"Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

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"Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon HTV-Vorstand » 29.04.2014, 16:03

"Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Der HTV - Hamburger Taxenverband e.V. hat den neuen Internet-Vermittlungsdiensten Wundercar, Uber & Co., welche Fahrgast-Beförderungen mit Hobby-Taxen vermitteln wollen, den Kampf angesagt. Mit einer Presseerklärung wurde Stellung genommen zu den eindeutig illegalen Aktivitäten. Mit einer Anfrage sollen die Rechtsposition und die Aktivitäten der Hamburger "Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation" zu den taxiähnlichen Diensten in Erfahrung gebracht werden.

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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon miamivice » 29.04.2014, 17:57

Zur Anfrage des HTV zum Thema Uber & Co. bei der Taxenstelle der BWVI darf sich der alteingesessene Taxler als nicht haftender Störer und Advocatus diaboli zwischenschalten und dem besorgten HTV umfänglich Auskunft geben.

http://hamburgertaxenverband.de/htv/top ... ber-co.php

HTV hat geschrieben:1. Welche Rechtsposition hat die BWVI zu dem Ansinnen, dass Privatleute ohne speziellen „Führerschein zur Fahrgastbeförderung“ sowie mit privaten KFZ ohne Taxi- oder Mietwagenkonzession gewerblich oder nebenerwerblich Fahrgäste befördern wollen?

Wir beobachten diesen Vorgang aufmerksam und lassen ihn durch unsere Rechtsabteilung prüfen. Bei Verstößen schreiten wir ein. Formal ist am Prinzip "innerstädtische Mitfahrzentrale" nichts auszusetzen soweit bestehende Gesetze nicht verletzt werden. Uber untersteht nicht dem PBefG, da kein rechtlicher Zusammenhang zu Taxi und Mietwagen erkennbar ist. Die Mitfahrzentralenverordnung der Länder in Verbindung mit EU-Richtlinie 77/1996 Artikel 12 Buchstabe a regelt diese Verkehre.

HTV hat geschrieben:2. Welche Rechtsposition hat die BWVI zu Internet-Dienstleistern wie „Wundercar“ (http://www.wundercar.org), Uber & Co., die an Personen und Wagen, wie in 1. dargestellt, Fahrgast-Touren gegen Entgelt vermitteln wollen?

Es handelt sich im Moment mutmaßlich nur um Aufwandsentschädigungen seitens der gemeldeten Fahrer. Ob tatsächlich gewerbsmäßige Personenbeförderung in Einzelfällen nachweisbar ist, kann zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt werden.

Überdies der Innovationsschub welcher durch Uber oder Wundercar ausgeht, sollte auch dem Taxi- und Mietwagengewerbe zugute kommen genauso wie dem Gewerbe durch Car2go mehr Kunden zugeführt als abgeworben worden sein dürften.

HTV hat geschrieben:3. Teilt die BWVI die Position des HTV - Hamburger Taxenverband e.V., dass sich aus dem Tun solcher Internet-Dienstleistern wie „Wundercar“ (wundercar.org), Uber & Co. eine Störer-Eigenschaft gemäß § 1004 BGB gegenüber den Hamburger Taxenunternehmern ergibt und insofern solche Internetdienstleister in Störerhaftung genommen werden können?

Es handelt sich um haftungsbefreites Stören da es sich um innovatives Stören handelt und es muß dem Umstand Rechnung getragen werden, daß Uber sich in seiner Tätigkeitsausübung durch mahnende Taxiunternehmen selbst gestört sieht.

HTV hat geschrieben:4. Unternimmt die BWVI aktiv selbst etwas gegen die Vermittlung von Fahrgast-Touren durch solche Internet-Dienstleistern wie „Wundercar“ (http://www.wundercar.org), Uber & Co. an Privatleute ohne speziellen „Führerschein zur Fahrgastbeförderung“ sowie an KFZ ohne Taxi- oder Mietwagenkonzession, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die dort vermittelten Fahrgäste, vor dem Hintergrund der ganzen Ausgestaltung der genannten Internetdienste, nicht privat, sondern gewerblich oder nebenerwerblich befördert werden sollen?

