Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Löhne, Arbeitsbedingungen, Recht.

Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon IK » 18.04.2014, 12:54

Frapy ist sicherlich ein "guter Kollege".
Was denn sonst?!?!?

@ Yes

Ideologen brauchen keine Details.
Diese stören nur.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Yes » 18.04.2014, 13:27

Frapy hat geschrieben:Er wurde vom Richter mächtig ins Gebet genommen. Das ist aber sehr gelinde ausgedrückt.
Ist der Richter etwa handgreiflich geworden?
Yes
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Guter_Kollege » 18.04.2014, 14:38

Schade das es "nur" einen Vergleich gab und kein Urteil. Schont aber die Nerven der Beteiligten
und erspart dem Gericht Arbeit. Nur der Zuschauer hätte sich mehr "Unterhaltung" gewünscht.

Ein paar mehr Details, Frapy, nämlich zur Begründung der Bezahlung der Feiertage, hättest Du
uns aber schon gönnen können. Irgendwas wird das Gericht dazu ja gesagt haben, auch wenns
nicht im Vergleich steht.

Dafür, das Du die Gemeinde hier für Dich und Deinen Fall interessieren wolltest, hat sie auch
ein oder 2 Happen mehr verdient, als ein dürres "Chef muß alles bezahlen. Wurde ins Gebet genommen".

Soll ich den 2 Verschwörungstheoretikern hier echt den Gefallen tun und etwas zu ihrem Verdacht entgegnen?
Ich denke, ''.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Poorboy » 19.04.2014, 01:27

IK hat geschrieben:
Frapy hat geschrieben:
Und ich konnte über die Bezahlung der Feiertage nichts lesen. Hast du die Feiertage, welche du ohne Erlaubnis frei gemacht hast, bezahlt bekommen? Wenn ja, hat der Richter so angeordnet und mit welcher Begründung?


Ich habe noch in keinem Überlassungsvertrag Regelungen zur Arbeit an gesetzlichen Feiertagen gesehen. Um an gesetzlichen Feiertagen frei - und zwar bezahlt - zu machen, bedarf es nicht Deiner Erlaubnis. Es mag für Dich eine Welt zusammenbrechen, aber die Gesellschaft würde nie auf die Idee kommen, Dich um Erlaubnis zu fragen, bevor sie bindende Regelungen erlässt.

Ohne abweichende Regelungen über einen Tarifvertrag, kannst Du zur Arbeit an Feiertagen nur (mit gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleich) und viel zusätzlichem Geld locken.
Generell gilt für Dich, was für jeden Edeka-Schuppen gilt: Karfreitag und Ostermontag ist der Laden dicht und Du bezahlst die Mitarbeiter! Im Gegensatz zu Edeka darfst Du Deine Mitarbeiter an diesen Tagen beschäftigen. Allerdings nur im Konsens mit ihnen und im Rahmen der gesetzlichen Regelungen.

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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon arne13 » 19.04.2014, 03:00

Guter_Kollege hat geschrieben:Ein paar mehr Details, Frapy, nämlich zur Begründung der Bezahlung der Feiertage, hättest Du
uns aber schon gönnen können. Irgendwas wird das Gericht dazu ja gesagt haben, auch wenns
nicht im Vergleich steht.


Im Gegensatz zu poorboy, habe ich bei dir eine gewisse Intelligenz vermutet! Deshalb verstehe ich jetzt nicht wieso aus einen "Lohnabzug für gesetzliche Feiertage" (Threadtitel), also einen Schadensersatz für einen Nichtantritt des Taxifahrers an Feiertagen, plötzlich eine Bezahlung der Feiertage machst? Bei poorboy setzt das Horn völlig aus, sobald er nur Feiertage liest, dies sind wir ja alle schon gewohnt. Es ist der gefühlte 25igste Thread, den er damit zumüllt! Aber von jemanden, der für sich in Anspruch nimmt, Urteile und Gesetzestexte interpretieren zu können, ist dies, sagen wir es mal ungewöhnlich.

