myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Anwendungen für Smartphones unter der Lupe.

Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Paul1 » 10.01.2014, 13:28

Die Not ist groß im Taxigewerbe, nur verstehe ich die Aufregung nicht so recht. Wenn es so viel notleidende Taxifahrer giebt, weshalb sucht man sich da nicht eine andere Tätigkeit. Ich weiß, was sollen wir den andres machen. Aber aus Erfahrung weiß ich, wenn mann so wie im Taxigewerbe, lange dieser Tätigkeit nachgeht, will man nicht mehr weg. Das mag verschiedene Gründe haben. Man fühlt sich eben als selbstbestimmt, man denkt , mann kann machen was man will.
Leider hohlt den Einen oder den Anderen die realität schneller ein als er denk. Und dann wird immer auf die Anderen los gegangen. Es ist eben ein Selbstbetrug.

Zu MyTaxi,
Bisher fuhr man einen Auftrag allgemei für 0,79€+0,15€UsT= 0,94€,
was Ändert sich.
Natürlich kann der eine oder andere Taxifahrer nach dem neuen Model 10%, 20% , oder 30% von seinem Umsatz als Vermittlungsbonus an MyTaxi abgeben,
wird er aber nicht.
Bei den Taxifahrern wird sich eine Prozentzahl von 3%- 5% einpegeln, auch Taxifahrer haben nichts zu verschenken.
das würde bedeuten, daß bei einem durchschnittlichen Umsatz (Berlin) von 12,50€ pro Fahrt (eigener Schnitt) mit einer Einstellung von 5%, eine Gebühr von 0,62€ + 0,11€ UsT = 0,73€ herauskommen würde.
Das sind 0,21€ weniger als nach der pauschalen Auftragsgebühr.

Na dann, kündigen oder bleiben
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Hinkefuss » 10.01.2014, 13:55

+++++ WAS PASSIERT MIT DEM TRINKGELD +++++
Das Desagio für mT-Payment fällt weg. aha Dafürr zahle ich dann auf´s Trinkgeld die eingestellten Prozente . Super idee

Und was soll der Quark mit den Taxiquittungen der Kunde will zu 100% Handgeschriebene und nich sonn Ramsch per E.mail
Eine diskusion ist sinnlos mit jemandem der meint die Wahrheit nicht zu suchen, sondern sie zu kennen!: meint hinkefuss
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon stnkstiefel » 10.01.2014, 14:11

Vielen Dank für die rege Diskussion. Ich habe unseren Erfahrungsartikel myTaxi mit einem Update zu den neuen Provisionen versehen: http://www.nuernberg-und-so.de/blog/meine-erfahrungen-mit-mytaxi#update und diese Änderung auch entsprechend kommentiert. Feedback ist herzlich willkommen!
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon alsterblick » 10.01.2014, 14:18

Paul1 hat geschrieben:Bei den Taxifahrern wird sich eine Prozentzahl von 3%- 5% einpegeln, auch Taxifahrer haben nichts zu verschenken.
das würde bedeuten, daß bei einem durchschnittlichen Umsatz (Berlin) von 12,50€ pro Fahrt (eigener Schnitt) mit einer Einstellung von 5%, eine Gebühr von 0,62€ + 0,11€ UsT = 0,73€ herauskommen würde.Das sind 0,21€ weniger als nach der pauschalen Auftragsgebühr.

Regler auf max 5% ?
Wenn da absehbar und spätestens zum Jahresende nicht mehr Kohle zu MT rüberwächst, keine schwarze NULL stehen wird, ist einfach aus und vorbei und vielleicht auch schon viel eher.
Ggf. wird mit Mindestumsatz / Grundgebühren in Kürze auch noch nachjustiert.
Zwischen 10-15 % vom geschätzten Gesamt-Fahr-Umsatz wollen die sehen.
Wieviel die wirklich brauchen, wissen wir nicht. Es wir jetzt einfach auszuprobieren versucht und zwar zackig.
Ein Model, mit dem Taxiunternehmer verläßlich (pro Tour) kalkulieren könnten, wäre erforderlich und die Kunden sollten
eben auch nachvollziehbar weiterhin aus nächster Nähe schnell bedient werden können.
Nicht höchstbietergeleitet nach evtl. 15 Min (downtown, wo 500 Taxen sich bereits eckige Reifen holen).
Die Kunden werden sich von derart Unsinn auch ganz schnell distanzieren - manche aus ökologischen Gründen.