Unsere Behörde wird bei Uber anfragen lassen in welchem Bereich sich die Umsätze der ihnen angeschlossenen Fahrer pro Monat gewöhnlich bewegen. Wir bezweifeln, daß Uber-Fahrer regelmäßig höhere Umsätze als 4000 € pro Monat erzielen, so daß sich das ganze Unterfangen in einer Grauzone zwischen gelegentlicher Mitfahrmöglichkeit und intensiver ausgeübtem Hobby bewegt. Umfangreiche Datensammlungen und Erhebungen sind hierzu notwendig in Verbindung mit Erfahrungsberichten aus anderen Ländern was naturgemäß mittelfristige Zeiträume in Anspruch nehmen kann.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon eichi » 29.04.2014, 18:05

Selten, dass Spam so umfangreich daher kommt.
Für Satire ist es bei Weitem nicht lustig genug.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon miamivice » 29.04.2014, 18:19

eichi hat geschrieben:Für Satire ist es bei Weitem nicht lustig genug.

Ich finds für meine Verhältnisse akzeptabel und ausreichend polemisch zumal es sich bei mir um einen enteigneten Taxler und keinen Gagschreiber für Harald Schmidt handelt.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon Poorboy » 29.04.2014, 18:54

Ohne ein L&K -Gutachten über 10 Jahre kann man nix sagen!

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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon HTV-Vorstand » 01.05.2014, 15:49

Erste HTV-Aktivitäten gegen Hobby-Taxis von Wundercar, Uber & Co:

Artikel in der MOPO

Beitrag auf SAT.1 Hamburg


Da es die Wundercar-App derzeit nur für iPhone gibt, suchen wir nach Kollegen mit einem Apple-Gerät. Gemeinsam mit Dir iPhone-Kollege würden wir einige Testfahrten machen, Du bestellst, wir zahlen und dokumentieren. Bei Interesse (oder Bereitschaft, uns stundenweise ein iPhone auszuleihen) bitte eMail an vorstand@hamburgertaxenverband.de .
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon pauline » 01.05.2014, 21:26

Ja, klasse Werbung für die Gesetzesbrecher !
Es ist genau so gekommen, wie ich schon angekündigt habe ! Es wird ( vordergründig ) UMSONST gefahren. Da mach mal was gegen !
Wozu brauchen wir eine Konzession ? Einen P-Schein ? Einen Gewerbeschein ? Wozu überweisen wir Geld ans Finanzamt ? Was soll denn ein Fiskaltaxameter ? Pi mal Daumen reicht doch auch, wenn's steuerfrei ist.
Und immer wieder die selbe Tröte : Taxifahrer sind teuer, unfreundlich, kennen sich nicht aus usw usw......da fahren wir doch lieber mit "echten Hamburger Jungs" !
C.Grün argumentiert nur legalistisch und kommt dadurch rüber wie der beleidigte Verteidiger eines veralteten "Monopols", dessen Abschaffung schon lange überfällig ist. Hat das Taxigewerbe keine Existenzberechtigung ? Haben wir keinen sozialen Auftrag ? Wer fährt denn die Leute rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr ? Mit Tarif- und Beförderungspflicht ! Privatleute vielleicht ?
DAS sind Argumente, verdammt noch mal ! Und nicht ein für das Sparfuchs-Publikum völlig uninteressanter Verstoß gegen irgendwelche unverständlichen Gesetze !
Und noch was : Nicht wir haben die Einhaltung von Gesetzen von jedermann ( sogar von US Investoren) zu gewährleisten, sondern Politik, Polizei und Justiz !
Köstlich auch wieder der unsägliche Herr Napp mit seinen von Bitterkeit und Hass vernebelten Ausbrüchen ! Mann ! Mach endlich was anderes ! Und gebe nicht überall deinen ungenießbaren Senf dazu !
Einen Eimer ! Ich brauch einen Eimer ! :twisted:
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon boese13 » 01.05.2014, 22:35

… Die EU habe Uber schon signalisiert, dass sie mehr Wettbewerb im "verkrusteten Taximarkt begrüßt", erklärt Gore-Coty.

