Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht mehr

Der virtuelle Taxitreff.

Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht mehr

Beitragvon Jochen Lembke » 11.10.2010, 08:36

Wie ihr wohl alle gelesen habt, hat Google erfolgreich robotgesteuerte Automobile getestet und eine Prognose gewagt, diese bis in 8 Jahren zur Serienreife gebracht zu haben!
Solche Fahrzeuge sollen dann nicht nur ohne Mensch auskommen können, sie tun dies sogar besser ohne ihn, sie sind sicherer und passen sich besser in den Verkehr ein, bis zu einem doppelten Fahrzeugaufkommen auf den Strassen soll damit problemlos möglich sein.
Klar, dass also recht bald solche zur Miete frei an jeder Strassenecke stehen werden und bisherige Mietautos, Car-sharing und vor allem ewig mosernde Fuhrknechte überflüssig machen werden. Man setzt sich ins Fahrzeug, tippt das Ziel ein, bezahlt mit Karte und fährt damit los, ohne Mindesttarif und ohne "nix wisse, wo iss" und ohne "das können Sie doch auch laufen" und "heut ist wieder mal üüüüberhaupt nix los."
Warum sich also überhaupt noch Mühe geben?
Jochen Lembke
 

Beitragvon Otto126 » 11.10.2010, 09:21

Klar, und das Auto packt dann Omas Rollator in den Kofferraum...
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

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Wat woll'n die Atzen eigentlich von mir?
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Beitragvon eichi » 11.10.2010, 09:32

Und die Fahrzeuge, die vorher von den Discotheken etc. losfuhren,
erkennt man leicht an den Bierresten, Alkoholgestank, Pommestüten etc. im Fahrzeuginnenraum.
"Fahr mal am nächsten McDoof vorbei" wird dann auch schwieriger.
Au prima, Abholung aus Arzt-Praxis, wie soll das gehen?

Nee, nee, mein Lieber, so schnell sind die humangelenkten Individualtransporter nicht zu ersetzen!
Und mein Kühlschrank (per Internet) bestimmt auch nicht, was eingekauft wird!
Politische Aussagen von max. 140 Zeichen Länge beunruhigen mich.
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Re: Waum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht me

Beitragvon am » 11.10.2010, 09:42

Jochen Lembke hat geschrieben:Wie ihr wohl alle gelesen habt, hat Google erfolgreich robotgesteuerte Automobile getestet und eine Prognose gewagt, diese bis in 8 Jahren zur Serienreife gebracht zu haben!....



Bezieht sich wohl auf das hier:

http://www.rp-online.de/auto/news/Pkws- ... 16669.html

Und dies:

http://kurier.at/techno/2040366.php

Allerdings müssten die Computersysteme insgesamt noch deutlich verlässlicher werden, bevor Roboter-Autos in Massen auf die Straßen dürften, räumten die Ingenieure ein. Sie rechnen mit einem Zeitraum von mindestens acht Jahren.



Interessant dazu auch die Grand Chalenge

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 15679.html

Im Vorjahr hatte sich herausgestellt, dass Fahrzeugen so genannte Tumbleweeds Probleme bei der Navigation über die Rennstrecke bereiten. Die rollenden, aber durchaus harmlosen Büsche werden vom Wüstenwind verweht und von den Computersystemen als Hindernisse interpretiert, die es zu umfahren gilt. Mit dem Ergebnis, dass manch ein Fahrzeug nach dem Ausweichmanöver in wirklichen Problemen steckte.


Meine These:
Die Google Autos sind nur so gut, weil sie auf die digitale Datenbasis von Google-Streetview zurückgreifen. Das System würde dabei die Streetview-Bilder mit den Echtzeitbildern vergleichen. Bleibt die Frage nach den Ampeln - sind die dort schon vernetzt? Kann ein Rechner tatsächich die rein optischen Signale einer LZA verarbeiten?
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Beitragvon Otto126 » 11.10.2010, 09:49

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Beitragvon Jochen Lembke » 11.10.2010, 12:29

Gutes Video von "zu reich", Otto! (Besonders die 70-jährigen halfpipefahrer) Man sieht auch da gerade, als Simulation, wie all die vielen computergesteurten Autos durcheinander witschen an der Kreuzung - letztendlich werden individuell von Robotern gesteurte Fahrzeuge ja dann noch vernetzt und verlinkt von Zentralcomputern und je nach Bedarf dann zu grösseren Grupppen zusammengeschlossen, auch die heutigen Strassenbahnen und Züge werden also so wohl nicht überdauern.

