Diesel ist tot

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Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 02.03.2017, 02:19

Und damit ist nicht der Schiffsmotorendiesel auf den sieben Weltmeeren, sondern die Rennlaster- und PKW-Diesel in den Großstädten gemeint.

"Diesel-Fahrverbote werden kommen."

In 16 Städten klagt die Deutsche Umwelthilfe für saubere Luft. In diesem Zusammenhang fordert sie auch Fahrverbote für Diesel. Warum dies eine unverzichtbare Maßnahme ist und welche Konsequenzen dies hat, beantwortet Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

...

Zu wann rechnen Sie mit den ersten Fahrverboten?
Wir gehen davon aus, dass die ersten Fahrverbote Anfang 2018 kommen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat mit seinem Urteil vom 13. September 2016 erklärt, dass in Düsseldorf Fahrverbote für Dieselfahrzeuge so schnell wie möglich auszusprechen seien, um die NO2-Grenzwerte einzuhalten. Die rechtlichen Instrumente dafür sind nach Auffassung des Gerichts bereits vorhanden. Das Land NRW hat in diesem Verfahren Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht Leipzig eingereicht. Wir nehmen an, dass dieses Gericht im Sommer 2017 über die Klage der DUH entscheidet. Das Urteil hat dann wiederum Relevanz für alle Städte in Deutschland in denen NO2-Grenzwerte nicht eingehalten werden.

http://www.duh.de/aktuell/interviews-un ... f52523f46e
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon scarda » 02.03.2017, 02:49

Nee, Diesel hat gerade Verlängerung durch Subventionsanschub durch Diesel-6-Zwang bekommen.
Statt den Autobauern endlich anständige Normen vorzuschreiben, heißt es: Kauf dir mal nen Diesel 6.

:wink:
Zuletzt geändert von scarda am 02.03.2017, 02:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon Sascha1979 » 02.03.2017, 04:10

Mein Flugzeug vercharterer hat erst letztes Jahr ein Kleinflugzeug von Avgas auf Diesel umbauen lassen.

Was bin ich froh, dass diese Flugzeuge ganz legal ohne jedwede schadstoff Reinigung in die Luft pesten dürfen, damit wir da oben aus Spaß ein wenig in Deutschland rumeiern können. :lol: :lol:

http://www.aerokurier.de/general-aviati ... -dx/622974
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 02.03.2017, 13:15

Sascha1979 hat geschrieben:Mein Flugzeug vercharterer hat erst letztes Jahr ein Kleinflugzeug von Avgas auf Diesel umbauen lassen.

Ich rede von PKW-Diesel, du von Kerosin (Jet A1)

Gut das wir drüber gesprochen haben.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 02.03.2017, 15:13

München muss Maßnahmen für ein Dieselverbot bekanntgeben
http://www.taxi-times.com/muenchen-muss ... eselverbot
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon Sascha1979 » 02.03.2017, 15:26

AsphaltRunner hat geschrieben:
Sascha1979 hat geschrieben:Mein Flugzeug vercharterer hat erst letztes Jahr ein Kleinflugzeug von Avgas auf Diesel umbauen lassen.

Ich rede von PKW-Diesel, du von Kerosin (Jet A1)

Gut das wir drüber gesprochen haben.

Von Kerosin rede ich noch nicht direkt... Die kleineren Dinger fliegen eher mit Mo oder Avgas... Soll aber keine weitere Rolle spielen.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon Poorboy » 02.03.2017, 16:41

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Re: Diesel ist tot

Beitragvon TaxiBabsi » 02.03.2017, 19:03

Poorboy hat geschrieben:Die Meinung der WELT:

https://www.welt.de/motor/verkehr/artic ... -geht.html

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Diesel ist out.

Richtig.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon jr » 03.03.2017, 01:07

Er ist nicht nur out, wie eine Mode es wäre. Er ist tatsächlich tot. Und er ist es nicht, weil er vielleicht abgasmäßig mit Problemen behaftet ist. Sondern er ist es, weil sprunghafte und desinteressierte Politiker der Begriff Planungssicherheit nicht kratzt. Daß es den Diesel trifft, ist dementsprechend Zufall, es hätte auch der direkteinspritzende Benziner sein können. Oder - außerhalb des Fahrzeugbereichs - das Baurecht, das Umweltrecht, irgendein absurdes Verwaltungsverfahren oder anderes. Wenn der Blick sich verengt, muß weichen, was im Weg ist.

