass der Fahrgast z.B. 5 Warteminuten frei hat, die sich um die jeweilige Standzeit reduziert. Wenn der Speicher leer ist, läuft die Uhr sofort bei Stillstand des Wagens mit der normalen Wartzeit weiter.
Es ist tatsächlich nicht mehr einzusehen, dass wir bei dem immer stärker werdenden Verkehr, und den daraus resultierenden immer häufiger und immer länger werden¬den Staus diese Standzeiten aus eigener Tasche zahlen sollen - denn dafür gibt es jetzt ja kein Geld. Der Fahrgast, der in die¬ser Zeit die Taxe in Anspruch nimmt, sollte einen angemessen finanziellen Teil für die von uns geleistete Arbeitszeit beitragen. Als die kostenlose Wartezeit am 1. Februar 2000 eingeführt wurde, war der Tarif so ge¬strickt, dass für den Wegfall der Wartezeit der Kilometerpreis angehoben wurde. In den folgenden Jahren hat sich die - Ver¬kehrsbedingte - Wartezeit kontinuierlich erhöht. Einen Ausgleich in den folgenden Tarifänderungen gab es in den vergange¬nen 7 Jahren dafür aber nicht. Daher denke ich, der Fahrgast sollte wie¬der einen gerechten Anteil an der Wartezeit zahlen: Wir geben ihm die ersten 5 Minuten umsonst, den Rest hat er zu tragen.“

Der Schreiber vergisst uns allen zu berichten, dass diese Karenzminute(n) damals auf Druck seiner Zentrale eingeführt wurde (die waren schon immer groß, zum eigenen angeblichen Vorteil alle anderen kürzer treten zu lassen. Siehe Flughafen!), mit dem Argument, dass hiermit eine Kostenkalkulation des Kunden möglich würde, was vor allem bei industriellen Großkunden von Belang sein würde!
Leider konnte man sich auch bei der Behörde mit dieser Argumentation durchsetzen, was uns allen seit dem viel viel Geld gekostet hat!

Erst auf riesigem Druck von der Straße wurde dann diese 3-minütige Karenzzeit auf ‚nur’ eine Minute verringert! Welche Sozialleistung!
Eigentlich wussten ALLE von uns, mit Ausnahme der Hansel-Oberen, dass das eine schädliche Einrichtung war und immer sein wird!
Aber die mussten diese Sache ja nicht auslöffeln, sondern WIR! Denn schließlich sind sie nicht mehr auf der Straße anzutreffen!

Jetzt endlich scheint es also, mit verdammt langer Vorlaufzeit, auch dort endlich bemerkt worden zu sein, dass diese Rechnung, wie so viele von denen, nicht nur nicht aufging (jedenfalls nicht für Genossen wie Fahrer), sondern nur geringere Umsätze einbrachte, sowohl für Hansels, als auch alle anderen!

WIR haben seit Anfang an dagegen protestiert und gestritten!
NUN ENDLICH scheint man auch bei der so genannten UNION (Hansels) begriffen zu haben, dass das so nicht weitergehen kann! Schließlich braucht man jeden Cent, um den Laden in Billstedt am Laufen zu halten! Da hat man nichts mehr zu verschenken!
Man kann es kaum glauben, aber man hofft dort sogar, dass auch die anderen Verbände mitmachen werden, wobei man allerdings nicht die Warteminuten ganz abschaffen möchte, sondern ein Feigenblatt von 5 Spareinheiten beibehalten möchte!

Weiteres Zitat:
„Auch in der Grindelallee muss man ab Rentzelstraße, Richtung An der Verbindungsbahn, in der Rushhour oft eine Vier¬telstunde oder länger stehen. Diese Strecke misst ca. 400 Meter - und auf der Uhr stehen dann lediglich 70 Cent mehr. Nicht gerade ein toller Umsatz. Denn der Wagen steht nie länger als eine Minute, rollt dann
einige Wagenlängen weiter und die kosten¬ lose Warteminute beginnt jeweils von vorn zu zählen. (Nebenbei gesagt: Es wäre kein Problem, diese Busspur für die Taxen frei zu geben)“

