Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

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Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Jim Bo » 10.08.2017, 08:22

Ein LKW - Fahrer wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro verurteilt, weil er beim Abbiegen eine Radfahrerin übersehen hat.

http://www.berliner-kurier.de/berlin/po ... e-28143614

Angeklagt: Ralf F (57). Ein kleiner, zurückhaltender Mann. Berufskraftfahrer seit 32 Jahren, unfallfrei und ohne Punkt in Flensburg. – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/28143614 ©2017


Es kann jedem passieren.

Doch wie rücksichtsvoll und umsichtig fahren Radfahrer? Als Kraftfahrer hat man Spiegel für den nachfolgenden Verkehr. Ein Radfahrer, der nach hinten schaut? Die meisten radeln mit Tunnelblick.

Der Bremsweg eines Kraftfahrzeug ist deutlich länger als der eines Fahrrads. Aber hat ein Radfahrer schon mal freiwillig für ein Autofahrer angehalten? Die meisten Radler schlengeln sich trotz Gefahrsituation unbedingt noch hindurch. In Berlin haben ja selbst Fußgänger enorme Probleme ihren Körper zum Stillstand zu bekommen, wenn deren Ampel auf Rot umspringt.

Mit Ausnahme der illegalen Straßenrennfahrer sind Autofahrer die besten Verkehrsteilnehmer. Nur leider will man ja Berlin zu einer radfahrerfreundlichen Stadt umbauen und den Autoverkehr ausbremsen. Ist schon klar, dass ein Fahrrad ein Sportgerät ist und es einer gewissen Kondition bedarf, tagtäglich entsprechende Distanzen zurückzulegen? Schon klar, dass die Mehrheit der Deutschen diese Kondition nicht haben? Auch klar, dass man durchgeschwitzt auf Arbeit erscheint und es wohl keine Gelegenheit zum Duschen und Kleiderwechsel gibt? Und erst Recht klar, dass man Radler im Winter so gut wie überhaupt nicht sieht, weil Schnee und Glatteis eine Gefahr darstellen? Selbst im Hochsommer bei 30°C im Schatten, lasse ich mein Fahrrad stehen. Ich denke, wir verstehen uns. Ein PKW kann man ganzjährig bei jeder Wetterlage nutzen. Warum soll dieser Verkehr dem Radverkehr weichen?

Und es braucht sich keiner über zu hohe Abgaswerte beschweren, wenn am Tag 2 Schachteln Zigaretten verqualmt.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon LRKN » 10.08.2017, 16:38

Jim Bo hat geschrieben:Ein LKW - Fahrer wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro verurteilt, weil er beim Abbiegen eine Radfahrerin übersehen hat.

http://www.berliner-kurier.de/berlin/po ... e-28143614

Angeklagt: Ralf F (57). Ein kleiner, zurückhaltender Mann. Berufskraftfahrer seit 32 Jahren, unfallfrei und ohne Punkt in Flensburg. – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/28143614 ©2017


Es kann jedem passieren.

Doch wie rücksichtsvoll und umsichtig fahren Radfahrer? Als Kraftfahrer hat man Spiegel für den nachfolgenden Verkehr. Ein Radfahrer, der nach hinten schaut? Die meisten radeln mit Tunnelblick.

Der Bremsweg eines Kraftfahrzeug ist deutlich länger als der eines Fahrrads. Aber hat ein Radfahrer schon mal freiwillig für ein Autofahrer angehalten? Die meisten Radler schlengeln sich trotz Gefahrsituation unbedingt noch hindurch. In Berlin haben ja selbst Fußgänger enorme Probleme ihren Körper zum Stillstand zu bekommen, wenn deren Ampel auf Rot umspringt.