Diese verdächtige Aussage veranlasste mich dazu zu recherchieren, und so bin ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen:

Pierre-Dimitri Gore-Coty hat einen konkreten Wissensvorsprung! Dabei geht es um das Trade in Services Agreement – TISA (Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen).

Was ist TISA?
TISA ist ein von den USA, der EU und 21 kleineren Ländern verhandelter Vertrag mit dem Ziel, sogenannte "Handelshemmnisse" im öffentlichen Dienstleistungssektor zu beseitigen und dadurch neue Marktchancen für US-Konzerne zu öffnen.

Worum geht es genau?
Wichtige Dienstleistungssektoren wie Finanzdienste (Wertpapierhandel, Rechnungswesen usw.), Energie, Bildung, Gesundheit, Transport, Personennahverkehr, Telekommunikation, juristische Dienste, Einzelhandel und Tourismus sollen liberalisiert und damit für Privatisierung geöffnet werden.

Wessen Idee ist TISA?
TISA scheint das Baby der US Coalition of Service Industries (CSI) zu sein.

Wer ist die CSI?
Die CSI ist eine Konzern-Lobbygruppe, die die Interessen der großen internationalen US-Amerikanischen Unternehmen aus dem Banken-, Versicherungs-, Telekommunikations-, Informationstechnologie-, Express-, audiovisuelle Medien, Energiedienstleistungen und anderen Dienstleistungsbranchen vertritt.

Zu den Mitgliedern von CSI gehört u. a. auch GOOGLE!

http://www.ago-bz.org/shownews.php?b=0& ... 6d149.html

http://www.world-psi.org/sites/default/ ... al_web.pdf

http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2 ... 151374.pdf (English)

http://www.techdirt.com/articles/201404 ... ttip.shtml (English)

https://servicescoalition.org/about-csi/csi-members

http://www.gruenderszene.de/allgemein/f ... eutschland


Bei den Verhandlungen nicht dabei sind übrigens die fünf BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika - sie hätten dabei auch nur zu verlieren. Die Folgen solcher Privatisierungen sind zigfach bekannt: Steigende Preise bei sinkender Qualität!
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon bonscott » 02.05.2014, 00:59

Vielen Dank für die umfangreiche Recherche. Wobei ich der Meinung bin, dass sich die Aussage dieses arroganten A****** sich mehr auf die Reaktion der sog. Digital-Kommissions-Oma Kroes bezogen hat.
Ich kann daraus nur eine generelle Schlussfolgerung ziehen. Die EU ist der größte Fehler der Nachkriegsgeschichte. Irgendwann werden alle die Arbeitssklaven von irgendwelchen internationalen, vorrangig AMI-Konzernen werden.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon Marvin » 02.05.2014, 13:01

Es ist richtig, dass durch verharmlosend „Freihandelsabkommen“ genannte internationale Verträge eine Gefahr für viele bewährte europäische Qualitässtandards zugunsten industrieller Interessen droht. Auch für das Taxengewerbe.

Aber das ist eine derzeit zweitrangige längerfristige Baustelle. Zunächst gilt es zu verhindern, dass sich die nach bestehender Gesetzeslage eindeutig illegalen Angebote etablieren und somit ein Status Quo geschaffen wird, der sich schwer revidieren lässt. Es kann doch eigentlich nicht angehen, dass das Gewerbe selbst diesen dummdreisten Angriff nicht halbwegs geschlossen parieren kann und sich stattdessen mal wieder mit kleinkariertem Gezänk disqualifiziert.