WOW! Welch eine Einsicht!
Man fragt sich ernsthaft, wo dieser Schreiber damals gewesen ist, als man bei seiner Genossenschaft unermüdlich um die Einführung dieser Minute(n) kämpfte?
Die Staus in der Grindelallee waren damals schon fast genauso lang!
Hierzu sei kurz noch erwähnt: Dass wir die Busspur nicht benutzen dürfen liegt an der Tatsache, dass sich viele Kutscher, darunter auch etliche seiner eigenen Zentrale, extrem daneben benehmen und alle Verkehrsregeln mit ziemlich großer Chutzpe ignorieren. Man denke da mal an die ‚Taxi-Ampel’ vor dem Dammtorbahnhof, wenn man den Teil der Busspur benutzt hat, der uns erlaubt wurde (nach viel hin und her!).

Zitat: „Denn diese Regelung, wie sie heute exis¬tiert, ist einfach nicht mehr zeitgemäß - und wird immer unzeitgemäßer!“

Wie recht du doch hast, Kollege Schulz!
Aber du vergisst zu sagen, dass diese Rechnung von Anfang an unzeitgemäß war! Und vor allem unterschlägst du uns die wahren Urheber diese Minute(n), die uns über die Jahre sicherlich schon einige Tausender gekostet hat!

Zitat: „Jeder muss bei dem heutigen Verkehrsaufkommen mit Staus rechnen. So wie der Fahr¬gast die Fahrzeit von A nach B kalkuliert,
so muss er natürlich auch eventuelle War¬tezeiten- und Kosten einkalkulieren.
Ich denke, dass wir den Fahrgästen vermit¬teln können, dass sie einen Teil der Warte¬zeit übernehmen müssten, sie Verständnis dafür haben, dass wir Ihnen unsere Wartezeit-Bedingte-Arbeitszeit nicht völlig kostenfrei geben können, denn unsere Kosten laufen auch bei Stillstand der Räder weiter.
Ich denke, dass die Kollegen in allen Verbänden diesem Vorschlag mit großer Mehrheit zustimmen und empfehle den Vorständen, einen übereinstimmenden Ta¬rifänderungsantrag zu stellen.“

Nun versucht der Kollege Schulz seinen Kameraden die Aufhebung der Karenz-Minute dadurch schmackhaft zu machen, indem er eine 5-minütige Ansparzeit einführen will, in der die Uhr nicht weitertickt, wenn die Räder zum Stillstand kommen, aber das ist ja wohl ein Witz! Dann können wir auch gleich endlich Nägel mit Köpfen machen, und uns vom Kunden die GESAMTE Arbeitszeit auch bezahlen lassen! Die machen das in der Regel ja auch!

Fazit: Dieser Denk-Ansatz einer teilweisen Abschaffung der Karenz-Minute ist immerhin schon ein Fortschritt im geistigen Lager der Hansels, aber Schulz vergisst zu erwähnen, dass ER und seine Krieger die Verursacher dieses Übels sind! Immerhin habt ihr noch vor ein paar Monaten, als eine neue Tarifrunde anstand, noch vehement gegen die Abschaffung dieser Sache gewehrt!

Natürlich wird man in den anderen Verbänden POSITIV auf diesen Vorschlag reagieren, aber doch nur deswegen, weil man dort schon immer gegen diese Minute war!

Lieber Schulz und Genossen:
Sollte dieser Änderungsvorschlag mit einiger Chance (da ihr ihn ja plötzlich unterstützt!) tatsächlich kommen, so behauptet bitte bitte nicht, das IHR es wart, die diese soziale Wohltat für uns alle erwirkt habt!
IHR HABT VERDAMMT LANGE GEBRAUCHT, UM DAS PROBLEM ÖFFENTLICH ZUZUGEBEN!
Und wenn man Fehler macht, sollte man diese auch zugeben, was aber in eurem Club vollkommen unmöglich ist!