Hinkefuss hat geschrieben:+++++ WAS PASSIERT MIT DEM TRINKGELD +++++
Das Desagio für mT-Payment fällt weg. aha Dafürr zahle ich dann auf´s Trinkgeld die eingestellten Prozente . Super idee
Und was soll der Quark mit den Taxiquittungen der Kunde will zu 100% Handgeschriebene und nich sonn Ramsch per E.mail

Stimmt, aber MT hat jetzt keine Zeit für große Differenzierungen.
Das muss jetzt mal zackig gehen, die sitzen auf heissen Kohlen.

Marcus hat geschrieben:wenn alle stellschrauben so bleiben wie sie sind, gebe ich mytaxi maximal noch drei monate...

Ja, wie sie vorgesehen sind. Dann könnte es so kommen !
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon kutscher1234 » 10.01.2014, 14:33

FD hat geschrieben:Wer von Euch hat eigentlich sich mal die Zeit genommen und die neuen AGB durchgelesen?

Zunächst einmal richtet sich die Umstellung gegen die MWU, in erster Linie gegen deren Fahrer. In Zukunft läuft alles nur noch über den Unternehmer. Da die Gewinnspanne eines MWU unter 10 % vom Umsatz liegt, ergibt sich hier schon eine natürliche Grenze, es sei denn, der MWU zieht die Gebühren von den Fahrern wieder ein. 10 % vom Umsatz sind jedoch zwischen 25 und 35% von deren Einkommen. Das erwachen wird es dann wohl erst im März geben, wenn die erste Abrechnung nach dem neuen System kommt.

Es ist jedoch bei uns Taxlern noch reichlich Spielraum nach unten. Wo die Grenze genau ist, weiß ich nicht, unter 800,00 Netto (das ist H4 plus Miete) dürfte langsam Schluß sein. Oder auch nicht. Eine CSU Politikerin hat ja gerade Ausnahmen vom Mindestlohn gefordert und als Beispiel Taxifahrer mit Ehrenamtlichen gleichgesetzt!

Unser schlauer Alleskönner, Alleswisser und Alles als Erster in die Wege leitender Clemens I. ist so glühender Anhänger von mt, daß er diese asoziale Methode von mt auch noch akzeptiert und weiter die Parolen der mt-Propagandaabteilung ungefiltert herausschreit(schreibt). Clemens, bekommst Du eigentlich Geld von mt für deine Werbebemühungen? Wenn ja, dann sei alles verziehen, wenn jedoch nicht, dann bist Du unterhalb der im ersten Artikel beschriebenen Grenze.

Mich wundert immer wieder, mit welcher Naivität manche Kutscher von den mt-Betreibern reden. "plietsche Jungs" und so einen verbalen Müll. Merkt ihr wirklich nichts mehr. Das sind erwachsene Männer und Geschäftsleute. Von wegen, man kann bei denen vorbeischauen und bei einer Tasse Kaffe erklären, wie sie es besser machen können. WAS war in dem Kaffee?? Etwa was von dem Zeug, daß man normalerweise rauchen tut (Ich weiß, man tut nicht tut gebrauchen.)? Leute, die aufstrebenden Jungunternehmern erklären und zeigen wie es geht und wie man es richtig macht, nennt man Unternehmensberater. Und die verlangen nicht nur ne Menge Geld dafür, nein sie bekommen es auch. Aber ihr nehmt lieber statt des Geldes eine Tasse Kaffee! Die haben euch natürlich zugehört und gelernt. Sie haben auch gelernt wie egoistisch und rücksichtslos Taxifahrer untereinander sein können und was Taxifahrer für einen einmaligen scheinbaren Vorteil bereit sind, alles zu tun. Die vielen Festpreisfahrten vom Kiez sind Beleg genug.

Innerlich haben euch diese "plietschen Jungs" ausgelacht und verachtet. Allein schon weil wir diesen Job überhaupt machen. Für die sind wir Nutzvieh. Man mästet es, um es zu schlachten! Und es werden viele Taxischafe freiwillig zur Schlachtbank laufen und sich auch noch vordrängeln!