Mit Ausnahme der illegalen Straßenrennfahrer sind Autofahrer die besten Verkehrsteilnehmer. Nur leider will man ja Berlin zu einer radfahrerfreundlichen Stadt umbauen und den Autoverkehr ausbremsen. Ist schon klar, dass ein Fahrrad ein Sportgerät ist und es einer gewissen Kondition bedarf, tagtäglich entsprechende Distanzen zurückzulegen? Schon klar, dass die Mehrheit der Deutschen diese Kondition nicht haben? Auch klar, dass man durchgeschwitzt auf Arbeit erscheint und es wohl keine Gelegenheit zum Duschen und Kleiderwechsel gibt? Und erst Recht klar, dass man Radler im Winter so gut wie überhaupt nicht sieht, weil Schnee und Glatteis eine Gefahr darstellen? Selbst im Hochsommer bei 30°C im Schatten, lasse ich mein Fahrrad stehen. Ich denke, wir verstehen uns. Ein PKW kann man ganzjährig bei jeder Wetterlage nutzen. Warum soll dieser Verkehr dem Radverkehr weichen?

Und es braucht sich keiner über zu hohe Abgaswerte beschweren, wenn am Tag 2 Schachteln Zigaretten verqualmt.


Oje... Da stibt ein Mensch weil er von einem LKW überrollt wird und du schreibst echt, "es kann jedem passieren" und direkt danach ein Gelaber über rücksichtslose Fahrradfahrer? Bist du so unmenschlich? Frage: wieviele LKW- oder PKW-Fahrer sind letztes Jahr durch Unfälle mit Fahrradfahrern in Berlin umgekommen? Ich sag es dir und ich muss nicht mal Googeln... NULL! Und wieviele Fahrradfahrer sind umgekommen? Laut Zeitung SIEBZEHN! Und du willst wirklich hier den Fahrradfahrern unterstellen sie sind die schlechteren Verkehrsteilnehmer als die Autofahrer? Ich fahre beides, Auto und Fahrrad und Autofahrer sind die wesentlich schlechteren Verkehrsteilnehmer. Sie missachten Stop-Schilder, fahren zu schnell, biegen ohne zu schauen ab usw. Ich habe jedes Jahr mind. 2-3 kritische Situationen mit dem Fahrrad weil Autofahrer die Regeln missachten. Und ich habe null kritische Situationen wenn ein Fahrradfahrer mal die Regeln missachtet. Ich bin niemals in Lebensgefahr, egal was für ein Scheiss ein Fahrradfahrer anstellt. Ich kann höchstens genervt werden. Wenn ein Autofahrer scheiss baut, bin ich im schlimmsten Fall tot.

Und ein Fahrrad ist kein Sportgerät. Es ist ein Fortbewegungsmittel. Genauso wie Motorräder, PKWs oder LKWs. Ein Fahrradfahrer hat die gleichen Rechte eine Straße zu nutzen wie ein PKW Fahrer. Oft ist er sogar verpflichtet die Straße zu nutzen. Und der großteil der Verkehrsfläche wird auch noch in 50 Jahren den Autos gehören. Nur weil man deren Verkehrsfläche von geschätzten 70% auf 60% reduziert ist das kein Drama.

Und 80% aller Menschen sind Nichtraucher. Daher ist dein Argument mit den 2 Schateln mal so völlig überflüssig.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Jim Bo » 10.08.2017, 18:05

Oje... Da stibt ein Mensch weil er von einem LKW überrollt wird und du schreibst echt, "es kann jedem passieren" und direkt danach ein Gelaber über rücksichtslose Fahrradfahrer? Bist du so unmenschlich?


Und was machst du? Willst du dem LKW - Fahrer unterstellen, er sei ein schlechter Fahrer, weil er einmal in seinen 32 Jahren aus Unachtsamkeit eine Radlerin angefahren hat, die leider dadurch ums Leben gekommen ist?

Es kann jedem passieren. Ja!

Egal wie lange man Auto fährt, es reicht ein Moment.

Das Thema heißt Vorsicht und Rücksicht.

Rücksicht vor allem, weil sie keine Vollbremsung mit ihrem Fahrrad hinlegen können, Rücksicht auch, weil sie wie in diesem Fall gleichzeitig grün haben und parallel fahren.