Wer das PBefG halbwegs aufmerksam liest, erkennt sofort die Intention der Paragraphen, die sich mit Taxen und Mietwagen beschäftigen: Taxen sind eine Form des ÖPNV und stellen als Erweiterung zu Bus- und Bahnverkehr die Mobilität der Bevölkerung sicher. Dazu ist das Taxengewerbe einer Vielzahl an Restriktionen unterworfen. Taxen werden für einzelne Fahrten zu staatlich kontrollierten Bedingungen gebucht.

Wer ein Fahrzeug für einen längeren Zeitraum benötigt, beispielsweise für Hochzeiten oder für geschäftliche Beförderung einer größeren Anzahl von Personen, nutzt einen weitaus weniger reglementierten Mietwagen. Dafür muss er die Konditionen selbst aushandeln. Die Nutzungsbedingungen hat der Verordnungsgeber klar vom Taxenverkehr abgrenzen wollen.

Eine nichtkonzessionierte Beförderung von Fahrgästen, der irgendeine wirtschaftliche Motivation zugrunde liegt - auch abseits fester Fahrpreise- wird vom PBefG verboten.

Es würde ja auch nicht den geringsten Sinn ergeben, einen Gewerbezweig im Sinne einer sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Beförderungsdienstleistungen stark zu reglementieren, wenn die selbe Dienstleistung von Hans und Franz nach deren Gusto angeboten werden kann. Die Angebote von Uber, Wundercar und Ähnlichen stellen nämlich keineswegs ein innovatives Verkehrskonzept dar, sondern konterkarieren ein seit Jahren bewährtes Konzept zur Mobilität der Bevölkerung ohne die Spur einer gesellschaftspolitischen Vision anzubieten. Triebfeder ist einzig das Abschöpfen einer aberwitzig überhöhten Vermittlungsprovision für die vollautomatische Disposition.

Es ist meiner Meinung keine Frage, ob die Geschäftsmodelle von Uber, Wundercar und insbesondere deren Geschäftspartnern gegen Gesetze verstoßen, sondern lediglich, wie die zuständigen Behörden zur gesetzlich vorgeschriebenen Sanktionierung gezwungen werden können.

Voraussetzung dazu wäre ein geschlossenes Vorgehen des Taxengewerbes. Das kann ich aber – zumindest in Hamburg – nicht erkennen. Lediglich der Splitterverband HTV hat eine halbwegs ernstzunehmende Initiative gestartet. Der ehemalig größte zentralenunabhängige Einzelunternehmerverband LHT hüllt sich - wie üblich - in Schweigen. Ob die Tatsache, dass der erste Vorsitzende Mietwagenunternehmer ist, dieses Verhalten begünstigt, sollten die Mitglieder bei Gelegenheit mal hinterfragen. In den Foren, insbesondere in der nappschen Selbstbeweihräucherungsplattform, pflegt man persönliche Eitelkeiten. Wenn im Zusammenhang mit diesem dreisten Angriff auf unser Gewerbe dort das Aufbrechen verkrusteter Strukturen des Gewerbes durch Uber und Co bejubelt und hier über die stinkenden Turnschuhe von Taxifahrern fabuliert wird, kann man schon die Hoffnung verlieren, dass das Gewerbe noch zu retten ist.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon LRKN » 02.05.2014, 13:23

HTV-Vorstand hat geschrieben:Erste HTV-Aktivitäten gegen Hobby-Taxis von Wundercar, Uber & Co:

Artikel in der MOPO

Beitrag auf SAT.1 Hamburg


Da es die Wundercar-App derzeit nur für iPhone gibt, suchen wir nach Kollegen mit einem Apple-Gerät. Gemeinsam mit Dir iPhone-Kollege würden wir einige Testfahrten machen, Du bestellst, wir zahlen und dokumentieren. Bei Interesse (oder Bereitschaft, uns stundenweise ein iPhone auszuleihen) bitte eMail an vorstand@hamburgertaxenverband.de .


