Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon Sascha1979 » 07.08.2017, 12:05

ilkoep hat geschrieben:
Sascha1979 hat geschrieben:Während ich dies schreibe, weißt du als Berliner Taxi-Fahrer, welchen Schmu du und dein Unternehmen alles fabrizieren. Aber wir kriegen euch alle!


Hast du mir/uns eben was unterstellt? Auch ein Forum ist kein rechtsfreier Raum.

Wenn Taxi Fahrer mit nicht rechtsfreien Räumen anfangen.
Genau mein Humor! :lol:
Freundliche Grüße, ein TAXI-Kunde!
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon BerlinerJung » 07.08.2017, 15:13

Sascha1979 hat geschrieben:Genau mein Humor! :lol:


haben maschinen jetzt auch humor,hmm...?!
:D :D :D

soweit mir bekannt,bist du doch 'nen herzloser roboter.
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Beitragvon miamivice » 10.08.2017, 00:34

Aus dem Morgenpost-Text vom 02.08.2017:

Besorgniserregend sei, dass die betrügerisch agierenden Betriebe die wenigen regulär arbeitenden Unternehmer einem dramatischen Verdrängungswettbewerb aussetzten, den diese kaum gewinnen könnten.


Aus dem berliner Gutachten von Linne und Krause vom Juni 2016:

Verdrängungswettbewerb: Die wenigen noch regulär arbeitenden Taxibetriebe sind einem dramatischen Verdrängungswettbewerb ausgesetzt, der in erster Linie um die Ressource „Fahrpersonal“ ausgetragen wird. Zugang zu Fahrpersonal hat derjenige Unternehmer, der seinen Fahrern Zugriff auf Schwarzeinnahmen und – mit Hilfe unzutreffender Lohnnachweise – Zugriff auf staatliche Transferleistungen verschafft.

Zugang zu Transferleistungen: Die Analyse zahlreicher Jahresabschlüsse legt den alarmierenden Schluss nahe, dass der primäre Geschäftszweck vieler Berliner Taxibetriebe nicht die Personenbeförderung ist. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der eigentliche Geschäftszweck vieler Großbetriebe darin besteht, einerseits den eigenen "Gewinn" zu maximieren und gleichzeitig den Fahrern kollektiven Zugang zu Schwarzgeld und Transferleistungen zu verschaffen. Kontrollen des Zolls zeigen immer wieder, dass unverhältnismäßig viele Taxifahrer als sogenannte Aufstocker gemeldet sind.

Das Berliner Taxigewerbe befindet sich in einer bundesweit beispiellosen Schieflage. Durch ein deutlich erkennbares Aufsichts- und Vollzugsdefizit konnten sich flächendeckend rechtswidrige Strukturen entwickeln, die mittels Steuerhinterziehung und Sozialbetrug die öffentlichen Kassen in hohem Maße schädigen und eine beispiellose
Wettbewerbsverzerrung hervorbringen.

Aus der Berliner Zeitung vom 6.3.16:

Noch nie gab es in Berlin so viele Taxis (..) „Mit Stand vom 31. Januar waren in Berlin 7897 Taxis genehmigt“, teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres mit. (..) „Angesichts der Auslastung der Fahrzeuge ist die Zahl zu hoch“, sagt Detlev Freutel, der Vorsitzende des Taxi Verbands Berlin Brandenburg (TVB). „Im Durchschnitt sind Taxis nur ein Drittel der Zeit mit Fahrgästen unterwegs, nur dann verdienen sie Geld.“ Einen großen Teil der restlichen Zeit stehen sich die Autos „ an Halteplätzen die Räder eckig“.

Aus der Berliner Zeitung vom 3.5.17:

Berlin hat weniger Taxis (..) Zum Stichtag 25. April 2017 waren 8030 Taxen konzessioniert, wie das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Labo) mitteilte. Der Höchststand habe mit 8376 erteilten Konzessionen im August 2016 gelegen.

Es zeigt sich, daß der eigentliche Verursacher der "bundesweit beispiellosen Schieflage" die Administration selbst ist, welche durch Fehlinterpretation der Gesetze immer mehr Taxikonzessionen ausgibt. 8376 oder 8030 oder 7897 oder auch 7000 Taxikonzessionen stehen keine entsprechende Nachfrage gegenüber. Die durch die Administration verursachte Unterbeschäftigung oder Untätigkeit in den Schichten holen sich einige Fahrer durch Aufstockungen zurück.

Es ist davon auszugehen, daß Polizei, Zoll und Ordnungsamt bei Taxikontrollen nicht genau wissen was sie eigentlich kontrollieren. Sie kontrollieren ohne Impetus, innere Überzeugung, Gesamtschau, sie arbeiten nur irgendwelche Rituale gemäß Befehl und Gehorsam ab. Sachkundig kontrollieren könnten Linne & Krause und die Taxifahrer selbst, welche in die Materie eingearbeitet sind.

Wer sachkundig ist, braucht keine Linne & Krause-Gutachten in Auftrag zu geben (um sich dann nicht mal an die Ergebnisse des Gutachtens zu halten) sondern hat diese Sachkunde aus Beobachtung und Studium des Gewerbes gewonnen. Wer nicht sachkundig und ausreichend urteilsfähig ist, dem kann auch ein Linne & Krause-Gutachten nur begrenzt weiterhelfen, weil er nicht weiß was er glauben soll und schnell anderen Einflüsterungen unterliegt.

