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camouflage
Ich bin neu hier
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Verfasst am:
31.07.2010, 12:44 |
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Das mit dem Quatsch hätte ich gern mal näher erläutert, Herr Engel! |
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André
Moderator

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Verfasst am:
31.07.2010, 13:42 |
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Ich möchte mal den Verfechtern der Meinung, dass eine Tariferhöhung nur zum Kundenverlust etwas entgegnen, was allgemein gültig sein dürfte.
Selbst wenn es bei einer angenommenen saftigen Tariferhöhung von sagen wir 20% zu einem unwahrscheinlichen Nachfragerückgang von 10% käme, würde das auf die Durchschnittstour bezogen und über den Daumen gerchnet immer noch zu einem Umsatzplus von 10% kommen. Hinzu käme die Gewinnsteigerung durch sinkende Kosten, denn die Auslastung ginge ja um 10% zurück.
Nun funktioniert das mit den 20 % nicht alle zwei Jahre. Aber man kann einen Tarif ganz sicher alle 10 Jahre mal kräftig puschen, zumal die Wirtschaft ja gerade wieder anzieht. In den Jahren dazwischen dürfte dann wohl eine reiner Inflationsausgleich genügen.
Wie an anderer Stelle schon gesagt wurde. Unsere Kunden fahrern Taxi in erster Linie mangels Alternative. Für diejenigen die als schlaue Rechner auf ein ein eigenes Auto verzichten, wird das Taxi auch dann noch die kostengünstige Alternative darstellen. |
_________________ Taxi in Lübeck? Hier! |
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E. G. Engel
Vielschreiber

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Verfasst am:
31.07.2010, 13:59 |
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@ camouflage
das mit dem "alles" nehme ich so zurück. In deinem Posting sind einige gute Sachen über die man sogar diskutieren kann.
Gruß Eberhard |
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vas
Vielschreiber
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Verfasst am:
31.07.2010, 14:43 |
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| André hat Folgendes geschrieben: |
Selbst wenn es bei einer angenommenen saftigen Tariferhöhung von sagen wir 20% zu einem unwahrscheinlichen Nachfragerückgang von 10% käme, würde das auf die Durchschnittstour bezogen und über den Daumen gerchnet immer noch zu einem Umsatzplus von 10% kommen.
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Na, das ist ja wohl Wunschdenken. Wie kommst Du denn auf den "unwahrscheinlichen Nachfragerückgang" von 10%? Vielleicht beträgt er auch 20% oder nur 1%? Wer weiss das schon, das lässt sich nicht ausrechnen. Das müsste man testen. Als Betreiber einer Currywurstbude könntest Du es einfach ausprobieren, ob Du wieder in die Gewinnzone kommst, wenn Du die Preise um 20% erhöhst. Meist liegen die Probleme ja woanders.
| camouflage hat Folgendes geschrieben: |
wie "günstig" (man könnte auch sagen "billig") die Dienstleistung Taxi ist, wenn man einen Blick in die monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Unternehmer wirft |
Die betriebswirtschaftlichen Daten eines Taxenunternehmers sind dem Kunden ganz egal. Viele Kunden empfinden die Dienstleistung Taxi eben als "teuer" und stellen sich morgens an die Bushaltestelle, während ich gegenüber in meinem Taxi sitze und die Zeitung auswendig lerne.
Ich möchte dem Kunden auch möglichst viel Geld aus der Tasche ziehen, aber wenn er nicht bei mir einsteigt, dann geht das nicht.
Ob die Karenzminute nun gut (also im Mittel gewinnsteigernd) oder schlecht ist, kann ich überhaupt nicht einschätzen. Auch hier gilt: man müsste es testen. Für Hardcore-Innenstadtfahrer ist diese KM natürlich eine Qual. Vielleicht sollte man sie abschaffen, weil höhere Preise in nachfragestarken Zeiten (= hohe verkehrsbedingte Wartezeiten) vernünftig sind.
Was ich gut fände: Die Extraberechnung von Sonderleistungen: Zentralenbestellung, Kartenzahlung, Kombitouren usw. Aktuell ist alles eingepreist und der Kunde, der nur die Basis-Dienstleistung (Taxi ranwinken, Fahrt von A->B, Barzahlung, und schüss) in Anspruch nimmt subventioniert bspw. indirekt auch die teuren Vermittlungszentralen.
Verdächtig finde ich den in Taxikreisen weitverbreiteten Glauben, dass Preiserhöhungen automatisch zu Gewinnsteigerungen führen.
| Minol hat Folgendes geschrieben: |
| Regelkreislauf |
Ja, ein Regelkreislauf mit merkwürdigen Regeln. Ich muss mit Unternehmern konkurruieren, die einen Fahrer, der "nur" 8-Stunden Schichten fahren will, gleich wieder nach Hause schicken (siehe die Beiträge von "johan", aktuell 1. VS unserer Elite-Genossenschaft). Ich muss mit Fahrern ohne Orts- und Sprachkenntnis den Kuchen teilen, Fahrern die von ihrem Lohn gar nicht leben können und sich den Rest vom Staat holen usw. |
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André
Moderator