Aber immerhin muß man auch dem Letzten zugestehen, dass er zwar zu einer späten, aber immerhin doch Erkenntnis kommt!
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jr
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 17:54 Antworten mit ZitatNach oben

Im Gegenzug mußt Du aber auch den Busunternehmen zugestehen, daß sie in ihre Tarife ein Zeitelement einführen. Und auch im Restaurant ist gar nicht einzusehen, daß das Essen das Gleiche kostet, wenn Du wegen zuviel Betriebs im Laden länger warten mußt, bis Du die Gabel in die Hand nehmen darfst. Schließlich laufen deren Kosten während der Zeit, wo Du nicht von der Stelle kommst oder Dein Magen hungert, ebenfalls weiter.
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Otto126
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 18:04 Antworten mit ZitatNach oben

Ich bin sicher, unsere Tagschicht-Fahrer haben da eine eigene Meinung, aber nachts geht das mit den drei Minuten ganz gut. Hat was von Service, wenn man eben noch an der Tanke hält und die Fahrgäste holen sich noch einen Sixpack, ohne dass es was extra kostet.

_________________
...Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,
und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören...

(Rilke)
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Jörn
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 18:19 Antworten mit ZitatNach oben

Der Grund mit der Kneipe hinkt, denn die Verzögerung ist ja dann vom Lokal verursacht! Anders wäre es, wenn ich etwas derart Exklusives bestellen würde, was sie erst einkaufen müßten! Aber dann ist das im Preis schon mit drin, da kannst du von ausgehen.

Und beim Bus muß man sagen, daß es sich hierbei um ein von mir subventioniertes Verkehrsmittel handelt, auch der Vergleich paßt nicht wirklich!

Und Otto: Natürlich ist das für den Nachtfahrer ziemlich egal, denn da gibt es kaum Staus! Da könnte ich auch mit 3 Minuten, wie scheinbar noch bei euch, durchaus leben. Aber ich bin Tagfahrer!
Neulich habe ich vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof (ca. 2,5 km) etwa 45 Minuten gebraucht (kurz vor Heiligabend). Es gab keinerlei Alternativen, da entweder alles gesperrt oder auch verstopft war. 3,60 Euronen auf dem Wecker!
Habe immerhin von meinem Kunden, weil er großes Mitleid hatte (passiert auch gelegentlich) 8 Euro bekommen.
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E. G. Engel
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 18:35 Antworten mit ZitatNach oben

Unabhängig wie man zu der Karenzminute steht, unser Kämpfer für Recht und Freiheit (von A wie Ackermann bis Z wie Zorro) bringt mal wieder einiges durcheinander.

Damals waren alle Verbände, LHT und LPVG sowie die Zentralen Hanzafunk, Autoruf und Taxi Hamburg dafür. Herr Napps Busenfreundin, die LHT-Vorsitzende Frau Taraske, war damals zweite LHT-Vorsitzende.

Diese Einigkeit war damals auch der Grund warum sich der HTV gegründet hat.

Eberhard
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jr
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 18:40 Antworten mit ZitatNach oben

Die Tour hätte mit Warte(- ohne Karenz)zeit bei 20 Euro/h dann vielleicht 17 oder 18 Euro gekostet. Allerdings hätte sich wohl die Wahrscheinlichkeit, daß der Kunde die Fahrt unter diesen Bedingungen überhaupt ordert, in gleichem Ausmaß wie die Steigerung des Fahrpreises verringert. Ist das wirklich ein Gewinn?

Ich kann die Aussage, daß die Kunden ja sowieso Taxi fahren und zwar weitestgehend unabhängig vom Preis (so z.B. Herr Berndt), nicht nachvollziehen. Vielmehr ist es so, daß abhängig von der Gesamtattraktivität des Verkehrsmittels Taxi die Kunden bereit sind, einen bestimmten Teil ihrer Ausgaben von ihren Taschen in unsere umzuleiten. Dieser Anteil steht in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Waren und Dienstleistungen, die abgerufen werden wollen. Da durch die Wartezeitberechnung ein für den Kunden eher negatives Element (zweifach: durch die zusätzlichen Kosten und durch die fehlende Beeinflußbarkeit) in den Tarif eintritt, wird er wohl kaum geneigt sein, die Summe der Ausgaben für Taxen zu erhöhen.