Aber eben auch Vorsicht, weil sie nicht mitdenken, weil sie ihren eigenen Willen haben und und und...
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon TaxiBabsi » 10.08.2017, 19:06

Radfahrer sind überwiegend Verkehrsrowdies.

Obwohl sie wissentlich die Schwächeren sind spielen sie bewusst das Spiel mit dem Tod.

Die Gründe dafür sind zweitrangig aber es gilt die STVO für ALLE, auch für die Radfahrer.

Kein Schutzschild zu haben ist kein Freibrief für rücksichtsloses Fahren und Missachten aller Verkehrvorschriften, das sollten sich ALLE Radfahrer hinter ihre Ohren schreiben.

Ich bin ein Befürworter von Kennzeichenpflicht auch für Radfahrer.

Kurierradfahrer sind mithin die schlimmsten der Schlimmen, schlimmer geht's nimmer.
Zuletzt geändert von TaxiBabsi am 10.08.2017, 19:10, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Sascha1979 » 10.08.2017, 22:38

TaxiBabsi hat geschrieben:Radfahrer sind überwiegend Verkehrsrowdies.

Obwohl sie wissentlich die Schwächeren sind spielen sie bewusst das Spiel mit dem Tod.

Die Gründe dafür sind zweitrangig aber es gilt die STVO für ALLE, auch für die Radfahrer.

Kein Schutzschild zu haben ist kein Freibrief für rücksichtsloses Fahren und Missachten aller Verkehrvorschriften, das sollten sich ALLE Radfahrer hinter ihre Ohren schreiben.

Ich bin ein Befürworter von Kennzeichenpflicht auch für Radfahrer.

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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon TWG » 14.08.2017, 01:53

Hallo,

ich bin mittlerweile 58 Jahre alt,

als ich Fahrradfahren gelernt habe, hat meine Mutter mir beigebracht, das ich vor Autos Angst haben muss, weil diese sind stärker als ich!

LKW haben nun mal einen sehr großen toten Winkel im Spiegel und auch nicht die Möglichkeit des Schulterblicks.
Wenn eine Radfahrerin mit 76 Jahren das immer noch nicht gelernt hat und besser anhält statt bei Grün auf den abbiegenden LKW zuzufahren,
dann frag ich mich, wieviel Glück hatte die Frau, das sie überhaupt 76 Jahre alt wurde?

Klingt böse, aber auf dem Fahrrad denke ich doch erstmal an meine eigene Sicherheit als an meine Vorfahrt!

Gruß aus Düsseldorf
Thomas
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Jim Bo » 14.08.2017, 08:23

TWG

Ich glaube in diesem Fall eher, dass der LKW - Fahrer abgelenkt war, dass der LKW aus der Fahrt rechts abgebogen ist und eben nicht vorher an einer roten Ampel gestanden hat. Deshalb würde ich sagen, greift dein Argument des Toten Winkel in diesem Fall nicht. Der LKW - Fahrer hätte genug Zeit, sich den Radweg anzusehen, denn sonst müsste die Oma ja schon mit 40km/h angeradelt gekommen sein.

Dass eine Oma nicht nach hinten guckt und eine Vollbremsung hinlegt, ist verständlich. Vielleicht hat sie den LKW auch nicht gehört. Denkbar, nur wir wissen es nicht.

Rücksicht gebührt Radfahrern, die nun mal nicht die Fähigkeit haben Situationen vorherzusehen und zu dieser Gruppe zählen eben Rentner und Kinder.

Vorsicht gilt der Gruppe der Radfahrer, die vorhersehbare Situationen ignorieren und sich trotz Gefahr in dieses Geschehen stürzen.