!!!!!
GANZ WICHTIG ist aber auch etwas anderes in den AGB. Sehr interessant für die Unternehmer hier. Das ist der Punkt 3.3 in Verbindung mit 5.4 der AGB. Der Umsatz, welcher mit der App bezahlt wird, wird als Forderung an mt abgetreten. mt zahlt dafür einen Kaufpreis in Höhe des Zahlbetrages.

WAS bedeutet das? Beispiel: Ich habe 5 Touren zu je 20,00 € welche per App bezahlt werden, insgesamt 100,00 €. Diese Forderung ist incl. 7 % MwSt. Ich trete diese Forderung an mt ab und mt hat bereits in den AGB verbindlich die Annahme der Forderung erklärt. Mit der Abtretung wird die Forderung Eigentum von mt. Dafür zahlt mir mt nun einen KAUFPREIS in Höhe von ebenfalls 100,00 €. ALLES in Ordnung? Wohl kaum. da es sich um ein Kaufgeschäft einer Ware (die Forderung ist jetzt eine Ware) handelt, sind diese 100,00 € incl. 19 % MwSt. Ich verliere also Netto 9,42 €. Das ist also die neue Payment-Gebühr! Ich habe deshalb auch schon eine Mail an mt geschrieben und gefragt ob die das ernst meinen. Das ist ja Optionshandel mit offenen Forderungen aus der Personenbeförderung. Da mt aber wohl gerade tausende Mails abarbeiten muß, kann das dauern.
!!!!!


+1

---
Mod-Edit: Quotes funktionsfähig gemacht
Zuletzt geändert von jr am 11.01.2014, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon E. G. Engel » 10.01.2014, 14:38

Zitate marcus:

„mytaxi hat alle teilnehmerverträge zum 31.01.14 durch änderungsvertrag gekündigt. nun könnte mytaxi am 1.2.14 mit 0 kunden dastehen, unwahrscheinlich.“


Nach diesem Hinweis wohl eher erst recht nicht, denn x Taxifahrer werden wohl spekulieren dass „0 Kunden (Taxifahrer) plus ich“ dastehen. Wie viele es dann wirklich sind ist schon spannend.


„aber wieviele kunden (taxiunternehmer!) werden denn unterschreiben? im hamburger markt sind geschätzte 600 mT taxis vermutet, gehalten von wahrscheinlich 500 unternehmern. von diesen 500 wird wahrscheinlich die hälfte weiter bestehen, unterschreiben und es testweise mit mytaxi zu den neuen gegenheiten versuchen. jetzt in die zukunft zu schauen und abzuwägen, wie geht es weiter, ist spekulativ, aber die aussicht ist definitiv negativ.“


Am schwierigsten wird natürlich der Umbruch. Ich denke Du differenzierst nicht genug. Unterstellen wir eine Durchschnittstour von 15.-. € Brutto und der Preis pegelt sich bei ca. 10% ein, dann sind das 1,50 € Vermittlungsgebühr pro Tour. Also für den Taxifahrerkunden und mt eine Preissteigerung von ca. 100%. Gleichbedeutend ein Einbruch des Vermittlungsgeschäfts von 50%. 50% wäre dann der breakeven nach unten. Alles was weniger als ein Vermittlungseinbruch von 50% ist kommt der Habenseite der Umstellung zugute. Der andere, preisliche Breakeven nach unten läge bei durchschnittlich 5% „Schieberegler“. Ich mache hier keine brutto/netto Rechnung, verkompliziert nur.


Aber kommt es überhaupt zu einem nennenswerten Vermittlungseinbruch? Bleiben Touren dann tatsächlich liegen, oder fahren die verbliebenen mt Taxifahrerkunden mehr? Wahrscheinlich zu höheren Kosten. Also mehr Umsatz zu mehr Kosten. Hier die Schnittlinienrentabilität zu zeichnen schenke ich mir. Werden die mt Taxifahrerkunden intuitiv herausfinden.


Dann sind die angenommen 600 Taxen ja auch keine homogene Masse sondern eine Mischung aus EWU und MWU Taxen. Für den MWU wird es eng. Diese MWU-Gruppe bei mt steht sowie schon unter Druck, ArbZG, Plausibilität usw. . zu den ca. 50% (brutto inkl. AG-Anteile, einfach so überschlägig) Personalkosten nun noch einmal x% mehr vom Umsatz weg (schwer zu sagen, fahren ja nicht nur mt Touren). Für den EWU sieht die Sache etwas anders aus, da er ja Gewinn und Lohn faktisch in sich vereinigt. Darüber hinaus kann er in eigener Verantwortung flexibel reagieren.