Ein ausgereiftes, computergesteuertes technisches System ist da wo es zum Einsatz kommmen kann, dem Menschen immer überlegen, man denke nur an die Zeit als die Schachcomputer schliesslich unschlagbar wurden... die Frage ist nur, wann kann es zum Einsatz kommen? Prognosen sind selten verlässlich und die besagten Rollatoren... nun, ob Rollatoren oder Koffer, eine Rampe oder Heblift lässt sich vollautomatisch ein und ausfahren und die Objekte ebenso verstauen.

Das Problem ist eher, dass Omi dann niemand mehr hat, dem sie erzählen kann, dass es heute wieder ein klein wenig schlechter (oder besser geht) als gestern.

Kommen wird sie, aber vielleicht können wir ja also unsere Abschaffung verzögern?
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Beitragvon DD 211 » 11.10.2010, 13:56

Insgesamt bleibt bei Roboterautos wie auch bei Führerlosen Zügen das Problem der Verantwortlichkeit. In der Pariser Metro gibt es einen Betriebsleiter der sämtliche Züge überwachen muss. Beim Roboterauto wird es immer noch einen Fahrzeugführer geben müssen der im Ernstfall eingreifen kann und die Verantwortung für das Fahrzeug übernimmt. Weil einen Roboter der eine Kindergartengruppe zu Brei fährt kann man schlecht vor Gericht ziehen.
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Beitragvon Thomas-Michael Blinten » 11.10.2010, 14:31

Nun, die Vernetzung von Fahrzeugen stellt bald kein Problem mehr dar, allerdings muss man sich überlegen was man mit den nicht vernetzbaren Kohlenstoffeinheiten macht welche noch zu tausenden die Straßen benutzen und kreuzen :?:
Was passiert bei Systemüberlastung oder -ausfall (kennen wir doch alle aus der Telefonie und unseren Funksystemen, egal ob Betriebsfunk gesteuert oder per GPRS) :?:
Wo liegen die Verantwortlichkeiten bei Unfällen (keine Angst, die gibt es auch in unserer schönen Zukunft) :?:
Wie stelle ich einen ganzen Kontinent (ein Land reicht nicht aus) auf dieses System um :?:

Für mich sind all dies genug Fragen um mich entspannt zurück zu lehnen.
Ich werde noch lange genug gebraucht und meinen Söhnen werde ich meinen Beruf so oder so nicht empfehlen.
Diese Zeit wird kommen, allerdings werden wir werden sie nicht mehr erleben :wink:
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Re: Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht m

Beitragvon raimond c.caine » 11.10.2010, 15:32

Jochen Lembke hat geschrieben:.....Warum sich also überhaupt noch Mühe geben?



damit du wenigstens noch die 8 jahre überlebst und schauen kannst ob du recht hattest............. 8)
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Re: Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht m

Beitragvon reasoner » 11.10.2010, 19:27

Jochen Lembke hat geschrieben:......diese bis in 8 Jahren zur Serienreife gebracht zu haben!.....


8 Jahre, mein lieber Lembke? Da musst du dich aber mächtig ranhalten für deinen Eintrag ins Guinness-Buch.

Kann sich noch jemand an Schriftsetzer, Dampflokheizer oder Nachtwächter ("Hört ihr Leut und lasst euch sagen, unsre Uhr hat 9 geschlagen") erinnern?