Letztens bin ich die Hannoversche Straße in Berlin Mitte, wo nur 30 km/h erlaubt sind mit meinem Dienstwagen lang gefahren, da überholt mich ein Jugendlicher mit seinem E-Bike bestimmt mit 40 km/h rechts. DerPlatz zu parkenden Fahrzeugen war gut 1 Meter. Während der Fahrt 10 km/h mehr als erlaubt überholt er mich rechts, wo links eine ganze Fahrspur frei war und pöbelt mich noch an. Raserei außen vor, aber seit wann überholt man rechts?
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon LRKN » 14.08.2017, 11:30

TWG hat geschrieben:Wenn eine Radfahrerin mit 76 Jahren das immer noch nicht gelernt hat und besser anhält statt bei Grün auf den abbiegenden LKW zuzufahren,
dann frag ich mich, wieviel Glück hatte die Frau, das sie überhaupt 76 Jahre alt wurde?


Klar ist die Fahrradfahrerin selber schuld, dass sie zerquetscht wird. Die Frau, die ein Minirock trägt, ist ja auch selber schuld wenn sie Vergewaltigt wird. Blame the victim! Willkommen in den 60ern...
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon sivas » 14.08.2017, 12:27

Ein Zeitungsbericht zu diesem Thema:
http://www.echo-online.de/lokales/darms ... 962674.htm
"Plötzlich sah ich den Radfahrer vor dem Lkw auftauchen", sagte ein 58 Jahre alter Autofahrer aus Dieburg, der in der Landgraf-Georg-Straße an der Ampel stand. "Ich dachte, mein Gott, was macht der denn da."

DA ist der Unfall passiert:
https://www.google.de/maps/@49.8741368, ... a=!3m1!1e3
Der LKW kam von oben und ist rechts abgebogen (im Bild also nach links). Wenn ein LKW auf der Rechtsabbiegespur steht, ist kein Platz mehr für einen Radfahrer. Der muss wohl auf dem Gehweg gefahren sein, um dann auf dem Fußgängerbereich auf die gegenüberliegende Straßenseite zu kommen. Er hätte als Radfahrer die Straße gar nicht geradeaus überqueren dürfen, nur als Fußgänger.
Zuletzt geändert von sivas am 14.08.2017, 12:41, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon LRKN » 14.08.2017, 13:54

sivas hat geschrieben:Ein Zeitungsbericht zu diesem Thema:
http://www.echo-online.de/lokales/darms ... 962674.htm
"Plötzlich sah ich den Radfahrer vor dem Lkw auftauchen", sagte ein 58 Jahre alter Autofahrer aus Dieburg, der in der Landgraf-Georg-Straße an der Ampel stand. "Ich dachte, mein Gott, was macht der denn da."

DA ist der Unfall passiert:
https://www.google.de/maps/@49.8741368, ... a=!3m1!1e3
Der LKW kam von oben und ist rechts abgebogen (im Bild also nach links). Wenn ein LKW auf der Rechtsabbiegespur steht, ist kein Platz mehr für einen Radfahrer. Der muss wohl auf dem Gehweg gefahren sein, um dann auf dem Fußgängerbereich auf die gegenüberliegende Straßenseite zu kommen. Er hätte als Radfahrer die Straße gar nicht geradeaus überqueren dürfen, nur als Fußgänger.


Und was hat jetzt dieser Darmstädter Fall mit dem Berliner Fall zu tun?

Und wo steht geschrieben, dass man als Fahrradfahrer diese Kreuzung nicht auf dem Fußgängerüberweg überqueren darf? Wenn er auf dem Bürgersteig stand (du gehst ja selber davon aus, dass er aus Platzmangel auf dem Bürgersteig stand) und die Fußgängerampel Grün war, wieso sollte er nicht queren dürfen? Und für den Fall, dass er das nicht darf, darf dann der LKW Fahrer ihn einfach tot fahren? Gilt das dann auch für 9 Jährige, die mit dem Fahrrad über die Straße wollen auch? Darf ich in Zukunft mutwillig alle Tot fahren, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten? Auch Taxifahrer, die verboten Links abbiegen darf ich dann mit Vollgas in die Seite fahren?
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon sivas » 14.08.2017, 14:24

Klaro, nix natürlich. In Berlin ist ein Radfahrer in die Spree geplumpst, in Darmstadt hatte er 'nen Platten und wurde auf der Fahrbahn stehend überrollt. Beide sind daran verstorben.