Wer will denn ernsthaft noch einen Diesel kaufen? Da ein PKW im Leben der meisten Leute neben einem Hausbau oder -kauf die größte Geldausgabe darstellt, dürfte das Risiko, ihn in unabsehbarer Zeit nicht nutzen zu können, ein Killerargument sein. Im gewerblichen Bereich ist die Ausgabe wegen der relativ kurzen Nutzungsdauer überschaubarer. Aber auch hier wird es zu leichten Verstimmungen kommen, wenn schon nach 2 Jahren Zwangsende angesagt ist. Der Diesel-Anteil bei den Neuwagenzulassungen sinkt rapide - angesichts des sehr kleinen privaten Anteils zeigt das, daß der Diesel auch im gewerblichen Bereich erheblich in Frage gestellt wird. Und da ich mir kaum vorstellen kann, daß die Leute auf dem Land sich nun auf die nagelneuen Schrottautos stürzen werden, dürfte der Diesel auch dort vor seinem Ende stehen.

Das Geschrei der Umweltlobbyisten dürfte mit dem Ende des Diesels wohl kaum verstummen. Mehr Benziner = mehr CO2, der neue Fahrzyklus wird dem Vernehmen nach die Werte insbesondere bei den kleinen Autos weiter nach oben treiben.

Heißt es jetzt: E-Autos kaufen? Wenn man es für sicher hält, daß sich bei der Technik nicht urplötzlich ein Umweltproblem zeigt, an das bisher noch keiner dachte, vielleicht. Sollte sich diese Falle dennoch auftun, dürfte aber auch ein E-Auto genauso schnell begraben werden wie der Diesel. Denn - siehe oben - nicht die Technik und ihre Tücken sind das Problem sondern Leute, die leichtfertig das Geld anderer ausgeben.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon RaimundHH » 03.03.2017, 13:56

Moin,

und von den großen Herstellern ,mit Ausnahme von Toyota, werden nur Diesel als Taximodelle angeboten.

Grüße
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon alsterblick » 03.03.2017, 14:44

Die durchaus auch gerne private Nutzung von Dieselfahrzeugen geht auf das Konto der Politik, die Diesel an der Tanke weniger hoch „kraftstoffbesteuert“. Zudem hat Diesel einen höheren Wirkungsgrad - somit effizienter / geringer im Verbrauch/Liter. Es waren/sind also auch private Vielfahrer von Dieselfahrzeugen in den Geldspargenuß gekommen und nicht nur Unternehmen. Diesel-Schadstoffe hat der Gesetzgeber eben auch noch "günstig zu Papier" gebracht.

Mangelnde Planungssicherheit für "jüngst" private Kfz-Anschaffungen für eine rd. 10J./Nutzungsdauer dieser Fahrzeughalter wird der Politik nun kaum / wirklich auf die Füße fallen. Immerhin waren dieselben privaten Diesel-Pkw-Nutzer über Jahrzehnte stille Nutznießer dieser Vorteilsnische. Mein Onkel (Ingenieur...beim Energieversorger) meinte bereits vor über 10J., bloß keinen Diesel mehr kaufen, das würde alles ganz schnell kippen können. Insofern hat diese „Diesellüge“ eigentlich noch ziemlich lange "dicht" gehalten.

Für Taxidieselautos wird es vermutlich begrenzt noch eine Ausnahme geben, auch downtown "rumgasen" zu dürfen, ich hab es aber jetzt nicht verfolgt.

und von den großen Herstellern ,mit Ausnahme von Toyota, werden nur Diesel als Taximodelle angeboten.

Und auch desshalb wird man für Taxi(diesel) wohl auch ne Ausnahme machen. :roll:
Zuletzt geändert von alsterblick am 03.03.2017, 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon scarda » 04.03.2017, 02:50

jr hat geschrieben:Er ist nicht nur out, wie eine Mode es wäre. Er ist tatsächlich tot. Und er ist es nicht, weil er vielleicht abgasmäßig mit Problemen behaftet ist. Sondern er ist es, weil sprunghafte und desinteressierte Politiker der Begriff Planungssicherheit nicht kratzt. Daß es den Diesel trifft, ist dementsprechend Zufall, es hätte auch der direkteinspritzende Benziner sein können. Oder - außerhalb des Fahrzeugbereichs - das Baurecht, das Umweltrecht, irgendein absurdes Verwaltungsverfahren oder anderes. Wenn der Blick sich verengt, muß weichen, was im Weg ist.