Ich habe mir die App mal runtergeladen. Meiner Meinung nach ist das Angebot schon deshalb illegal, weil weder der Fahrer noch der Fahrgast wissen wo der jeweils andere zur Zeit der Bestellung hinwollen. Wenn ich auf "Fahrt anfragen" klicke dann erfahre ich weder wo der potentielle Fahrer hin möchte, noch kann ich das Fahrziel eingeben so dass der Fahrer wüsste wo ich hin möchte. Es wird nur ein wahlloser Fahrer angefragt. Daher kann von einer "Mitfahrgelegenheit" gar keine Rede sein. Wenn der Fahrer eh von X nach Y will und ein Mitfahrer suchen würde für die Strecke könnte man ja noch einen gewissen Sinn in dem Angebot sehen. Aber offensichtlich sage ich als Fahrgast dem Fahrer beim Einsteigen erst wo ich hin möchte. Ich bezweifel mal, dass wenn ich zum Flieger möchte er mich mit dem Hinweis "sorry, ich will in die Stadt" wieder rausschmeißen würde. Somit ist es 1 zu 1 was Taxis anbieten. Somit sollte allein dadurch das Anbieten dieser Dienstleistung untersagbar sein.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon eichi » 02.05.2014, 15:52

Zitat LRKN
Es wird nur ein wahlloser Fahrer angefragt. Daher kann von einer "Mitfahrgelegenheit"
gar keine Rede sein. Wenn der Fahrer eh von X nach Y will und ein Mitfahrer suchen würde für die Strecke
könnte man ja noch einen gewissen Sinn in dem Angebot sehen. Aber offensichtlich sage ich als Fahrgast
dem Fahrer beim Einsteigen erst wo ich hin möchte. Ich bezweifel mal, dass wenn ich zum Flieger möchte
er mich mit dem Hinweis "sorry, ich will in die Stadt" wieder rausschmeißen würde. Somit ist es 1 zu 1 was
Taxis anbieten. Somit sollte allein dadurch das Anbieten dieser Dienstleistung untersagbar sein.


Sach ich doch: Taxiähnlicher Verkehr!
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon miamivice » 02.05.2014, 19:24

Marvin hat geschrieben:Es würde ja auch nicht den geringsten Sinn ergeben, einen Gewerbezweig im Sinne einer sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Beförderungsdienstleistungen stark zu reglementieren, wenn die selbe Dienstleistung von Hans und Franz nach deren Gusto angeboten werden kann. Die Angebote von Uber, Wundercar und Ähnlichen stellen nämlich keineswegs ein innovatives Verkehrskonzept dar, sondern konterkarieren ein seit Jahren bewährtes Konzept zur Mobilität der Bevölkerung ohne die Spur einer gesellschaftspolitischen Vision anzubieten. Triebfeder ist einzig das Abschöpfen einer aberwitzig überhöhten Vermittlungsprovision für die vollautomatische Disposition.

Uber ist so unverschämt und anarchistisch wie es gierig ist (20 % Vermittlungsgebühr) und gibt nichts um die Weiterexistenz von Taxlern in der Ansicht, daß P-Scheine in Zeiten von Googlemaps überflüssig seien und Learning-by-Doing das bessere Konzept sei und eine solidarische Facebook-Welt das Ende langer Taxischichten nach Schema F mit griesgrämigen Fahrern. Zudem reiche der einfache Besuch beim Hausarzt aus, turnusmäßige Gesundheitsuntersuchungen und kostspielige Antragsstellungen seien überflüssig.

Uber könnte das Gesamtauftreten und die Lebensleistung seiner neu zu rekrutierenden Fahrer als die eigentliche Eignungsprüfung ansehen, so daß beispielsweise ein Kriminalkommissar, der sich nachts in seinem BMW ein wenig Geld dazuverdient automatisch eine höhere Reputation inne hat als die Vielzahl der Bewerber welche durch die Taxischulen gepusht werden.