Ich denke, dass das Taxenangebot von mt im Zuge dieser Umstellung schrumpfen wird, größtenteils aber MWU Taxen die zusätzlich auch noch den größten Anteil stellen dürften. Damit wird die mt Taxifahrerkundschaft in Zukunft wohl mehr EWU sein. Und die werden, bis auf Einzelfälle und Dummbatzen, den Schieber nicht zu hoch schieben. Ich könnte mir vorstellen, in der Stadt u.U. 10%, zu den Randgebieten hin eher 5%.


Also, ich wäre mit „Puts“ sehr vorsichtig. Wenn in der Übergangsphase die „Puts“ wirklich steigen, dann verkauf sie schnell. Versuch nicht den letzten € herauszuschlagen, sonst bist Du schnell pleite.


Definitiv negative Aussicht? Würde ich nicht unbedingt sagen, eher als großes Risiko mit kalkulierbarem Ausgang. Du glaubst doch nicht dass die doof sind. Die haben garantiert worst case Szenarien entwickelt, Rückfallstrategien, Nachsteuerung. Wie wäre es z.B. mit 8% fix vom Umsatz? Wäre als Übergang wohl besser gewesen.


Oder wie arne13 schon hinweisend aufzeigt:

„§ 5.2. mytaxi behält sich vor eine monatliche Bereitstellungsgebühr zu berechnen........“
„§ 5.3. mytaxi behält sich des Weiteren vor, einen monatlichen Mindestumsatz pro Taxenunternehmer zu berechnen...........“


Nicht gelesen?


Aber was mir am besten gefallen hat und Auslöser für mein Posting hier ist, ist Zitat marcus:

„man muss den typus taxifahrer im hinterkopf behalten, äusserst gierig im direkten wettbewerb, schnell resignierend und verstimmt bei umsatzeinbußen und trotzdem immer in ausschau nach der aktuellen windrichtung und jederzeit bereit spontan sein fähnchen da hinein zu halten. was immer wieder aber vernachlässigt wird, ist das die breite masse der taxiunternehmer intellektuell ein weites feld bestellt, einem grossteil der unternehmer ist ein substanzielles wirtschaften mangels simplen knowhows auf dauer schlicht nicht möglich.“


Ohne jetzt böse zu sein. Hier spricht die geballte Erfahrung eines Hansagenossen. Ist aber kein Hansaproblem, sondern ein allgemeines. Geiler Text. Gefällt mir.


Nicht dass jetzt jemand sagt der Engel ist dafür. Das möchte ich dann doch nicht. Es soll nur eine rein sachliche Betrachtung sein. Vom Prinzip her habe ich auch schon den Rest der marcus’schen Einlassung beantwortet. Es ist geschrieben. Das schlimmste ist immer wenn man andere für dumm hält. Passiert mit aber manchmal auch.


Engel



Ohne neues Posting.

Zitat kutscher1234:

"Clemens, bekommst Du eigentlich Geld von mt für deine Werbebemühungen?"

Nein, Anerkennung. Er kann sich auslassen und man hört im zu.

Ansonsten, kutscher1234. Nicht schlecht, mein Specht.
Zuletzt geändert von E. G. Engel am 10.01.2014, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
Rechtsfreie Räume sind ein Tummelplatz für alles mögliche, auch für Behörden.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon nightrider » 10.01.2014, 14:46

Filou hat geschrieben:Daraus resultiert, dass man uns in der Masse noch für dümmer hält.


Ich hoffe sehr stark, dass wir es NICHT sind!
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon TomBlack » 10.01.2014, 14:46

Ein interessantes Thema! Wir in Wien haben ja auch myTaxi. Ich persönlich verwende es nicht so häufig, da ich nie Funk gefahren bin, aber als Pausenfüller mit geringen Kosten finde ich es gut.
Investiere in Dich selbst und denke positiv!
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Wattwurm » 10.01.2014, 14:50

Wenn ich auf irgendetwas biete ohne den Inhalt, in diesem Fall die Tourenwertigkeit zu kennen, dann nennt man das Zocken! Außerdem will ich grundsätzlich nicht das meine Dienstleistung und meine Kunden mit einer Handelsware gleichgesetzt wird und meistbietend verramscht wird! Was ist das denn für eine kranke Geschäftsethik?