Wer will denn ernsthaft noch einen Diesel kaufen? Da ein PKW im Leben der meisten Leute neben einem Hausbau oder -kauf die größte Geldausgabe darstellt, dürfte das Risiko, ihn in unabsehbarer Zeit nicht nutzen zu können, ein Killerargument sein. Im gewerblichen Bereich ist die Ausgabe wegen der relativ kurzen Nutzungsdauer überschaubarer. Aber auch hier wird es zu leichten Verstimmungen kommen, wenn schon nach 2 Jahren Zwangsende angesagt ist. Der Diesel-Anteil bei den Neuwagenzulassungen sinkt rapide - angesichts des sehr kleinen privaten Anteils zeigt das, daß der Diesel auch im gewerblichen Bereich erheblich in Frage gestellt wird. Und da ich mir kaum vorstellen kann, daß die Leute auf dem Land sich nun auf die nagelneuen Schrottautos stürzen werden, dürfte der Diesel auch dort vor seinem Ende stehen.

Das Geschrei der Umweltlobbyisten dürfte mit dem Ende des Diesels wohl kaum verstummen. Mehr Benziner = mehr CO2, der neue Fahrzyklus wird dem Vernehmen nach die Werte insbesondere bei den kleinen Autos weiter nach oben treiben.

Heißt es jetzt: E-Autos kaufen? Wenn man es für sicher hält, daß sich bei der Technik nicht urplötzlich ein Umweltproblem zeigt, an das bisher noch keiner dachte, vielleicht. Sollte sich diese Falle dennoch auftun, dürfte aber auch ein E-Auto genauso schnell begraben werden wie der Diesel. Denn - siehe oben - nicht die Technik und ihre Tücken sind das Problem sondern Leute, die leichtfertig das Geld anderer ausgeben.


Es hätte wirklich alles treffen können. Und Stuttgart will doch noch Euro-6-Doesel zulassen? Also, kauft! :mrgreen:
Unsere Ausnahme heißt: Hafen.
In HH heißt es solange die alten Diesel runterrocken, bis der Hafen geschloßen wird oder alle Liegeplätze am E-Strom sind.
Wohl dem, der einen Welthafen im Hintergrund pesten hat! :evil: :mrgreen:
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon C.L. » 06.03.2017, 17:22

Für mich liest sich das alles nach Zukunftsmusik und Volksverdummung.

Bis 2014 war ich in Hamburg mit einer Euro 2 Taxe unterwegs, die ich auch heute noch in der Hansestadt fahren dürfte. Eine Dummweltzone gibt es bei uns tatsächlich nicht. Genauso wenig gibt und gab es einen einzigen Euro Subvention für die Anschaffung eines umweltfreundlichen Taxis.

Statt immer neuer Verbote könnte man ja versuchen den Verkehrsfluss zu optimieren. Bei einer 10km Fahrt stehe ich 17x vor einer roten Ampel. Diese Tatsache, sowie Baustellen und Stau, erhöhen unnütz den Kraftstoffverbrauch. Unser privater Golf TDI verbraucht in der Stadt keine 7 Liter, auf Stecke 5,5 Liter, dabei ist die Karre 14 Jahre alt. Das soll mal jemand mit einem Benziner nachmachen. Von der Umweltbelastung bei der Produktion eines Neuwagens will ich jetzt gar nicht anfangen.

Für mich ist die ganze Diskussion politisch und wirtschaftlich motiviert. Mit Umweltschutz hat das Thema nur am Rande zu tun. Immerhin haben wir in Hamburg ein fettes Kohlekraftwerk und drei Kreuzfahrtterminals.

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Re: Diesel ist tot

Beitragvon Poorboy » 06.03.2017, 19:49

Es geht nie um die Umwelt sondern stets um den Profit der Großkonzerne!

Hier ein Plädoyer für den Diesel:

https://www.welt.de/motor/article162608 ... -wird.html

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Re: Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 09.03.2017, 00:38

Kein Plädoyer aber einige Tipps gegen Stickoxide und Feinstaubbelastung
http://daserste.ndr.de/extra3/sendungen ... 12572.html
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 10.03.2017, 02:02

jr hat geschrieben:Er ist nicht nur out, wie eine Mode es wäre. Er ist tatsächlich tot. Und er ist es nicht, weil er vielleicht abgasmäßig mit Problemen behaftet ist...
Das Geschrei der Umweltlobbyisten dürfte mit dem Ende des Diesels wohl kaum verstummen... Denn - siehe oben - nicht die Technik und ihre Tücken sind das Problem sondern Leute, die leichtfertig das Geld anderer ausgeben.