Anmeldedatum: 18.03.2005
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Wohnort: Hansestadt Lübeck
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Verfasst am:
31.07.2010, 15:28 |
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| vas hat Folgendes geschrieben: |
| André hat Folgendes geschrieben: |
Selbst wenn es bei einer angenommenen saftigen Tariferhöhung von sagen wir 20% zu einem unwahrscheinlichen Nachfragerückgang von 10% käme, würde das auf die Durchschnittstour bezogen und über den Daumen gerchnet immer noch zu einem Umsatzplus von 10% kommen.
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Na, das ist ja wohl Wunschdenken. Wie kommst Du denn auf den "unwahrscheinlichen Nachfragerückgang" von 10%? Vielleicht beträgt er auch 20% oder nur 1%? Wer weiss das schon, das lässt sich nicht ausrechnen. Das müsste man testen. Als Betreiber einer Currywurstbude könntest Du es einfach ausprobieren, ob Du wieder in die Gewinnzone kommst, wenn Du die Preise um 20% erhöhst. Meist liegen die Probleme ja woanders..... |
Kaufst Du heute noch Gurken, die vor 10 Jahren weniger in Pfennig gekostet haben, als heute in Cent? Klar, es sei denn, Du verzichtest auf Gurken.
Die 10% sind willkürlich gewählt und tatsächlich würde der Rückgang nach meiner Meinung geringer ausfallen. Wenn ich an meiner Wurstbude die Preise erhöhe, macht an der nächsten Ecke die nächst billigere auf. Das ist beim Taxitarif nicht möglich. Selbst Mietwagenfirmen, sofern sie in nennenswerter Weise am Markt agieren, warten ja stets auf eine Erhöhung des Taxitarifes.
Manchmal muß man einfach mit dem Alleintellungsmerkmal "Taxi" und dem Wissen um seine eigene, gute Dienstleistung an die Sache herangehen. Das Wissen um die schwarzen Schafe mit ihrer schlechten Dienstleistung muß man sich dann eben selbst zunutze machen.
In Lübeck hat die letzte Tarifanpassung und im Gegensatz zu Hamburg haben wir einen wirklichen Hungertarif, zwar zu messbaren Erhöhungen im Centbereich / Tour geführt, aber nicht zu nennenswerten Rückgängen der Auftragslage. Sie hat aber, soweitich das beurteilen kann, eben auch nicht zu einer nennenswerten Erhöhung der Ertragslage geführt, weil sie schicht zu niedrig ausgefallen war. |
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pauline
User
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Verfasst am:
31.07.2010, 15:42 |
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Nach der Auffassung so mancher hier müssten die Currywurst-Preise mächtig in die Höhe gehen, wenn es an jeder Ecke eine Currywurstbude gibt.
Wie sollen die Curryverwurster sonst zurechtkommen ? In der Realität sieht das ganz anders aus. Ein Döner ist mittlerweile für 2 Euro zu haben. Oder anders herum ausgedrückt :Wenn es weniger Taxen gäbe, würde man mit dem aktuellen Tarif gut zurechtkommen, denn mindestens die Hälfte seiner Arbeitszeit steht ein Kutscher sinnlos in der Gegend herum, statt zu arbeiten.
Wenn infolge einer Erhöhung der Tarife die Taxenzahl ansteigt, war die Tarifanhebung für die Katz. Wenn die Politik billige Taxen haben will, muss sie dafür sorgen, dass die Taxen besser ausgelastet sind. Und das geht nur über die Begrenzung der Taxenanzahl. So merkwürdig sich das auch anhört.
Der Unterschied zur Curry-Bude besteht nämlich darin, dass wir unsere Preise nicht selbst bestimmen können, der Markt also außer Kraft gesetzt ist.
Also sollte er auch beim Zugang zum Gewerbe außer Kraft gesetzt werden. |
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E. G. Engel
Vielschreiber