Man kann über eine Erhöhung der Vermittlungsgebühr gerne reden. Wenn MT mit der jetzigen Vermittlungsgebühr nicht mehr zurecht kommt, dann sollen die uns sagen was wir zukünfig zu bezahlen haben. Aber die ganze Rotze mit dem Schieberegler ist einfach nur noch abartig! Welches Gehirn hat sich das denn ausgedacht?
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon CPL5938 » 10.01.2014, 14:56

kutscher1234 hat geschrieben:Innerlich haben euch diese "plietschen Jungs" ausgelacht und verachtet. Allein schon weil wir diesen Job überhaupt machen. Für die sind wir Nutzvieh. Man mästet es, um es zu schlachten!


…die Lehmann Brüder vom Fischmarkt.
"Wir haben es seit einer Weile mit einem bedenklichen Zug zur Nuancenvernichtung zu tun – bedenklich vor allem deswegen, weil ... zwischen Gut und Böse gelegentlich nur haarfeine Unterschiede liegen."

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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon IK » 10.01.2014, 15:06

CPL5938 hat geschrieben:
kutscher1234 hat geschrieben:Innerlich haben euch diese "plietschen Jungs" ausgelacht und verachtet. Allein schon weil wir diesen Job überhaupt machen. Für die sind wir Nutzvieh. Man mästet es, um es zu schlachten!


…die Lehmann Brüder vom Fischmarkt.


Die Warnungen ware alle vergebens.
Man wollte an das Gute glauben.
Manche haben deswegen extra ein iPhone gekauft.
Wollten sie angäblich sowieso.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon IK » 10.01.2014, 15:17

@ Watti
Wattwurm hat geschrieben:Wenn ich auf irgendetwas biete ohne den Inhalt, in diesem Fall die Tourenwertigkeit zu kennen, dann nennt man das Zocken!

Das ist nicht ganz richtig, was du sagst.
Mit 79 Cent hast du immer eine Durchschnittstour gekauft, welche wir bei 13 € Netto vermuten wollen. Damit hast du schon 6 % geboten. Es ist nicht wichtig, ob eine Tour 5, 10 oder 20 € kostet. Entscheidend ist der Durchschnitt und diesen zahlst du am Monatsende.

Dieser Durchschnitt wird sich nicht ändern, nur weil myTaxi die Bezahlung ändert. Wenn du selber einräumst, für die Touren mehr bezahlen zu wollen, als bis jetzt, dann kannst du deinen Regler auf 6 % + x stellen. Wo deine Schmerzgrenze liegt, muss du selber wissen.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Marcus » 10.01.2014, 15:23

E. G. Engel hat geschrieben:Aber was mir am besten gefallen hat und Auslöser für mein Posting hier ist, ist Zitat marcus:

„man muss den typus taxifahrer im hinterkopf behalten, äusserst gierig im direkten wettbewerb, schnell resignierend und verstimmt bei umsatzeinbußen und trotzdem immer in ausschau nach der aktuellen windrichtung und jederzeit bereit spontan sein fähnchen da hinein zu halten. was immer wieder aber vernachlässigt wird, ist das die breite masse der taxiunternehmer intellektuell ein weites feld bestellt, einem grossteil der unternehmer ist ein substanzielles wirtschaften mangels simplen knowhows auf dauer schlicht nicht möglich.“


Ohne jetzt böse zu sein. Hier spricht die geballte Erfahrung eines Hansagenossen. Ist aber kein Hansaproblem, sondern ein allgemeines. Geiler Text. Gefällt mir.


Nicht dass jetzt jemand sagt der Engel ist dafür. Das möchte ich dann doch nicht. Es soll nur eine rein sachliche Betrachtung sein. Vom Prinzip her habe ich auch schon den Rest der marcus’schen Einlassung beantwortet. Es ist geschrieben. Das schlimmste ist immer wenn man andere für dumm hält. Passiert mit aber manchmal auch.