Marvin hat geschrieben:In den Foren, insbesondere in der nappschen Selbstbeweihräucherungsplattform, pflegt man persönliche Eitelkeiten. Wenn im Zusammenhang mit diesem dreisten Angriff auf unser Gewerbe dort das Aufbrechen verkrusteter Strukturen des Gewerbes durch Uber und Co bejubelt und hier über die stinkenden Turnschuhe von Taxifahrern fabuliert wird, kann man schon die Hoffnung verlieren, dass das Gewerbe noch zu retten ist.

Der dreiste Angriff gegen das Gewerbe insgesamt ist von anderer Stelle bereits erfolgt und siegreich durchgeführt. Uber könnte nun der entehrten leerkilometerfressenden Karikatur Personenbeförderungsgewerbe in Hellelfenbeinfarben den Rest geben.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon FD » 02.05.2014, 20:34

Zunächst einmal möchte feststellen, daß UberPop und WunderCar Schwarzarbeit und Steuerbetrug ist und wer mit ihnen fährt, ist natürlich nicht versichert. Der auf der Flucht verunfallte Bankräuber kann ja auch nicht die gesetzliche Unfallversicherung in Anspruch nehmen, auch wenn Bankraub sein Hauptberuf ist und der Unfall in seinen Augen ein Arbeitsunfall.

Bei dieser Gelegenheit mal die Frage in die Runde: Weiß jemand, wie der "Taxikrieg" 2007 in Osnabrück gegen die illegal agierenden Mietwagen ausgegangen ist? Die Situation war damals durchaus ernst und auch dort mußten die Behörden zum Jagen getragen werden.

Uber greift uns von 2 Seiten an! Wir müssen dementsprechend auch Uber auf breiter Front begegnen. Dafür müssen wir uns auch international umschauen. NY und Brüssel zeigen, wie man mit diesen INNOVATIONEN fertig werden kann.

Zum Schluß noch eine kurze Anmerkung: Eines steht fest, nämlich das UberPop und WunderCar Schwarzarbeit und Steuerbetrug ist und wer mit ihnen fährt, ist natürlich nicht versichert.
Sag das noch mal! * Das noch mal. * Nein, das andere! * Nein, das andere. * Nein, das davor! * Nein, das davor.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon Guter_Kollege » 02.05.2014, 22:39

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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon N8tfahrer » 03.05.2014, 01:36

Merkwürdig das so viele Startapps denken man sich mit Personenbeförderung ne goldene Nase verdienen....meine Bücher sagen etwas anderes.....aber vielleicht kann ich ja nicht rechnen.
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon boese13 » 03.05.2014, 20:27

Googles Driverless-Car kann jetzt Stadtverkehr

"Jetzt hat Google einen neuen Einblick in die Entwicklung des Autos gegeben. Seit der letzten Mitteilung zu dem Auto im Sommer 2012 seien die Ingenieure "optimistischer, was das Ziel angeht, ein Auto zu entwickeln, dass ohne menschliche Einmischung fährt", teilte Google am Montag mit. Das Fahrzeug habe seitdem 700.000 Meilen auf den Straßen von Mountain View zurückgelegt, Googles Unternehmenssitz in Kalifornien, und dabei die Software verbessert. Google testet das selbst fahrende Auto seit 2010."

http://www.rp-online.de/digitales/inter ... -1.4205805

"Google unterzeichnet Vereinbarung mit NYC Bürgermeister de Blasio, über die Einführung von 5.000 Google Driverless-Taxis in die New Yorker-Taxiflotte."

http://inhabitat.com/nyc/google-signs-a ... ogle-cabs/ (English)