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Beitragvon taxologe » 11.10.2010, 20:00

21.12.2012 geht die Welt unter (lt. N24, Doku: Der Nostradamos-Effekt: 2012 - Das Ende der Welt, läuft gerade) :(
Wdh: 00:05 Uhr
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Beitragvon reasoner » 11.10.2010, 20:48

Sag mal Google Bescheid, da lohnt sich die Entwicklung doch gar nicht mehr.
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Re: Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht m

Beitragvon am » 11.10.2010, 21:39

reasoner hat geschrieben:....
Kann sich noch jemand an Schriftsetzer, Dampflokheizer oder Nachtwächter ("Hört ihr Leut und lasst euch sagen, unsre Uhr hat 9 geschlagen") erinnern?
...




Nachtwächter :arrow: http://www.luebeck-erleben.de/programm_ ... chter.html
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Beitragvon classictaxi » 11.10.2010, 22:38

Zu Ende ist doch noch lange nichts.
Das Personenbeförderungsgewerbe hat über Jahrhunderte so manche Höhen und Tiefen durchgemacht. Die Ratschaisenträger schon zweimal überholt, gibt es noch. Die Pferdedroschke gibt es mehr denn je.
Und wieso soll es uns nicht mehr geben?
Auswüchse gab es immer schon.
Wir werden auch Morgen noch, Personen transportieren. Ob das mit einem Kraftfahrzeug sein wird, bezweifle ich.
Was wird Morgen das Transportgerät sein? Heute wissen wir es nicht, so wie die Pferdedroschken vor 1886.
Egal, wir werden dabei sein!
Es heißt "Zeit ist Geld". Zeit ist nicht Geld, Zeit ist die Abwesenheit von Geld. Aber Heute haben wir Geld. Alles ist aus dem Gleichgewicht.
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Beitragvon am » 12.10.2010, 00:01

Ich wäre hierfür :wink: :

http://www.youtube.com/watch?v=wYue91ciOZk


Zumindest bezogen auf das Fortbewegungsmittel
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Re: Warum sich Mühe geben, in 8 Jahren gibt´s uns eh nicht m

Beitragvon raimond c.caine » 12.10.2010, 05:15

reasoner hat geschrieben:.....Kann sich noch jemand an Nachtwächter erinnern?...


darum fahre ich ja nur nachts...................Bild
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Beitragvon Jochen Lembke » 12.10.2010, 08:09

Nein, Spass beiseite, ich glaube auch, es wird nicht so schnell gehen. Vielleicht wird es ja dann aber auch auf dem Auftrag vermerkt sein, als Bedienmerkmal, wie bisher Fremdsprachen o.ä., so in etwa "h", wie human. In jedem Fall, es bleibt uns nicht erspart einstweilen an der Verbesserung des Jobs zu arbeiten!
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Beitragvon raimond c.caine » 12.10.2010, 08:38

danke,

du wohnst ja in der schweiz und wir freuen uns über das gespräch................ :mrgreen:

---
Link entfernt von jr
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Beitragvon raimond c.caine » 12.10.2010, 08:40

bhgzt
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Beitragvon Otto126 » 12.10.2010, 13:03

Jochen Lembke hat geschrieben:Ein ausgereiftes, computergesteuertes technisches System ist da wo es zum Einsatz kommmen kann, dem Menschen immer überlegen

Komm Jochen, wir Science-Fiction Fans wissen doch, dass es nicht so ist.

Wir wissen es seit "Hal" ("2001- Odyssee im Weltraum"), seit dem "Blade Runner" (Philip K. Dick: "Träumen Roboter von elektrischen Schafen"), seit "Tron", "Wargames", "Alien", "I Robot" und nicht zuletzt seit "Matrix": ein vollautomatisches System, das nicht mehr unter der Kontrolle eines Menschen steht, taugt nichts und wird sich irgendwann automatisch gegen seine Erbauer richten. Das ist ein Naturgesetz, dass sich aus dem Zweiten Satz der Thermodynamik herleitet: in einem geschlossenen System kann die Entropie nicht abnehmen, sie wird zunehmen.

Ein einziger EMP reicht zudem aus, um unsere ganze schöne Computerwelt zusammenbrechen zu lassen - bis hin zur Kernschmelze im AKW.
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