Freuen wird es dagegen die Unternehmer, die im Ausgleich den gleichen Umsatz mit weniger Kilometern schaffen.
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nowhereman
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 19:21 Antworten mit ZitatNach oben

Jörn hat Folgendes geschrieben:

Neulich habe ich vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof (ca. 2,5 km) etwa 45 Minuten gebraucht (kurz vor Heiligabend). Es gab keinerlei Alternativen...


doch, die gibt es immer...zb die, sich nicht am posten jungfernstieg hinzulegen. schon garnicht kurz vor heiligabend...für mich ein klarer fall von "selbst schuld"... Auf den Arm nehmen

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"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?".(B. Brecht)

"Die Herren machen das selber, dass ihnen der arme Mann feind wird." (Thomas Müntzer)
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nicht egal !
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 21:47 Antworten mit ZitatNach oben

Beim Betanken der Taxe , läuft die " - Preisuhr - , € Euro pro Liter - " auch nicht mit " - Karenz - " , so ungefähr , desto mehr ich tanke , desto weniger muss ich zahlen , auch gibt es bei der Versicherung keinen " Karenzpreis " , da die Taxe ja nicht so oft fuhr ... etc . etc .

Jörn hat Folgendes geschrieben:
Und Otto: Natürlich ist das für den Nachtfahrer ziemlich egal, denn da gibt es kaum Staus! Da könnte ich auch mit 3 Minuten, wie scheinbar noch bei euch, durchaus leben. Aber ich bin Tagfahrer!
Neulich habe ich vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof (ca. 2,5 km) etwa 45 Minuten gebraucht (kurz vor Heiligabend). Es gab keinerlei Alternativen, da entweder alles gesperrt oder auch verstopft war. 3,60 Euronen auf dem Wecker!



Da bringt man Zeit und gewissermassen auch noch Geld mit zur Arbeit , das kann es ja auch nicht sein !

Ich würde diese Karenzzeit abschaffen und dafür die Wartezeit und auch den Kilometerpreis nach unten hin senken , somit hätten alle was davon .


n.e !
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wolli
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 21:56 Antworten mit ZitatNach oben

Jörn hat Folgendes geschrieben:

Und Otto: Natürlich ist das für den Nachtfahrer ziemlich egal, denn da gibt es kaum Staus! Da könnte ich auch mit 3 Minuten, wie scheinbar noch bei euch, durchaus leben. Aber ich bin Tagfahrer!


ich auch, Jörn!

und deshalb kann ich dir nur uneingeschränkt recht geben! Ausrufezeichen
( mit ausnahme von Hamburg-spezifischen problemen, von denen ich natürlich keine ahnung habe! )

die meisten hier sind nachtfahrer, die nicht im entferntesten erahnen können, was es wirklich bedeutet sich meter für meter voranzuwarten und nichts zu verdienen! Ausrufezeichen Idee Böse

mich hat die einführung dieser "karenzzeit" bisher nur geld gekostet! Traurig Traurig Traurig

_________________
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der Clown
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 23:33 Antworten mit ZitatNach oben

Jörn hat Folgendes geschrieben:
Neulich habe ich vom Jungfernstieg zum Hauptbahnhof (ca. 2,5 km) etwa 45 Minuten gebraucht


Vorher den Schlüssel leicht nach rechts drehen. Mit gezündetem Motor kommt man schneller ans Ziel. Ich als Tagfahrer bin für die Beibehaltung der Karenzminute, weil diese zum einen eine Preistransparenz hergestellt sprich Tag-Nacht-Gleichheit. Vielmehr sollten die von Dir und anderem vorgetragenen Verluste in ihrem Ausmaß errechnet werden und durch eine moderate Anhebung der km-Tarifs oder durch eine Umgestaltung des gesamten Tarifmodells aufgefangen werden. Genug Vorschläge gibt es dazu ja schon.

Daß jeder mal so eine Tour wie oben beschrieben haben kann oder auch mal eine Schicht mit solchen Touren in den Sand setzt passiert jedem. Aber es ist nicht die Regel und kann deswegen auch nicht maßgeblich für Deine Forderung sein. Widersprichst Du diesem Aspekt, dann solltest mal Deine Arbeitsweise ändern. Wie sind Deine Arbeitszeiten noch einmal? von 10 bis 18 Uhr? Gut das sind auch acht Stunden, aber vollkommen an den Nachfragehochs vorbei.