"Robot-Autos sollen in Zukunft auch in Deutschland unterwegs sein. Das ist ein Auto, das ohne Fahrer im Straßenverkehr unterwegs ist. Wie funktioniert das und ist das überhaupt zulässig? Dieses Video richtet ein Augenmerk auf Wagen ohne Fahrer, Auto ohne Fahrer und App. Weitere Themen dieses Videos sind Taxidienst, Uber und deutsche Straßen."

http://videokatalog.prosieben.de/Gesell ... 84376.html


Diese Artikel werfen ein neues Licht auf den Einstieg von Google mit 258 Millionen Dollar beim amerikanischen "Edel-Taxidienst" Uber.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon SindSieFrei? » 03.05.2014, 21:18

:shock: OMG, ich wollte eigentlich als Rentner noch Taxifahren. Weil ich keine Lust habe, nur zuhause zu sitzen. Naja, mal sehen, was in 20 Jahren so abgeht. )))) Wenn alles ohne Menschen abläuft in der Zukunft, halte ich das für schwierig. Wo bleibt dann die Arbeitskraft Mensch? Rationalisieren wir uns selber als Arbeitskraft weg? :roll:

LG
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon FD » 03.05.2014, 21:20

Diese Robot-Autos sind nicht nur Sciencefiction, sie werden auch immer Fiktion bleiben. Nix weiter als Show um neue Geldgeber zu gewinnen. Er gibt natürlich viele Leute, gerade in den USA die an solchen Humbug glauben. Aber die glauben auch, daß Wrestling echt ist! Wenn der Bürgermeister von NY tatsächlich soeinen Vertrag unterzeichnet hat, dann ab in die Gummizelle mit dem Mann.

Vollautomatische Systeme funktionieren nur, wenn ALLE Parameter gemessen und somit in Echtzeit berücksichtigt werden können. Das funktioniert aber nur in Systemen, die hermetisch nach außer abgeschirmt und mit offenen oder verdeckten Leitsystemen ausgestattet sind.

Flugzeuge können VOLLAUTOMATISCH landen. Aber ohne Leitstrahl krachen sie irgendwo rein. Im CTA werden die Schiffe fast vollautomatisch entladen. Aber jeder Container ist entsprechend markiert und überall sind unter dem Asphalt Kontaktschleifen.

Es gibt einen unendlich großen Parameter den kein offenes System messen und schon garnicht vorhersehen kann. Die Natur! Allen voran der Mensch. Will google wirklich behaupten, sie hätten ein System parat, welches das Fehlverhalten eines Hamburger Radfahrers in St. Geotg vorausberechnen und darauf reagieren kann? Was ist mit Tieren oder herunterfallenden Ästen?

Es mag möglich sein, Computer zu bauen, die ALLE solche Parameter gleichzeitig berechnen können, einschließlich der notwendigen Reaktionen. Allein, die notwendige Messtechnik scheitert an den natürlichen Grenzen der Physik, Biologie, Chemie und dem ganz normalen alltäglichen Chaos.

Anders gesagt, Autos ohne Mensch funktionieren nur in einer Umwelt OHNE Menschen!

Solche Robot-Autos setzen voraus, daß sich das ganze Leben berechnen läßt. Man muß nicht mal an Gott glauben, um zu verstehen, daß das UNMÖGLICH ist.

Es zeigt aber, warum google den Uber-Leuten soo viel Geld gegeben haben. Jetzt wird mir alles klar!

DIE HABEN DEN VERSTAND VERLOREN! DIE SIND WAHNSINNIG!
Sag das noch mal! * Das noch mal. * Nein, das andere! * Nein, das andere. * Nein, das davor! * Nein, das davor.
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Re: "Kampf den Hobby-Taxis vom Wundercar, Uber & Co."

Beitragvon N8tfahrer » 03.05.2014, 23:13

des taxi fährt alleine, kommt einmal am Tag vorbei und liefert die kohle ab und ich lieg aufm sofa und zähl das geld...
Sind sie das Taxi ? ............NEIN, Der Fahrer !
Das müssen sie doch wissen, sie sind doch der Taxifahrer !
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