Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Neuigkeiten aus dem Taxigewerbe.

Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 06.12.2017, 19:59

Entsetzlich, wie behandeln wir unsere Kunden???

https://www.wochenblatt.de/politik/rege ... regensburg
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon foxit » 06.12.2017, 20:55

Wieso "unsere Kunden"?
Ihr (bzw. myTaxi) habt dort keine Kunden - auch nicht in der Zukunft.
Wie du sicher gelesen hast, wird dort ab Ende Jänner nur taxi.eu angeboten.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 06.12.2017, 21:17

Dies ist das ganz normale Problem in Städten dieser Größe (und kleineren auch).
Während der ruhigen Stunden kann man die Wagen nicht wirtschaftlich bereithalten und währen der Zeiten großer Nachfrage sind es zu wenig Fahrzeuge.
Das ist im ÖPNV nicht anders, ist der Bus voll passt niemand mehr rein und man muß auf den nächsten warten...wenn Nachts nur noch vereinzelt Fahrgäste fahren wäre ein leerer Bus zu teuer.
Wenn über Taxi.eu die Vermittlung geschmeidiger wird (und das ist anzunehmen) wird sich die Situation entspannen, das Grundproblem der Wirtschaftlichkeit bleibt aber bestehen...oder was glaubst Du warum mT in Städten dieser Größe so unterrepräsentiert ist und Uber nie ein Thema sein wird ?
Eine Zusammenarbeit der Unternehmen in der näheren Umgebung währe eine weitere Möglichkeit...aber auch da muss die Wirtschaftlichkeit gegeben sein.

...übrigens, was heißt "entsetzlich" ???
Im Artikel steht nichts von schlechter Behandlung, psychischer- oder physischer Gewalt oder Unfreundlichkeit in irgendeiner Form.
Manchmal habe ich das Gefühl Du schreibst schneller als Du denkst.
Zuletzt geändert von Thomas-Michael Blinten am 06.12.2017, 21:23, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Taxi Georg » 07.12.2017, 00:18

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:...übrigens, was heißt "entsetzlich" ???
Im Artikel steht nichts von schlechter Behandlung, psychischer- oder physischer Gewalt oder Unfreundlichkeit in irgendeiner Form.
Manchmal habe ich das Gefühl Du schreibst schneller als Du denkst.

Sie denkt gar nicht!
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 07.12.2017, 00:33

Taxi Georg hat geschrieben:Sie denkt gar nicht!
Er Georgios, er...
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 07.12.2017, 01:23

Erst jetzt wird eine moderne Telefonanlage eingesetzt, von analoger Technik auf digital vermittelt, Taxi.eu kommt auch, dieses Städtchen geht sehr langsam mit der Zeit. 190 Taxen sind nicht wenig, die Ordnungsbehörden sollten die Bereitstellungszeiten überprüfen und ggfs einen Dienstplan einführen. Hier sieht man was geschieht wenn keine oder wenige konkurrierenden Anbieter zu finden sind, der Kunde darf zu Fuß gehen.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Taxi Georg » 07.12.2017, 01:51

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:
Taxi Georg hat geschrieben:Sie denkt gar nicht!
Er Georgios, er...

ich wollte nicht unhöflich sein! ;-)
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 07.12.2017, 03:00

Lobenswert, aber das Thema lautet „Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.“
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 07.12.2017, 04:11

Ja und dieser Titel steht für eine plakative und unreflektierte Aussage auf BILD-Niveau.
Regensburg steht keineswegs für "ganz Deutschland" und ist keineswegs zum "Abdanken".
Die Stadt hat durchaus die Möglichkeit ihrem Nahversorgungsauftrag nachzukommen und (auf Steuerzahlerkosten) Busse und Bahnen fahren zu lassen.
Nirgendwo gibt es einen fundierten Anspruch darauf, zu jeder Zeit, an jedem Ort und kurzfristig von Haustür zu Haustür transportiert zu werden (außer im Notfall mit dem Krankenwagen).
Du kannst ja gerne bei mT darauf drängen den Bereich Regensburg besser zu versorgen und den armen Menschen zu helfen....bin einmal auf die Reaktion der mT-Verantwortlichen gespannt.
Habe letztens übrigens im Randgebiet von Stuttgart 35 Min auf ein Taxi warten müssen....die Grausamkeit hielt sich wahrlich in Grenzen.