Viel Glück in neum Jahr
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Rolf
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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 00:59 Antworten mit ZitatNach oben

Mit einem Grüezi aus Zürich:

Ein von Behörden festgelegter Taxitarif, welcher die Arbeitszeit der Taxilenkenden beim Stillstand des Fahrzeuges während der Arbeit nicht berücksichtigt, ist aus meiner, einverstanden, nicht massgebenden Sicht, wenn nicht sogar Gesetzes widrig dann zumindest gegen meine Auffassung von Moral und Ethik.

Existieren dazu schon Rechts-Gutachten oder Stellungnahmen von Arbeitnehmer-Schutzorganisationen (Gewerkschaften)?

Ich kenne hier in Zürich nur den kombinierten Tarif, entweder wird der Kilometer gerechnet oder dann die Zeit, wenn langsamer wie die Wartezeit von CHF 63 pro Stunde, also weniger als 18 kmh gefahren oder still gestanden wird.

Als Nacharbeiter habe ich nur diese meine Statistik:

26.5 % Grundtaxen à CHF 6.--
62.5 % Kilometer à CHF 3.50
3.88 % Wartezeit à CHF 63.--
7.12 % Overtipp

Ergibt 100% der Fahreinnahmen inkl. 7.6 % Mehrwertsteuer

Beste Grüsse, Rolf
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wolli
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 01:13 Antworten mit ZitatNach oben

der Clown hat Folgendes geschrieben:
Aber es ist nicht die Regel und kann deswegen auch nicht maßgeblich für Deine Forderung sein. Widersprichst Du diesem Aspekt, dann solltest mal Deine Arbeitsweise ändern. Wie sind Deine Arbeitszeiten noch einmal? von 10 bis 18 Uhr? Gut das sind auch acht Stunden, aber vollkommen an den Nachfragehochs vorbei.


doch, Clown, es ist sogar zunehmend die regel! Ausrufezeichen Geschockt

und seine "arbeitsweise" kann man als festangestellter fahrer nur sehr bedingt ändern! Ausrufezeichen Böse

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Poorboy
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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 01:31 Antworten mit ZitatNach oben

Sorry,

wenn die Uhr im Stillstand läuft, steigt der Kunde aus und latscht am Stau vorbei. Vorn angekommen winkt er dann ein neues Taxi ab. Ausnahmen gäbe es da wohl nur bei Mega-Gepäck.

Mir sind solche Nummern schon mehrfach passiert. Fahrgast beordert mich ans Ende eines Hyperstaus und steigt aus. Da durfte ich dann alleine den Stau durchstehen.

Poorboy
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wolli
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 01:44 Antworten mit ZitatNach oben

Poorboy hat Folgendes geschrieben:
Sorry,

wenn die Uhr im Stillstand läuft, steigt der Kunde aus und latscht am Stau vorbei. Vorn angekommen winkt er dann ein neues Taxi ab.


ist natürlich sein gutes recht, Poorboy! Traurig

aber tatsächlich passieren tut das doch eher selten! Ausrufezeichen Idee

tagschichtfahrer sind durch diese regelung definitiv "gearscht" und müssen es aus eigener tasche bezahlen! Ausrufezeichen Böse

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Gast





BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 06:37 Antworten mit ZitatNach oben

Rolf hat Folgendes geschrieben:

Ich kenne hier in Zürich nur den kombinierten Tarif, entweder wird der Kilometer gerechnet oder dann die Zeit, wenn langsamer wie die Wartezeit von CHF 63 pro Stunde, also weniger als 18 kmh gefahren oder still gestanden wird.
Beste Grüsse, Rolf


Genau so wird es auch in Deutschland überwiegend gehandhabt !
Ausnahmen bestätigen, wie überall, die Regel.
jr
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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 07:13 Antworten mit ZitatNach oben

In den Niederlanden steht der generelle Entfall der Wartezeit offenbar auf der Verordnungsliste.