Ich sehe hier Parallelen zu Atomkraft und Atomindustrie. Da wird von der Politik eine Industrie genehmigt, die etwa 100 Jahre lang Kraftwerke betreibt, ohne die Entsorgung ihres Mülls geklärt zu haben. Und am Ende zahlt die Entsorgung der Steuerzahler. Den GAU sowieso. Mit seinem Geld und seiner Gesundheit. Schon damals gab es Umweltlobbyisten, die vor der Unbeherrschbarkeit eines Atomkraftwerkes gewarnt haben. Dann kam Fukushima und hat der Atomindustrie in Deutschland den Todesstoß verpasst.
Bei den Abgaswerten trickst die Autoindustrie wo und wie sie nur kann. Warum gelten für den Dieselmotoren höhere Grenzwerte als für den Ottomotor? Warum gibt es z.B. in Brasilien ein Dieselverbot? Warum liegt der Anteil an Dieselfahrzeugen in Japan und den USA unter 1%? Warum werden die Abgaswerte der PKW im Labor und nicht auf der Straße getestet?
Kalifornien besitzt mit die strengsten Umweltauflagen. Fast alle Dieselhersteller haben sich deswegen von amerikanischen Markt zurückgezogen, bis auf VW. Die versprachen den sauberen Diesel. Deutsche Ingenieurskunst zeigte der Welt, wozu sie fähig war... Die VW-Schummelsoftware verpasste dem PKW-Dieselmotor den Todesstoß.
Warum an den Verbrennern festhalten und sich vom Erdöl weiter abhängig machen? Was hat das für einen Sinn? Öl ist doch sowieso bald alle, warum jetzt nicht schon aussteigen? Warum nutzt die Politik nicht die Chance, unsere Großstädte sauberer zu gestalten? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 10.03.2017, 03:06

Letztendlich ist die ganze Diskussion obsolet.
Jede Technik die auf der Verbrennung fossiler Brennstoffe basiert ist mittelfristig dem Untergang geweiht.
Das gilt nicht nur bei Automobilen.
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wisse ... chtig.html
http://www.ingenieur.de/Themen/Elektrom ... asserstoff
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/mei ... 72559.html
http://www.ingenieur360.de/forschung-en ... flugzeuge/
Egal ob Kraftwerke, Kraftfahrzeuge, Schiffe oder Flugzeuge.
Langfristig müssen wir uns neuer Technologien bedienen, die fossilen Brennstoffe halten nicht ewig...und je mehr wir für die Mobilität nutzen umso kürzer wird die Frist.
Auch wenn z.Zt. noch viele Problem im Wege stehen (vor allem die verlustfreie Speicherung und der Transport) sollten wir uns nicht mit dem Hinweis auf Probleme allzu bequem im gewohnten Sessel zurücklehnen.
Zuletzt geändert von Thomas-Michael Blinten am 10.03.2017, 03:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon scarda » 11.03.2017, 11:26

Welches Auto ist das Beste für die Umwelt? > https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/d ... 7-100.html
Die Autos und die Umwelt versus die Politik und die Patenthalter.
Ich stell den Link zur "Anstalt" beim toten Diesel ein, weil ... Faust und Auge.
Die "Verrückten" machen ja meistens "Themensendungen".
Diese Sendung zeigt das ganze Dilemma und die Komplettveraasche so gut auf,
dass sie mich trotz der ganz zweifellos hohen Qualität schon wieder langweilt!
Soll heißen, vieles von dem, was hier geschrieben, ist einfach nur wahr.
Und die Mehrheit der Deutschen hat recht,
wenn sie - Stand jetzt - gegen ein Dieselverbot ist.
Es wäre einfach nur Kapitalvernichtung.
Oder anders gesagt: ein weiterer Baustein in der Umverteilung zugunsten derer von und zu SchonAllesHaber.
Denn das Kapital wird nie vernichtet, nur gewonnen - oder verloren.
Letztlich ist es auch nur geronnene Arbeit.
Und der Deutsche ist ein fleißiger Mehrwertschaffer, der sich mit Freuden von denen von und zu SchonAllesHaber enteignen lässt.
Oder vielleicht doch nicht?
Zuletzt geändert von scarda am 11.03.2017, 11:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon E. G. Engel » 11.03.2017, 16:49

Habe ich auch gesehen. Mit erstklassiger Satire auf den Punkt gebracht.
Rechtsfreie Räume sind ein Tummelplatz für alles mögliche, auch für Behörden.
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Re: Diesel ist tot

Beitragvon AsphaltRunner » 13.03.2017, 01:20

Dieselgate"Der Vorwurf des Staatsversagens trifft zu"

Im Dieselskandal sei Bundeskanzlerin kein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems", sagt der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch im DLF. Im aktuellen Untersuchungsausschuss sei nochmal klar geworden, wie eng die Kooperation zwischen Autoindustrie und Politik tatsächlich gewesen sei, so Resch.
http://www.deutschlandfunk.de/dieselgat ... _id=380768
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