LRKN hat geschrieben:... 9 Jährige, die mit dem Fahrrad über die Straße wollen ...
... vorher auf dem Fußgängerweg fuhren und dann auf selbigem auch die Fahrbahn überqueren wollen, haben hoffentlich eine Verkehrserziehung genossen, in der ihnen beigebracht wurde, dass sie die Fahrbahn in dem Fall nur schiebend überqueren dürfen.

Wie oft beobachte ich, dass diese Regel nicht beachtet wird, auch im Beisein der Eltern.

Am gefährlichsten finde ich diese kombinierten Fußgänger/Radfahrer-Lichtzeichen, wenn weit und breit kein Radweg zu sehen ist. Da wird dem Radler suggeriert er dürfe - darf er aber nicht ! er muss schieben !

Hier noch ein Bericht aus Berlin. Die Staatsanwältin hatte eine Geldstrafe von 3.600 € verlangt:
http://www.berliner-kurier.de/berlin/po ... n-28165646
Zuletzt geändert von sivas am 14.08.2017, 14:54, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Grossraum » 14.08.2017, 14:56

Tach zusammen,

da gebe ich Thomas (TWG) uneingeschränkt Recht. So habe ich es als Kind auch gelernt. Wir mußten am Zebrastreifen, bzw Ampel warten bis die Autos durch sind.

Schau sich doch heute einer die Hühner an, die mit Knöpfen im Ohr, aufs Handy starrend bei Rot über die Ampel rennen.
Wenn man dann mal hupt kriegt man den Stinkefinger gezeigt, oder wird lauthals als A....loch beschimpft.

Das die ältere Dame, bedingt durch den großen "Toten Winkel" ums Leben gekommen ist, ist wirklich bedauerlich.
Aber man sieht im LKW nicht allzu viel.

Mal was anderes, hab damals, als die Baustelle Euler/Moltkestr. noch bestand, einen Fußgänger der aus dem Bauzaun kam auch nicht gesehen und habe ihn leider angefahren. Da hat sich der Verletzte entschuldigt, weil er unvermittelt auf die Fahrbahn getreten ist.

Polizei war da, es wurden Aufnahmen gefertigt und ich wurde vom Gericht freigesprochen.
Die Sache hing mir noch monatelang in den Knochen.

Es ist also nicht immer der böse Autofahrer.

Gruß
Wolfgang
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon sivas » 14.08.2017, 15:12

Hallo Wolfgang !

Schön, dass Du mit Begrüßung und Verabschiedung schreibst. Den Foren ist diese Höflichkeit abhanden gekommen.

Mein Sohn erzählte mir ganz stolz wie er seinerzeit die Polizei gefoppt hatte:
Auf dem Bürgersteig fahrend näherte er sich einem Zebrasteifen. Von hinten kam ein Polizeifahrzeug. Ohne die Geschwindigkeit zu verringern, sprang er vor dem Zebrastreifen ab und schob das Fahrrad rüber ...
Meine Belobigung hielt sich in Grenzen.

allen einen schönen Tag noch

Dieter
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon ilkoep » 14.08.2017, 17:34

LRKN hat geschrieben:Und wo steht geschrieben, dass man als Fahrradfahrer diese Kreuzung nicht auf dem Fußgängerüberweg überqueren darf?


Das ergibt sich aus der Definition "Fußgängerüberweg". Überqueren darfste schon, aber der fliessende Verkehr muss nicht Vorfahrt gewähren. Fussgänger sind Fussgänger, und nur für diese gilt der Schutzbereich. Rad-, Mofa-, Krad-, Auto-, oder LKW-Fahrer die von rechts oder links aus dem Wald oder sonstwo kommen, gehören nicht dazu...Es sei denn der Fahrer steigt ab oder aus und schiebt.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Löwenzahn » 15.08.2017, 10:42

Autofahrer kann man sehr leicht erziehen. Über Nummernschild werden die meisten später zur Rechenschaft gezogen. Und wer es übertreibt, da helfen dann auch mal Nagelbretter.