Engel


danke für die blumen, engel, ein ehrliches lob von dir weiß ich sehr zu schätzen.

es ist meine meinung und meine prognose, die ich hier niedergeschrieben habe, dazu stehe ich. und ich werfe auch niemanden persönlich in meinen aufgemachten topf, zu den niederen intelligenzschwärmen von taxiunternehmern zu gehören. aber jedem ist es wohl bekannt das es sie gibt, im ewu wie auch mwu lager, bei graupen wie funkunternehmern. die einzige unbekannte ist der anteil der vertreter dieser gattung. ;-)

ansonsten noch zu den neuen mytaxi agb's: ich fürchte, mytaxi hat es versäumt diese agb's von einem versierten juristen gegenprüfen zu lassen, in der aktuellen fassung ist es meiner meinung nach ein gefundenes fressen für jeden juristen, darüber könnte man herrlich streiten.

ich bin mir ziemlich sicher, das mytaxi stück für stück wieder zurückrudern wird, aber das porzellan ist jetzt erstmal zerschlagen.
schauen wir mal, es wird spannend, besonders ab dem 1. Februar.

ansonsten lehne ich mich jetzt zurück und werde die weitere entwicklung mit einer aufrichtigen neugier aus der entfernung beobachten... mit einer gewissenen schadensfreude dabei...
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon reasoner » 10.01.2014, 16:18

Anna Chronismus hat geschrieben:Deine perfide Verfälschung des Tatsächlichen nehme ich persönlich übel. Tatsache ist, dass die Empfehlung, ab 1.2. in der mytaxi-App als Provisions-Angebot 3% anzubieten, ein Beschluss der Hamburger ARGE-Verbände war, ...

Es gab Zeiten, zu denen der Überbringer schlechter Nachrichten umgebracht wurde. Meine kleine Attacke kannst du als gewerbepolitische Backpfeife werten, mehr nicht. Das ist weder ein Grund, dich auf den Rücken zu werfen und mit den Beinen zu strampeln, noch mich mit einer mir völlig unbekannten Person, die sich in dunklen Foren rumdrückt, in Verbindung zu bringen.

Filou hat geschrieben:@Arne
Bist du dir sicher, dass Blacklane nicht auch Taxen vermittelt, wenn kein passender Mietwagen verhanden ist? Und ist es nicht auch richtig, dass Blacklane seine Fahrten ebenfalls versteigert, wenn auch nach einem anderen System? Und wer ist nochmal ebenfalls Investor bei Blacklane?

Die Beförderungsmittel Taxi und Mietwagen sollen und werden sich in der daimler-eigenen Mobilitätsplattform moovel wiederfinden. Auseinandergehende Interessenslagen von Taxi- und Mietwagenunternehmen interessieren Daimler einen Dreck, sonst hätte es nicht auch noch Blacklane Millionen spendiert, mit denen unter anderem gegen myTaxi Werbung finanziert wird.
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf
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Der Sturm im Wasserglas

Beitragvon gubut » 10.01.2014, 16:28

Ich verstehe die ganze Aufregung nur zum Teil. MyTaxi konnte nur deshalb so schnell in den Markt kommen, zumindest hier in Berlin, weil die Einstiegsschwelle sehr niedrig war.
Und wer sich als Unternehmer nichts in die Tasche lügt, weiß, dass er sich die Umsätze über die etablierten Funkgesellschaften auch nicht gerade preiswert erkauft.

Und aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass alle bisherigen Boykotte und Rebellionen im Taxigewerbe zu nichts geführt haben, siehe Flughafengebühren in Berlin.
Als die Bestellgebühr abgeschafft wurde, haben nicht einmal die Stummen (woanders Graupen genannt) rebelliert. Mittlerweile bestellt jeder A**** sogar in Sichtweite von Taxiständen oder ruft per Mobiltelefon bzw. App ein Taxi in Strassen, in denen die leeren Taxen Patrouille fahren, weil es ja umsonst ist, zu bestellen.
Dadurch ist die Fehlfahrtquote für solche Aufträge sehr hoch, die z.B. bei Taxifunk Berlin & Co. im ungüstigsten Fall mit 1,19 € in Rechnung gestellt werden. Bei mT ist wenigstens die Fehlfahrt gratis. :P