Edit: Was die (verspäteten ?!?) Investitionen angeht, auch die müssen erst finanziert werden....und für Investoren à la mT oder Uber respektive Mietwagen ist das wohl nicht lohnend.
Du kritisierst hier auf einem enorm hohen Roß ohne tatsächlich Ahnung von den örtlichen Gegebenheiten zu haben.
Nichts in dem Artikel bietet eine Grundlage für deine Aussagen.
Zuletzt geändert von Thomas-Michael Blinten am 07.12.2017, 04:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 07.12.2017, 05:04

Regensburg steht stellvertretend für viele kleine Städte und Gemeinden. Im Osten ist die Versorgung mit Taxen am Erliegen.

Der Mindestlohn kann dort nicht bezahlt werden.

Gleiches gilt auch für größere Städte zu nachfragearmen Zeiten, die Fahrer werden angehalten dann Feierabend zu machen.

Das Taxigewerbe so wie es zur Zeit noch organisiert ist kann in großen Bereichen seinen Beförderungsauftrag nicht mehr ausreichend ausführen. Das ist ein Hauptgrund für die Forderung der Öffnung des Taximarkts damit zusätzliche Anbieter wie z.B. Mietwagen und Erleichterungen wie dem Wegfall der Rückkehrpflicht diese Lücke füllen.

Das Grundbedürfnis Mobilität (nicht nur wenn er dringend zum Arzt muss) steht jedem Bürger zu, auch in kleinen Städten und Gemeinden.
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 07.12.2017, 05:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 07.12.2017, 05:51

TaxiBabsi hat geschrieben:...Das Grundbedürfnis Mobilität (nicht nur wenn er dringend zum Arzt muss) steht jedem Bürger zu, auch in kleinen Städten und Gemeinden.

Tatsächlich ? Wo steht das ?
Dieses, durchaus wünschenswerte Ideal, ist nicht zu wirtschaftlichen Bedingungen erfüllbar.
Zur Not wird (wie hier vor Ort) im Mietwagengewerbe der Fahrer zum Konzessionär, der unter Umgehung der Sozialabgaben und Steuern sich selber ausbeutet.
Der einzige Weg ist der Steuerfinanzierte ÖPNV.
Oder warum gibt es keine Dienstpläne der Landkreise und Städte ?
Weil ein wirtschaftliches Auskommen nicht gewährleistet ist.
Die Unternehmen werden dann eher ihren Betrieb einstellen als sich selber in die Insolvenz zu wirtschaften...und damit wird das Problem eher verschärft als gelöst.
Dies gilt auch für Mietwagen oder alternative Anbieter....genau aus diesem Grund gibt es sie in den genannten Gebieten auch nicht.
Was die größeren Städte angeht stimmt deine Aussage so nicht.
Es gibt genügend Fahrer die nur darauf warten das mehr als die Hälfte des Personals Feierabend machen, dann ist für den Rest oder die frühen Vögel sofort wieder Geld zu verdienen...jedenfalls in Städten jenseits der 500.000er Grenze.
Dein Ideal ist nur mit staatlich finanzierter Zulage umsetzbar.
Wer einem sanktioniertem Dienstplan unterliegt, muß auch die Verluste ersetzt bekommen.
Eine Öffnung des Taximarktes löst keineswegs die Probleme der ländlichen Gebiete, es erhöht nur den Profit der Anbieter im großstädtischen Bereich...was auch deren Ziel ist, auf Kosten der Dienstleister und der Öffentlichkeit...ein Grundprinzip von mT und Uber.
Zuletzt geändert von Thomas-Michael Blinten am 07.12.2017, 05:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 07.12.2017, 11:05

@Thomas-Michael Blinten

Erstaunlich wieso das Recht auf Mobilität in Frage gestellt wird. Der ÖPNV und damit auch die Taxen befriedigen dieses Recht mit zunehmender Tendenz und zunehmender Schuldenbilanz mehr schlecht als recht.