Und jetzt wird es kurios...

Wer erwischt wurde, dem wird der Führerschein entzogen, darf aber weiterhin mit Fahrrad fahren. Wer ohne Führerschein dagegen Auto fährt, landet unter Umständen auch mal im Knast. Jetzt kommt die Politik daher und sagt sich: die Stadt muss umweltfreundlicher werden und möchte die Radwege ausbauen, was gleichzeitig bedeutet, dass der Autoverkehr eingeschränkt wird. Die Politik belohnt also noch die Verkehrssünder.

Es gibt nur eine Lösung des Problems und das ist ein Fahrradführerschein für Bürger im Alter zwischen 16 und 67 Jahren.

Wenn jetzt ein LKW Fahrer ein Kleinkind oder einen Rentner umnietet, dann zu Recht. Also soviel Rücksicht muss ein Kraftfahrzeugführer trotz totem Winkel schon aufbringen. Wir können von Kindern nicht erwarten, dass sie sich verkehrskonform verhalten. Und von Rentner im hohen Alter ebenso wenig.

Aber die Masse an Verkehrsrowdys, die wird abgeschreckt und erzogen sich umsichtiger zu verhalten.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Löwenzahn » 15.08.2017, 13:50

Löwenzahn hat geschrieben:Wenn jetzt ein LKW Fahrer ein Kleinkind oder einen Rentner umnietet, [...] dann zu Recht.


[...] und dafür verurteilt wird,

Soll da noch rein...
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon Sascha1979 » 15.08.2017, 16:46

Löwenzahn hat geschrieben:Autofahrer kann man sehr leicht erziehen. Über Nummernschild werden die meisten später zur Rechenschaft gezogen. Und wer es übertreibt, da helfen dann auch mal Nagelbretter.

Und jetzt wird es kurios...

Wer erwischt wurde, dem wird der Führerschein entzogen, darf aber weiterhin mit Fahrrad fahren. Wer ohne Führerschein dagegen Auto fährt, landet unter Umständen auch mal im Knast. Jetzt kommt die Politik daher und sagt sich: die Stadt muss umweltfreundlicher werden und möchte die Radwege ausbauen, was gleichzeitig bedeutet, dass der Autoverkehr eingeschränkt wird. Die Politik belohnt also noch die Verkehrssünder.

Es gibt nur eine Lösung des Problems und das ist ein Fahrradführerschein für Bürger im Alter zwischen 16 und 67 Jahren.

Wenn jetzt ein LKW Fahrer ein Kleinkind oder einen Rentner umnietet, dann zu Recht. Also soviel Rücksicht muss ein Kraftfahrzeugführer trotz totem Winkel schon aufbringen. Wir können von Kindern nicht erwarten, dass sie sich verkehrskonform verhalten. Und von Rentner im hohen Alter ebenso wenig.

Aber die Masse an Verkehrsrowdys, die wird abgeschreckt und erzogen sich umsichtiger zu verhalten.

Wer mit und aufm Fahrrad Mist baut, kann genau so Fahrradfahrverbot bekommen wie Autofahrer Autofahrverbot!
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon sivas » 15.08.2017, 17:22

Bei alldem muss man immer bedenken, dass es ein 'Recht auf Vorfahrt' eigentlich gar nicht gibt. Es gibt nur eine Wartepflicht.
Wenn ich als vermeintlich 'Vorfahrtberechtigter' erkenne, dass ein Wartepflichtiger seiner Verpflichtung nicht nachkommt, dann darf ich den nicht über den Haufen fahren.
Ich darf davon ausgehen, dass ein Wartepflichtiger wartet. Komme ich zu der Erkenntnis, dass er dies nicht tut > muss letztendlich ich warten ... sofern mir das dann noch möglich ist, zur Not auch durch eine Vollbremsung.
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon sivas » 15.08.2017, 17:24