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Verfasst am:
31.07.2010, 16:00 |
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@ pauline
Hervorragender Ansatz pauline. Man kann dass auch hervorrgend begründen, betriebswirtschaftlich, volkswirtschaftlich und sogar gesetzestechnisch (PbefG),also nicht nur als Meinung.
Grüße Eberhard |
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jr
Administrator

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Verfasst am:
31.07.2010, 18:25 |
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| Zitat: |
| Kaufst Du heute noch Gurken, die vor 10 Jahren weniger in Pfennig gekostet haben, als heute in Cent? Klar, es sei denn, Du verzichtest auf Gurken. |
Gurken waren in DM-Zeiten auch umgerechnet teurer als heutzutage (wenn auch nicht unbedingt gerade heute). Das weiß ich, weil ich nicht verzichtet habe.
Daß eine Tariferhöhung (wie hoch sie auch immer ausfällt) sich negativ auf die Kundenfrequenz niederschlägt, entspricht ökonomischen Grundsätzen. Das Gegenteil anzunehmen, entspricht dem Dauerargument der Biogasanlagen-Betreiber, daß genug landwirtschaftliche Fläche vorhanden sei und ein paar Hektar Mais sich nicht auf die anderen angebauten Güter auswirken. Tatsächlich wirkt sich jeder einzelne qm aus, nur sind die Zusammenhänge bei homöopathischen Mengen schwer nachweisbar.
Vielleicht sollte man die bundesweit tätigen Taxigutachter mal auf die Preistoleranz der Fahrgäste loslassen anstatt sie immer nur mit den Folgen gewerbeinterner Streitereien um Konzessionen zu beschäftigen. In den neuen Bundesländern hat es in den vergangenen Jahren zum Teil Tarifsprünge von über 30 % gegeben. Es wäre viel wert gewesen, die Preistoleranz bei dieser Gelegenheit mal unter die Lupe zu nehmen. Mir ist nicht bekannt, daß das passiert ist. |
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E. G. Engel
Vielschreiber

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Wohnort: Hamburg
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Verfasst am:
31.07.2010, 19:25 |
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@ jr
| Zitat: |
| Daß eine Tariferhöhung (wie hoch sie auch immer ausfällt) sich negativ auf die Kundenfrequenz niederschlägt, entspricht ökonomischen Grundsätzen. |
Wenn schon ökonomische Grundsätze dann bitte auch Nachfrage. Kundenfrequenz
| Zitat: |
| Vielleicht sollte man die bundesweit tätigen Taxigutachter mal auf die Preistoleranz der Fahrgäste loslassen anstatt sie immer nur mit den Folgen gewerbeinterner Streitereien um Konzessionen zu beschäftigen. |
Unter Fachleuten nennt man das Preiselastizität. Interessantes Thema. Kann man viel verkehrt machen.
Ist einfach zu flach und nicht durchdacht. Taxiwirtschaft.
Gruß Eberhard |
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jr
Administrator

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Verfasst am:
31.07.2010, 23:23 |
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Preiselastizität hatte ich zunächst auch nicht im Auge. Preistoleranz beschreibt die Reaktion des Kundenbestands bei einer Preiserhöhung, die Elastizität bezieht auch das Verhalten der potentiellen Kunden ein, ist also weiter gefaßt. Oder sehe ich das falsch? Du bist ja Fachmann für diese Dinge. |
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arne13
User
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Verfasst am:
01.08.2010, 00:09 |
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Ja, ich will ja eigentlich dem guten Engel nicht vorgreifen, aber wird ja langsam interessant. Hier ist eine gute Erklärung zum Thema Preiselastizität, wobei du den Funktionsquark nicht wirklich verstehen musst, unter Kategorisierungen ist es gut erklärt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Preiselastizit%C3%A4t
Preis/Einkommenselastizitäten sind ein ziemlich fester Begriff in der VWL. Aber wie so oft fällt die Anwendung schwer. Ist sie (die Nachfrage nach Taxen) elastisch oder unelastisch. Ich befürchte ja eine gewisse Elastizität und ist sie größer als 1, führt eine Tariferhöhung zu Einkommensverlusten, da die Nachfrage stärker sinkt als der Preis steigt. Dat wäre natürlich schlecht aber gleichzeitig relativ unwahrscheinlich, sie dürfte irgendwo zwischen 0 und 1 liegen?
Den genauen Wert zu bestimmen, beschäftigt in der freien Wirtschaft ganze Hundertschaften von Marketingfuzzis!
Gruß
Arne |
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reasoner
Vielschreiber