Das Recht auf Mobilität ist elementar. Mir fehlt momentan etwas die Zeit daher nur der Wiki-Link:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Recht_a ... lit%C3%A4t
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 07.12.2017, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 07.12.2017, 13:36

Ich stelle es nicht infrage.
Dieses Recht wird (vollkommen zu Recht) gefordert, aber es gibt es noch nicht.
Solange die Städte und Gemeinden nicht die nötige finanziellen Mittel haben wird es ein frommer Wunsch bleiben.
Wenn schon ein Wiki-Link dann bitte auch vorher lesen....dauert auch nur ein paar Minuten.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon AsphaltRunner » 07.12.2017, 15:11

TaxiBabsi hat geschrieben: Das ist ein Hauptgrund für die Forderung der Öffnung des Taximarkts damit zusätzliche Anbieter wie z.B. Mietwagen und Erleichterungen wie dem Wegfall der Rückkehrpflicht diese Lücke füllen.

Thomas-Michael Blinten hat geschrieben:Zur Not wird (wie hier vor Ort) im Mietwagengewerbe der Fahrer zum Konzessionär, der unter Umgehung der Sozialabgaben und Steuern sich selber ausbeutet.
Der einzige Weg ist der Steuerfinanzierte ÖPNV.

So sieht's aus Babsi.
Keiner im Gewerbe ist gegen ein Grundrecht auf Mobilität.
Aber wer zahlt die Zeche?
Nicht mytaxi, nicht Uber, nicht die Kommunen, nicht der Staat, sondern die Konzessionäre :!:
Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 07.12.2017, 18:46

Wer auch immer die Zeche zahlt: die Liberalisierung des Taximarkts kommt und ist überfällig.

Happy hour, Ende der Kontingentierung, kaum noch Unterschiede zwischen Mietwagen und Taxen, Abschaffung der Rückkehrpflicht für Mietwagen usw., also ein zeitgemäßer Rechtsrahmen und Abschaffung der auf die 30-er oder 60-er Jahre basierender Uralt-Gesetze, ist dringend zu forcieren, Konkurrenz ist endlich wieder willkommen und ein Ende der mafiösen
monopolartigen Strukturen ist endlich abzusehen.

http://app.handelsblatt.com/politik/deu ... 80650.html

Daher nochmals der Rat: verkaufen so lange es möglich ist, Kasse machen und die kleine Zusatzrente sichern.
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 07.12.2017, 18:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon am » 07.12.2017, 19:47

TaxiBabsi hat geschrieben:Entsetzlich, wie behandeln wir unsere Kunden???

https://www.wochenblatt.de/politik/rege ... regensburg



Ich glaube, es wird Zeit, dass ich hier mal wieder mitmische.

Dies hier ist ein Fachforum. Das kann und sollte sich dadurch auszeichnen, dass darin auch selbstkritisch und reflektiert diskutiert wird.

Es kann sich keinesfalls dadurch auszeichnen, die durch dieses Forum repräsentierte Gruppe oder Teile dieser in vorsätzlich falscher Art und Weise zu diskreditieren und zu verunglimpfen.

Anscheinend mangelt es dir, so du denn selbst Teil dieser Gruppe bist, in eindrucksvoller Weise an ausreichendem Selbstverständnis für deine angebotene Dienstleistung. Anders ist es nicht zu erklären, dass du das im verlinkten Artikel Geäusserte nicht in der Lage bist, als das zu identifizieren, was es ist, nämlich unreflektiertes, sämtlicher Marktkenntnisse entleertes Geschreibsel über vollkommen normale Vorgänge und Folgen von z. B. der Einführung des Mindestlohnes, aber auch erfreulicherweise zunehmender behördlicher Kontrolle.