Karenzzeiten bzw. (deutlich) niedrigere Preise für verkehrsbedingte Wartezeiten gibt es in einem Viertel aller deutschen Städte.

Daß Kunden im Stau ausgestiegen sind, weil das Taxameter schneller lief als ihre Füße, ist mir in früheren Zeiten jedes Jahr mehrmals passiert. Übertroffen wurde das allerdings von dem Ärger, den es in fast jeder Schicht an den Ampeln gab, wenn die Uhr - zufällig - nach 3 oder 4 Sekunden umsprang. Während der Nachtschicht waren die Kunden hier sogar empfindlicher als in der Tagschicht. Ich kann gerne auf diesen Streß verzichten.

In der Tagschicht sollte ein fairer Ausgleich möglich sein, wenn der Strecken-Tarif entsprechend angehoben wird. Leider gerät eine solche Anhebung aber nach der Umstellung von Normal- auf Karenzzeit schnell in Vergessenheit.
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Gast





BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 08:43 Antworten mit ZitatNach oben

Kein Fahrer findet es schön, in einem Stau zu stehen.

Ist es aber dann doch mal der Fall, muss das Taxameter ohne Karenzzeit weiterticken.

Wo sind wir denn hier ?

Sitzt ein Fahrgast im Auto, muss er auch die Arbeitszeit seines Fahrers bezahlen.

Welcher Handwerksbetrieb stellt Arbeitsgerät und Arbeitskraft anno 2007 denn noch für 24 Euro je Stunde zur Verfügung ??
xi
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 10:38 Antworten mit ZitatNach oben

Ich bin auch gegen die unbezahlten Warteminuten während der Tour. Aus psychologischen Gründen: Es stresst. Das Argument für die Karenzminuten ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen: Besser kalkulierbare Preise für den Kunden. Das man auch innerhalb des Hanzafunks unterschiedliche Positionen zu dem Thema hat, ist keine sensationelle Enthüllung des Kollegen Napp, sondern jedem bekannt und völlig normal.

Es geht auch bei diesem "Hier schreibt Jörn Napp"-Thread nicht um das vorgebliche Thema (Karenzminute) sondern um etwas ganz anderes (Hanza-Neurose).

Viel wichtiger als über das Thema "Unbezahlte Karenzminuten während der Tour" zu diskutieren, wäre es, sich mal über "Die unbezahlten Karenz-STUNDEN am Taxenstand" zu unterhalten. Und welche Rolle die von ihren Schulungsangeboten lebenden Taxenverbände dabei spielen (Stichwort: Fahrerschwemme)

xi
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der Bunte
Vielschreiber


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BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 16:56 Antworten mit ZitatNach oben

irgendwie scheinen hier fast alle an akutem gedächtnissverlust zu leiden....
ich bin mit dieser karenzminute im vorweihnachtlichem innenstadtverkehr, oder bei grossveranstaltungen auch nicht immer so glücklich, aber habt ihr denn alle schon vergessen, dass mit einführung der karenzminute-n damals auch der kilometerpreis auf 3.- DM angehoben wurde ????

als diese erhöhung angekündigt wurde, habe ich damals sofort angefangen, meinen besetztkilometerschnitt zu notieren, er lag über mehrere wochen zwischen 2,60 und 2,70 DM !!!!

also sind wir defacto mit der damaligen erhöhung deutlich besser gefahren !!!!

3 min fand ich auch zu lang, mit der einen kann man so irgendwie leben finde ich, wie gesagt, glücklich macht es mich auch nicht, dass ich dann quasie unbezahlt stehe, aber ne bessere lösung, sollte wohl eher in einer verkehrspolitischen lösung liegen, und nicht indem man an "blind" an der preisschraube dreht !!!!
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wolli
Vielschreiber


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Wohnort: Oldenburg

BeitragVerfasst am: 08.01.2007, 17:01 Antworten mit ZitatNach oben

mit einer minute könnte ich auch besser leben, als mit dreien, die einem wie eine ewigkeit vorkommen können! Ausrufezeichen Geschockt

_________________
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