Halten wir mal für normal Denkende fest:

Soweit man bei den extremst spärlich Infos entnehmen kann, wurde "frapy" Geld vom Lohn abgezogen, dafür dass er nicht an Feiertagen gefahren ist. Diesen Abzug hat der Arbeitsrichter in einer Güteverhandlung moniert. Wieso, warum auch immer, kann man nicht sagen. Er erhält das abgezogene Geld also zurück. Finde ich im übrigen auch okay! Von einer zusätzlichen Bezahlung ist nichts zu lesen.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon IK » 19.04.2014, 08:02

Es ist ein Novum in diesem Forum, dass man sich fiktive arbeitsrechtlichen Fälle ausdenkt und dazu noch irgendwelche Verhandlungen vor irgendwelchen Gerichten. Der Protagonist in dieser Geschichte muss in die Trickkiste greifen, da er die Realität nicht akzeptieren kann. Welch eine Qual.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon am » 19.04.2014, 08:49

Kannst Du das belegen IK?
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon IK » 19.04.2014, 11:29

am hat geschrieben:Kannst Du das belegen IK?

Nicht wirklich.
Allerdings wird auch unser Frapy das gleiche Problem haben :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Guter_Kollege » 19.04.2014, 13:44

arne13 hat geschrieben:Soweit man bei den extremst spärlich Infos entnehmen kann, wurde "frapy" Geld vom Lohn abgezogen, dafür dass er nicht an Feiertagen gefahren ist. Diesen Abzug hat der Arbeitsrichter in einer Güteverhandlung moniert. Wieso, warum auch immer, kann man nicht sagen. Er erhält das abgezogene Geld also zurück. Finde ich im übrigen auch okay! Von einer zusätzlichen Bezahlung ist nichts zu lesen.
Deine Kritik, Arne, geht mir zu weit und trifft mich nicht.
Nach Vorlage der (rechtlich-gesetzl.) Dinge und dem von Frapy gebotenen Informationsstand hätte ich selbst nicht unbedingt erwartet das er die ausgefallenen Feiertage bezahlt bekommen würde. Von einer "zusätzlichen Bezahlung" hatte ich gar nichts geschrieben!

Die Vorlage von Frapy ging so:

"ich habe meinem AG Mitte Dezember letzten Jahres mitgeteilt, dass ich an den Feiertagen 25.+26.12 und 01.01. nicht fahren werde, um die Zeit mit der Familie zu verbringen. Ich fahre die Nachtschichten von Mittwoch bis Samstag. Mein AG meinte daraufhin, dass er mir diese nicht geleisteten Schichten vom Gehalt abziehen würde!"
und
"So, das Thema ist erledigt! Bei einer Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht bekam ich Recht und mein Ex-Arbeitgeber muss mir die Summe komplett zurückzahlen!!"

Was für eine komplette "Summe" das ist erzählt er uns leider nicht, insofern verbieten sich weitere Spekulationen dazu von selbst.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon FD » 19.04.2014, 16:20

Also, Ihr gebt Euch aber alle reichlich Mühe hier etwas Eindeutiges mißzuverstehen.

Frapy Chef hatte ihm unberechtigt etwas vom Lohn abgezogen. Und diese Summe, welche unberechtigt abgezogen wurde, mußte er nun wieder herausrücken.

Gute MWU fragen ihre Fahrer aber nun auch wirklich vorher, wann sie an den Feiertagen arbeiten wollen. Und bei 100% Provisionslohn etwas abzuziehen, weil nicht gearbeitet wurde? Geht nun wirklich nicht! IK, frag doch einfach mal Uwe oder Cedo, ob sie in irgendeinem solchen Fall vor dem Arbeitsgericht gewonnen haben. Nimm aber einen Jahresvorrat an Taschentüchern mit. Und Ohropax gegen das Wehgeschrei!
Sag das noch mal! * Das noch mal. * Nein, das andere! * Nein, das andere. * Nein, das davor! * Nein, das davor.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon SindSieFrei? » 19.04.2014, 16:36

Dem einen soll ein Arbeitsrichter mal gesagt haben: "Haben sie das immer noch nicht verstanden?" :mrgreen:
Dura lex, sed lex.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Poorboy » 19.04.2014, 18:41

Arnes Triebwagennummer hilft vor Gericht nicht wirklich weiter :mrgreen: !