Ich bitte das künftig differenzierter zu betrachten und den mitlesenden Kunden nicht mit solchen Schlagworten im Regen stehen zu lassen.
Es gibt kein gefährliches Halbwissen, aber zu viele schlechte Informationen.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon E. G. Engel » 07.12.2017, 22:18

"Dies hier ist ein Fachforum" müsste heissen "Dies hier war ein Fachforum". Aus diesem Forum heraus, u.a., wurde das Gewerbe in Hamburg und bundesweit über diverse Mechanismen beeinflusst und verändert. Mittlerweile ist es nur noch RTL-TRASH.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 08.12.2017, 04:28

TaxiBabsi hat geschrieben:Wer auch immer die Zeche zahlt: die Liberalisierung des Taximarkts kommt und ist überfällig...Konkurrenz ist endlich wieder willkommen und ein Ende der mafiösen
monopolartigen Strukturen ist endlich abzusehen...

Das sich das Gewerbe massiv verändert ist keine Neuigkeit, das aber ein Betroffener Beifall klatscht bei solch neoliberaler Ausbeutung ist schon sehr verwunderlich.
Erinnert mich frappierend an die Kapelle auf der Titanic..nun ja, jeder nach seiner Fa­çon...
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon TaxiBabsi » 08.12.2017, 04:50

Betroffen bin ich in der Tat vom Niedergang unseres Taxigewerbes. Dieser Niedergang ist aber vom Taxigewerbe selbst verursacht.

Schau Dich mal auf der Straße um. Vergammelte und verdreckte Taxen mit unqualizierten Fahrern sind die Regel. Ein Fahrgast überlegt sich heute mit wem er fährt und wie er bestellt.

Das Taxigewerbe hat sich selber ins Abseits chauffiert und jammert nun über schlechte Geschäfte und klagt gegen die neuen Anbieter.

Der Kunde möchte gut bedient werden. Mit welchem Anbieter ist zweitrangig solange er zufrieden ist. Ob Taxi, Mietwagen oder privat (Uber-Pop) ist den meisten Gästen auch egal, einfach gut und professionell mit vernünftigen Fahrern und Autos bedient werden. Geh zum Bahnhof, geh nachts an die Brennpunkte und schau Dir an was dem Kunden angeboten wird.

Genau da kommen die neuen Anbieter ins Spiel und nehmen das Heft in die Hand. Wer wundert sich da noch, frappierend?
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 08.12.2017, 04:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Regensburg: steht für ganz Deutschland zum Abdanken.

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 08.12.2017, 05:41

Hansa, Isarfunk, Rheintaxi und viele andere bieten schon seit Jahrzehnten die von dir angedachten Alternative, aber Du spielst den Claqueur für Lösungen die nicht wirklich den Kunden zu Gute kommen...oder glaubst Du tatsächlich das Uber und Co den Kunden im Blick haben ?
Sie haben lediglich die Marktherrschaft und die freie Preisgestaltung in ihrem Sinne im Auge.
Es geht nicht um bessere Dienstleistung sondern um höheren Profit auf Kosten der Kunden (Zeit- und Nachfrage bedingte Preiserhöhungen), der Gesellschaft (hinterzogene Steuern und Abgaben, höhere Kosten der Sozialversicherung) und nicht zuletzt auf Kosten der Fahrer (Löhne bei denen das heutige Niveau noch als Garten Eden zu betrachten ist).
mT hat den Schieberegler nicht abgeschafft weil er unmoralisch ist, sondern nur weil er sich zur Zeit nicht durchsetzen lässt.
Das wird sich in Zukunft ändern, sobald man in den großen Städten die Markmacht hat.
Kleiner Städte und Gemeinden sind uninteressant, dort läßt sich kein Geld auf diese Art verdienen.
Deshalb kommen sie in den Planungen der Anbieter auch nicht vor...und TaxiBabsi klatscht im Rausch weiter Beifall...schöne neue Welt...
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