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Verfasst am:
01.08.2010, 00:29 |
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Die Formel für die infinitesimale Preisänderung gefällt mir zwar am besten, aber ich habe Bedenken, dass der Taxifahrer diese dem Kunden plausibel machen kann, was sowohl am Fahrer, als auch am Kunden liegen kann.
Daran gesundet das Gewerbe nicht.
1 € Zuschlag für eine Taxibestellung. Dann sieht der Taximarkt in HH in 3 Jahren völlig anders aus. |
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jr
Administrator

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Wohnort: Oldenburg
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Verfasst am:
01.08.2010, 00:38 |
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| Zitat: |
| Den genauen Wert zu bestimmen, beschäftigt in der freien Wirtschaft ganze Hundertschaften von Marketingfuzzis! |
Ob man auf eine einzige kommt, die sich in unserem Gewerbe etwas ernsthafter damit beschäftigt? Machen sich vielleicht gar die vielgescholtenen Behörden Gedanken darüber? Immerhin verweisen sie ja gelegentlich auf die Interessen der Fahrgäste. |
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vas
Vielschreiber
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Wohnort: Hamburg
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Verfasst am:
01.08.2010, 00:49 |
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Am liebsten wäre mir der "vollkommen unelastische" Kunde. Aber das Taxi ist ja leider nicht lebensnotwendig. Im Gegensatz zur Currywurst. Die kann jedoch durch einen Döner substituiert werden... |
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vas
Vielschreiber
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Wohnort: Hamburg
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Verfasst am:
01.08.2010, 01:09 |
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| Pauline hat Folgendes geschrieben: |
| Wenn die Politik billige Taxen haben will, muss sie dafür sorgen, dass die Taxen besser ausgelastet sind. |
Leider möchte die Politik nicht nur billige Taxen haben, sondern auch noch eine hohe Verfügbarkeit rund um die Uhr. Das passt nicht zusammen. Da helfen dann nur noch Subventionen a la HVV. |
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arne13
User
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Beiträge: 24
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Verfasst am:
01.08.2010, 11:30 |
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| jr hat Folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Den genauen Wert zu bestimmen, beschäftigt in der freien Wirtschaft ganze Hundertschaften von Marketingfuzzis! |
Ob man auf eine einzige kommt, die sich in unserem Gewerbe etwas ernsthafter damit beschäftigt? Machen sich vielleicht gar die vielgescholtenen Behörden Gedanken darüber? Immerhin verweisen sie ja gelegentlich auf die Interessen der Fahrgäste. |
Naja, der Kunde egal wo will natürlich immer so wenig wie möglich bezahlen, ist doch völlig normal! Und wenn eine Stadt schon nicht bei harten Standortfaktoren (Bürokratie, Steuern, Bildung usw.) bei irgendwelchen Städtevergleichen besonders gut abschneidet, kann man vielleicht nen paar Punkte durch billige, kalkulierbare Taxen wettmachen! Und das ausgerechnet Beamte Preiselastizitäten, Kostenrechnung etc. sprich Marktwirtschaft verstanden haben, halte ich auch für relativ unwahrscheinlich. Die Genehmigungspraxis der Behörde in der Vergangenheit spricht meiner Meinung nach ganze Bände.
Die Einführung der Karenzminute und des ach so tollen modernen Tarifs ist dafür auch ein gutes Beispiel:
Die fehlende Wartezeit hat man in ein höheren KM-Preis eingepreist (damals noch nicht gestaffelt). Folge war, dass attraktive längere Strecken, teilweise deutlich teurer geworden sind und der Fahrgast, der plötzlich 10-15% mehr bezahlen durfte, hat substituiert. Kurzstrecken sind dagegen günstiger geworden, obwohl er dort meiner Erfahrung nach am wenigsten nach dem Preis schaut. Zumal der Kunde in der Taxe stets akzeptiert hat, dass eine Fahrt die 20 Minuten dauert, teurer ist, als eine die nur 10 Minuten gedauert hat.
Völliger Schwachfug das Ganze!
Sorry meine Meinung
Arne |
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eichi
Vielschreiber