Das Treiben können aber nur die Fahrer durch Massen von Klagen beenden

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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon IK » 19.04.2014, 19:19

@ FD

FD hat geschrieben:Gute MWU fragen ihre Fahrer aber nun auch wirklich vorher, wann sie an den Feiertagen arbeiten wollen.

Dann bin ich ein guter MWU :mrgreen:
Habe ich die ganze Zeit nix anderes behauptet.

FD hat geschrieben:Und bei 100% Provisionslohn etwas abzuziehen, weil nicht gearbeitet wurde?

Auch bei einem Provisionslohn braucht man eine feste Betriebsstruktur. Ich kann als AG eine Schicht nicht mit zwei Fahrern belegen, so dass nur derjenige fährt, welcher beim Auto früher da ist. Genauso kann ein AG darauf bestehen, dass die zugesagten Schichten tatsächlich gefahren werden. Und bei den Leuten, welche dieses einfaches Prinzip nicht verinnerlichen wollen oder können, kann man und muss man über die Sanktionen nachdenken. Wenn sie im Voraus vereinbart sind, wissen alle, was kommt, wenn man sich an die Spielregeln nicht hält.

Die "Frapy-Nummer" ist einfach nur dumm. Kein Taxiunternehmer zwingt seine Fahrer an den Feiertagen zu arbeiten und erst recht nicht Weihnachten und Sylvester zusammen. Die ganze Geschichte ist so unglaubwürdig, wie derjenige, welcher sich diese Nummer ausgedacht hat.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Hauke » 19.04.2014, 19:34

IK hat geschrieben:Kein Taxiunternehmer zwingt seine Fahrer an den Feiertagen zu arbeiten und erst recht nicht Weihnachten und Sylvester zusammen. Die ganze Geschichte ist so unglaubwürdig, wie derjenige, welcher sich diese Nummer ausgedacht hat.

Ach? Ich kenne genug die stumpf davon ausgehen das die Fahrer 6 wenn nicht gar 7 Tage in der Woche für mindestens 10h auf dem Bock zu sitzen haben und natürlich auch an Weihnachten. Nur zu Silvester nicht denn diese Schicht wird dann an den Spezi gegeben weil man dem ja noch was schuldig ist. Aber dafür sollen sie dann am Neujahr Morgen pünktlich um 6 Uhr erscheinen wenn kaum noch was los ist...

Ne ernsthaft, ich kenne genug Unternehmerkollegen die nicht einsehen, dass der Fahrer sich am WE oder Feiertag um die Familie kümmern kann, während er als Unternehmer schliesslich auch nicht frei macht.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Guter_Kollege » 19.04.2014, 20:21

Ein Forumsmitglied hat geschrieben:Genauso kann ein AG darauf bestehen, dass die zugesagten Schichten tatsächlich gefahren werden.
Natürlich kann er das prinzipiell, zumal wenn die besagten Schichten an genannten Tagen sonst immer gefahren wurden (obwohl das alleine kein Recht begründet).
Aber darum ging es bei Frapy auch gar nicht, sondern darum ob sein Chef das Recht hat, quasi wegen "Arbeitsverweigerung" entgegen der normalen Fortzahlungspflicht an Feiertagen die LFZ zu verweigern.
Ich denke das ist es, was sein Chef sich dachte durchzubekommen.
Ich hatte schon früher hier angemerkt, das nicht klar ist (und aus Frapys Aussagen nicht eindeutig hervorgeht) das
sein Chef auf Arbeit an diesen Feiertagen bestand (ArbZG § 10). Ihm kam es wohl ausschließlich auf die Verweigerung der LFZ an.
Und damit ist er offensichtlich nicht durchgedrungen. Und etwas anderes hat er wohl nicht belegen können.
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Re: Lohnabzug für gesetzliche Feiertage

Beitragvon Poorboy » 19.04.2014, 23:18

Und dieser Punkt sorgt für Panik. Die faktische Vermietung auf Provisionsbasis fälschlich als Anstellung zu verkaufen, birgt Risiken.

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