Wie aggressiv verdummt Teile der Administration tatsächlich sind, zeigt sich neben der Ignorierung der Notwendigkeit der Konzessionsschraube darin, daß die Existenz von Fiskaltaxametern notwendig ist, daß die berliner Taxifahrer von der Fahrgastaufnahme am Flughafen Schönefeld ausgesperrt sind, zeigt sich im Umgang mit Uber, im Mindestlohn samt Taxameter-Pausenregelung, in der Existenz von MyTaxi und in der ungenügenden Trennung zwischen Taxi und Mietwagen.
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon Löwenzahn » 10.08.2017, 06:25

Weil die Erwartungen vom Kunden an den Taxifahrer zu hoch sind und die Bereitschaft zum Service der Taxifahrer zu niedrig, kommt es in dieser Konstellation zum Konflikt, der dazu führt, dass die Leute auf Car Sharing zurückgreifen. Jedes Car Sharing Fahrzeug zerstört einen Arbeitsplatz. Im Sommer wird auch Fahrradverleih genutzt, weil man hier keine Angst wegen Diebstahl des eigenen Rades zu befürchten braucht.
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon taxipost » 10.08.2017, 06:28

miamivice hat geschrieben:...Sachkundig kontrollieren könnten Linne & Krause und die Taxifahrer selbst,...
:lol: :lol: :lol:
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon sivas » 10.08.2017, 09:20

Ich sehe keine Notwendigkeit für ein Fiskaltaxameter, die Zahlen liegen doch auch so vor, sie müssen nur kontrolliert werden. Ein FT erleichtert die Arbeit, nur bringt das auch nix, wenn man die Arbeit gar nicht tut ! Ob ich bei der Konzessionsverlängerung einen Packen Schichtzettel oder eine Datei auf 'nem USB-Stick vorlege - reingucken tut da bestimmt keiner !

Dass die Berliner Schönefeld nicht anfahren dürfen - wie kann man nur so blöd sein, einen Flughafen ausserhalb seines Zuständigkeitsbereiches zu bauen - die hätten das Gebiet vorher eingemeinden sollen ! Dann würde schon lange geflogen werden. Jetzt hilft nur noch die Kavallerie ... dort wird NIE geflogen !

myTaxi - ich meine, das war das Beste, was dem Gewerbe passieren konnte. Angepisst sind doch die Zentralen ! Den dort bestimmenden Mehrwagenunternehmern sind die Möglichkeiten der Fahrerkontrolle wichtiger, als die Kundenbelange ! Kommt doch so ein Startup mit 'nem perfekten Bezahlsystem ... was erlauben die sich ?

Mindestlohn - da wären die Gewerkschaften gefragt. Sie waren auch bereit dazu ... ich vermute, dass das Fahrpersonal mitbeteiligt ist - am Betrug.

Mietwagen können den Großteil der von Taxen durchgeführten Fahrten übernehmen, ich denke da z.B. an vorbestellte Krankenfahrten. Pfiffige Unternehmen wandern in den Mietwagenbereich ab, sind sie doch dadurch an keine Preisvorgaben mehr gebunden ... und ab 19 Uhr stehen deren Fahrzeuge !

Taxen sollten als Bestandteil des ÖPNV besser in diesen eingebunden werden. Kunden sollten Gutscheine erwerben können, die zu einem gewissen Teil aus den ÖPNV-Töpfen finanziert werden. Oder die Taxiunternehmer erhalten pro Fahrt bis zum sechsten Besetzt-km einen festen Zuschuss - DAS wäre ein Grund für ein Fiskaltaxameter mit vollautomatischer Datenübertragung - am vierten Werktag ist die Überweisung für den Vormonat auf dem Konto.

uber - wird kommen ! und die Verelendung weitere Kreise einbeziehen.

Konzessionsschraube
PbefG hat geschrieben:§ 13 Voraussetzung der Genehmigung
(4) Beim Verkehr mit Taxen ist die Genehmigung zu versagen, wenn die öffentlichen Verkehrsinteressen dadurch beeinträchtigt werden, daß durch die Ausübung des beantragten Verkehrs das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht wird. Hierbei sind für den Bezirk der Genehmigungsbehörde insbesondere zu berücksichtigen
1. die Nachfrage nach Beförderungsaufträgen im Taxenverkehr,
2. die Taxendichte,
3. die Entwicklung der Ertrags- und Kostenlage unter Einbeziehung der Einsatzzeit,
4. die Anzahl und Ursachen der Geschäftsaufgaben.
Wenn ich mir manche Halteplätze anschaue und die Zeit messe, die bis zum Besetztwerden verstreicht ...
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon sivas » 12.08.2017, 07:07

Babsi hat wohl Pause ... ihr Avatar bewegt sich nicht :cry: .
Korrektur ! er bewgt sich wieder. Ich weiss nicht wovon das abhängt, ich nutze aktuell den PC mit W10 und den firefox-Browser.
Zuletzt geändert von sivas am 12.08.2017, 09:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Polizei kontrolliert Taxen: >25% erhalten anzeigen

Beitragvon TaxiBabsi » 12.08.2017, 07:39

sivas hat geschrieben:Babsi hat wohl Pause ... ihr Avatar bewegt sich nicht :cry: .
Korrektur ! er bewgt sich wieder. Ich weiss nicht wovon das abhängt, ich nutze aktuell den PC mit W10.


Sie. :lol:
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