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Wohnort: Hamburg Winterhude
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Verfasst am:
01.08.2010, 11:55 |
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Reasoner schrieb:
1 € Zuschlag für eine Taxibestellung. Dann sieht der Taximarkt in HH in 3 Jahren völlig anders aus.
Mein Vorschlag:
50 Cent per Telefonkosten, die direkt bei der Zentrale landen;
die müsste/ könnte dann ihre Preise spürbar senken, was uns Fahrern hilft.
Der Kunde bemerkt es während der bestellten Fahrt nicht am Fahrpreis,
was wiederum uns hilft. Der Service der Funkzentrale bleibt erhalten
(im Gegensatz zu Apps), dies erhält die Servicebandbreite der Dienstleistung "Taxi".
Und die "Anläufer" subventionieren nicht weiter die "Telefonbesteller".
Mich würde interessieren, wie die von rea vermutete Änderung im Taximarkt aussehen könnte. |
_________________ Help me make it through the night,
till the early morning light...
Kris Kristofferson |
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André
Moderator

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Verfasst am:
01.08.2010, 15:19 |
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Ich kann diese grundsätzliche Panikmache vor Tariferhöhungen nicht nachvollziehen nachvollziehen.
Diese müssen, wenn sie regelmäßig erfolgen, natürlich moderat sein. Sicher gibt es einen Schwellenwert, an dem nichts mehr geht und unsere Kunden den geforderten Preis nicht mehr bezahlen können.
Dort, wo es keine Konzessionsbegrenzungen gibt, muß der Zugang durch entsprechend strenge Maßstäbe an die Wirtschaftlichkeitsprüfung bei den Unternehmern gelegt werden.
Es gibt ja seit der Einführung des Hamburger Modells weniger Taxen in Hamburg. Vielleicht reichen die Maßnahmen noch nicht aus.
Bei uns wird jetzt seit vier Wochen massiv geprüft und Nachweis gefordert, auch bei Mietwagen. Ihr könnt es in den entsprechenden Lübecker Einträgen nachlesen. Das ist ganz sicher kein repräsentativer Zeitraum und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass vor der Konzessionfreigabe zunächst eine Zeit lang die verschärften Prüfkritierien hätten angewendet werden sollen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen durch den prüfbedingten Wegfall von Konzessionen festzustellen. Dann wüsst man auch, ob es unbedingt zu einer Tariferhöhung kommen muß und man hätte zugleich verwertbare Zahlen für die Aufrechterhaltung einer Warteliste. Allerdings bleibt auch nach dieser kurzen Zeit festzustellen, dass es unterm Strich und auf Taxen, wie Mietwagen bezogen, noch nicht ein Auto mehr am Markt gibt.
Da die Listen aber nun auch bei uns aufgelöst wurden, wird es nun zu Tarifanträgen kommen, da ja nicht sicher ist, ob es bei der zurückhaltenden Nachfrage kommt.
Gut, aber das nur am Rande.
Allenthalben kommt es zu Kostensteigerungen, die insbesondere auch dieses Gewerbe treffen. Der Kontrolldruck steigt, so dass sich auch durch kreative Geschäftsführng nicht mehr viel rausholen lässt und wir haben Angst vor Tariferhöhungen? Dass ist doch nicht normal. |
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reasoner
Vielschreiber

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Verfasst am:
01.08.2010, 16:23 |
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| André hat Folgendes geschrieben: |
| Es gibt ja seit der Einführung des Hamburger Modells weniger Taxen in Hamburg. |
Nur unwesentlich. Der Peak von 4.000 Taxis war bereits 2000, also weit vor Modellen. |
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André
Moderator

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Verfasst am:
01.08.2010, 16:28 |
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Denn habe ich das falsch interpretiert. Hatte es bisher so aufgefasst, dass es seit den verschärften Kritierien einige hundert Taxen weniger, dafür aber anteilig mehr alleinfahrende Unternehmer gibt. |
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