MyTaxi und die etablierten Zentralen sind keine Taxiarbeiter-Wohlfahrtsgesellschaften, was manche hier wohl nicht begriffen haben.
Und wer sich als Unternehmer seinen Umsatz mit hohen Provisionen, egal ob an Angestellte oder Vermittlungsunternehmen, erkauft, wird schon entsprechend kalkulieren können.
Wenn nicht, wird er vom Markt, der grausam gegen die Dummen ist, weggespült.
Zuletzt geändert von gubut am 10.01.2014, 16:33, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon gubut » 10.01.2014, 16:53

@reasoner

Nur einmal als Anmerkung; Du hattest Anfang letzten Jahres vollmundig angekündigt, dass die WBT ein Fahrer FMS-App noch im ersten Quartal 2013 anbieten wird, was bis heute noch nicht fertig ist.
Wenn das gekommen wäre, hätte ich ab Juli 2013 nicht bei MyTaxi mitgespielt, sondern bei der WBT, wenn der Auftrag nicht mehr als 1,- € gekostet hätte.

Aber solange die WBT und Taxifunk Berlin weiter auf die sinnlos teuren FMS-Geräte beharren, werden Anbieter wie MyTaxi ein leichtes Spiel haben. Über die Gebühren bei CabCharge (WBT) und TaxiPay (Taxifunk) brauchen wir gar nicht einmal zu reden.
Nebenbei, bei iZettle und Co. sind die Kartenumsätze in fünf Tagen auf dem Konto.
Zuletzt geändert von gubut am 10.01.2014, 16:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Poorboy » 10.01.2014, 17:34

gubut hat geschrieben:@reasoner

Nur einmal als Anmerkung; Du hattest Anfang letzten Jahres vollmundig angekündigt, dass die WBT ein Fahrer FMS-App noch im ersten Quartal 2013 anbieten wird, was bis heute noch nicht fertig ist.


Das dürfte daran liegen, dass das "so beliebig ist und keinen interessiert" :mrgreen: !

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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon Hinkefuss » 10.01.2014, 17:43

My Taxi schreibt :
*****Ab Februar 2014 entscheiden folgende Faktoren für Vermittlung von Fahrten: Höhe der eingestellten Fairmittlungsgebühr, Nähe zum Kunden, Qualität des Taxis und Fahrers (Bewertungen, Abbruchquote, etc.) und Außenwerbung.*****
Das heist Ich fahr zum kunde, klingel ,schalte die Ihr ein,warte 10 min ,werde dann vom kunde angemacht wiso schon 6 € wartezeit auf der uhr sind,
bekomm ne´schlechte bewertung und zum dank das ich ales richtig mache wehniger Touren von MT.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon gubut » 10.01.2014, 17:57

Poorboy hat geschrieben:
Das dürfte daran liegen, dass das "so beliebig ist und keinen interessiert" :mrgreen: !

Poorboy


Wen Vergleiche mit anderen Anbietern nicht interessieren, der soll halt draußen bleiben. :P

Nur mal als Vergleich: bei einer etablierten Berliner Funkgesellschaft kosten 500,- € Kreditkartenumsatz bei 25 Buchungen, falls das Gerät gemietet ist, monatlich ca. 50,- €. Abgesehen davon, dass diese Kosten in diesem Fall nicht durch die Zuschläge gedeckt sind, bezahlt der Unternehmer bereitwillig diesen Betrag, bzw. diesen Aufschlag an die Funkgesellschaft.
Bei Kreditkartenakzeptanz bezahlt also der Berliner Unternehmer incl. Funkgebühr eine Provision, die weit über 10% liegen dürfte.

Wen wundert es, dass sich nun mT an den großen Haien im Becken orientiert?
Zuletzt geändert von gubut am 10.01.2014, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: myTaxi App - neues "Geschäftsmodell" ab 1.2.14

Beitragvon bonscott » 10.01.2014, 18:11

Sollte mt in Insolvenz gehen, sind die über das payment noch nicht ausgezahlten Beträge im Eimer. Ich habe leztens die Größenordnung von 40 % der insg. für mt ausgeführten Aufträge gehört. Für einen Monat wären das über den Daumen gepeilt für einen zweischichtig gefahrenen Wagen mal locker 500 - 1000 € .
Teldafax lässt grüßen....

Schon das alleine ist Grund genug für mich mT nicht mehr zu benutzen.
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