Dem Sascha sollte man 'Weltverbot' geben :mrgreen:
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Re: Vorsicht und Rücksicht in Bezug auf Radfahrer

Beitragvon LRKN » 16.08.2017, 13:46

ilkoep hat geschrieben:
LRKN hat geschrieben:Und wo steht geschrieben, dass man als Fahrradfahrer diese Kreuzung nicht auf dem Fußgängerüberweg überqueren darf?


Das ergibt sich aus der Definition "Fußgängerüberweg". Überqueren darfste schon, aber der fliessende Verkehr muss nicht Vorfahrt gewähren. Fussgänger sind Fussgänger, und nur für diese gilt der Schutzbereich. Rad-, Mofa-, Krad-, Auto-, oder LKW-Fahrer die von rechts oder links aus dem Wald oder sonstwo kommen, gehören nicht dazu...Es sei denn der Fahrer steigt ab oder aus und schiebt.


In beiden hier besprochenen Fällen geht es aber nicht um "fließenden Verkehr" vs. Fahrradfahrern. In beiden Fällen ist der LKW nach rechts abgebogen und hat dort querende Fahrradfahrer totgefahren. In jeder Fahrschule lernt man, dass abbiegender Verkehr immer den Fußgängern/Fahrradfahrern vorfahrt gewähren muss.

Und wir wissen garnicht ob dort nur eine Fußgängerampel oder die Kombination aus Fußgänger/Fahrradampel besteht. Und wir wissen auch nicht ob dort Rot oder Grün war. Ich gehe bei beiden Fällen davon aus, dass beide Fußgänger-/Fahrradampel grün anzeigten. Und selbst wenn in beiden Fällen nur eine Fußgängerampel ist und es für Fahrradfahrer verboten wäre dort die Straße zu überqueren, darf man einen Fahrradfahrer nicht totfahren. Denn der Fahrradfahrer könnte auch 9 Jahre sein oder eventuell nur 4 Jahre (Ohne Verkehrserziehung) oder ein Fahrradfahrer ohne Führerschein (somit hat er die Verkehrsregeln nie offiziell gelernt).

Und das ein Fußgängerüberweg nur von Fußgängern genutzt werden darf gilt nur bei Zebrastreifen. Dort müssen Fahrradfahrer vorher absteigen und hat als Fußgänger beim Überqueren vorrang. An Ampeln gilt dies so weit ich weiß nicht. Wenn ihr in der StVO eine entsprechende Regelung findet sagt mir bescheid.

Was in der StVO aber steht ist dies:
StVO § 1 Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Gegen diesen Gesetz wurde von beiden LKW Fahrern verstoßen. Keiner der beiden Fahrradfahrer hat irgendein anderen Verkehrsteilnehmer geschädigt, gefährdet, behindert oder belästigt. Geschädigt wurden nur die Fahrradfahrer.

Und es ist eine Schande was man hier zu diesem Thema von euch lesen muss. Ihr ignoriert die Verantwortung, die das bewegen eines 1-40 Tonnen schweren Fahrzeugs mit sich bringt und gebt die Schuld am Tot lieber den Opfern als den Verursachern. Ihr disqualifiziert euch alle für die Teilnahme am Straßenverkehr. Und man sollte eigentlich eure Eignung hinsichtlich des beruflichen Führen eines KFZ überprüfen. Wenn ihr euch nicht bewußt seid, dass durch das fahren eines schweren Fahrzeugs ihr eine Verantwortung für die Gesundheit und Leben anderer Menschen habt, dann habt ihr im Straßenverkehr nichts zu suchen.

Und man kann nur hoffen, dass ihr durch eure Unfähigkeit dieser Verantwortung gerecht zu werden, baldmöglichst von autonomen Taxis ersetzt werdet.
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